Gelesen: „Eleanor“ von Jason Gurley

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Broschiert: 416 Seiten
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Verlag: Heyne Verlag (9.
Januar 2017)
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Sprache: Deutsch
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ISBN-10: 3453317378
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ISBN-13: 978-3453317376
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Originaltitel: Eleanor

Das Leben der jungen Eleanor gerät völlig aus den Fugen,
als ihre Zwillingsschwester Esme bei einem Autounfall stirbt: Der Vater
verlässt die Familie, die Mutter ergibt sich dem Alkohol. Eines Tages tritt
Eleanor in der Schule durch die Tür der Cafeteria und befindet sich plötzlich
zu einer völlig anderen Zeit an einem völlig anderen Ort. Im Laufe der Jahre
fällt Eleanor immer öfter aus der Zeit und kommt schließlich einem magischen
Geheimnis auf die Spur – einem Geheimnis, das mit dem Tod ihrer Schwester zu
tun hat …
(Quelle: Heyne Verlag)
Jason Gurley als Autor war mir bisher vollkommen
unbekannt. Daher war ich auch sehr neugierig auf seinen Roman „Eleanor“, der
mich sehr angesprochen hat vom Cover und dem Klappentext. Dieser versprach mir
tolle Lesestunden.
Eleanor ist sehr gut beschrieben. Als Leser kann man sich
gut in sie hineinversetzen. Sie muss einiges aushalten, als Leser leidet man
hier mit ihr mit. Sie hat Ecken und Kanten, die sie glaubhaft erscheinen
lassen.
Weitere Charaktere der Geschichte sind Hoob und seine
Tochter. Auch sie sind soweit gut beschrieben, so dass man sie sich gut
vorstellen kann. Sie haben beide etwas an sich das sie interessant macht.
Die anderen auftauchenden Nebencharaktere hat der Autor
gut beschrieben. Sie sind interessant gehalten und bringen alle jeweils etwas
Eigenes mit ins Geschehen ein.
Der Schreibstil des Autors ist soweit gut und flüssig
lesbar. Es herrscht hier eine doch recht düstere Atmosphäre vor. Es gibt hier
verschiedene Zeitebenen, man muss daher auch genau lesen um folgen zu können.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Eleanor. Der
Autor hat hierbei die personale Erzählperspektive verwendet. Man schaut also
von außen auf das Geschehen. Ab und an kommen hier auch Eleanors Eltern zu
Wort, so dass man sich diese auch vorstellen kann.
Die Handlung beginnt mit einem etwas merkwürdigen Prolog.
Hier habe ich gerätselt was mich wohl wirklich erwarten würde. Auch sonst habe
ich mich etwas schwer damit getan wirklich im Geschehen anzukommen. Es wirkte
irgendwie ein wenig zäh und langatmig auf mich. Nach etwa der Hälfte wurde es
dann besser und ich war froh durchgehalten zu haben. Ab diesem Zeitpunkt kommt
langsam Spannung auf, die sich im letzten Drittel dann noch weiter steigert. Es
geht zudem sehr mysteriös und geheimnisvoll zu, immer wieder fragt man sich wie
hängt es wohl alles zusammen. Man wird als Leser doch relativ lange im Unklaren
gelassen.
Das Ende kam für mich unerwartet. Ich hatte echt an alles
gedacht aber nicht daran. In meinen Augen passt das Ende gut zum
Gesamtgeschehen und macht es letztlich rund.
Alles in Allem ist „Eleanor“ von Jason Gurley ein Roman,
der es mir leider nicht besonders leicht gemacht hat.
Gut beschriebene Charaktere und ein recht angenehm zu
lesender Stil des Autors stehen hier im Vergleich zu einer Handlung, die ich
über weiter Strecken als ziemlich zäh empfunden habe und in der erst zum Ende
hin wirklich Spannung aufkommt, lassen mich hier unentschlossen zurück.
Ich hatte mir mehr erwartet. Schade!
Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

2 Kommentare

  1. Hallo Manja,

    als zäh habe ich es nicht empfunden, mich hat es sofort gepackt. Aber ich habe mich in der Düsternis etwas verloren gefühlt. Schön, dass du durchgehalten hast.

    Liebe Grüße,
    Nicole

  2. Hallo Manja,

    mir ging es wie dir. In der ersten Hälfte habe ich schon ans Abbrechen gedacht. Den Schreibstil fand ich toll, aber die Geschichte hat sich sehr gezogen. Vielleicht magst du ja mal bei meiner Rezension vorbeischauen, die gibt's hier.

    Alles Liebe
    Barbara von Barbaras Paradies

Kommentare sind geschlossen.

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