Gelesen: „Water Love“ von Marion Hübinger

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Format: Kindle Edition
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Dateigröße: 811 KB
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Seitenzahl
der Print-Ausgabe:
312 Seiten
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Verlag: Drachenmond Verlag (6. März 2017)
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Sprache: Deutsch

Der neunzehnjährige Bela erwartet nicht mehr viel vom
Leben. Nicht, nachdem seine Eltern vor drei Jahren bei einem Flugzeugunglück
umgekommen und sein Großvater Laszlo, ein berühmter Maler, aus Ungarn zu ihm
gezogen war. Erst recht nicht in einer Zeit, in der jeder die drastischen
Bedrohungen des Klimawandels nervös verfolgt und sich fragt, wie er überleben
wird. Wer zu den Waters gehört, wird das Glück haben gerettet zu werden. Seit
Bela zurückdenken kann, regieren die Waters das Land. Doch Bela ist ein
Landers, einer, der dazu verdammt ist, an Land zu bleiben, sollte es zur
Katastrophe kommen. Warum muss ausgerechnet er sich in eine Waters verlieben?
Warum muss genau in dem Moment die Smogwelle über Kiel Alarmstufe ROT auslösen
und ihn und Sintje viel zu schnell wieder trennen? Als Bela im Bunker
festsitzt, fragt er sich jeden Tag, ob es eine Hoffnung für ihre Liebe geben
wird …
(Quelle: Drachenmond Verlag)
Die Autorin Marion Hübinger war mir vor diesem Buch nicht
unbekannt. Bisher konnte sie mich immer mit ihren Geschichten überzeugen. Nun
also durfte ich „Water Love“ aus ihrer Feder lesen und war sehr gespannt darauf
was mich wohl erwarten würde. Der Klappentext jedenfalls hat mich sehr neugierig
gemacht.
Die beiden Protagonisten Bela und Sintje haben mir sehr
gut gefallen. Beide wirkten auf mich authentisch und glaubhaft beschrieben.
Bela ist ein Landers. Er ist 19 Jahre alt und hat seine
Eltern verloren. Aufgrund des Klimawandels ist es um Belas Zukunft nicht
unbedingt gut bestellt. Ich mochte ihn total gerne. Er lässt sich nicht
unterkriegen, ist kreativ und sehr mutig. Und er will mit Sintje zusammensein.
Mir gefiel das richtig gut.
Sintje ist eine Waters aber keine typische. Sie interessiert
sich auch für andere, nicht nur für sich und die Waters. Sie schaut wo sie
helfen kann, ist auch für andere da, denkt nicht nur über sich und die Waters
nach. Ich empfand sie als liebenswert und sympathisch gestaltet.
Die anderen, in der Geschichte vorkommenden Charaktere,
sind der Autorin ebenso sehr gut gelungen. Man kann sie sich als Leser sehr gut
vorstellen und die jeweiligen Handlungen auch nachvollziehen.
Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig und
sehr einnehmend. Ich wollte mir eigentlich Zeit nehmen für dieses Buch, doch
meinen Vorsatz konnte ich nicht einhalten, bereits nach einigen Seiten war ich
tief im Geschehen gefangen und konnte mich der geschaffenen Welt nicht mehr
entziehen.
Zum Großteil wird das Geschehen aus Sicht von Bela. Es
gibt aber auch noch andere Perspektiven, somit wird es vielsichtig und komplex.
Die Handlung spielt im dystopischen Kiel, im Jahr 2045.
Marion Hübinger hat hier eine Welt geschaffen, die gar nicht so abwegig ist.
Zentrales Thema ist der Klimawandel und wie die Menschheit damit klarkommt. Es
wirkte alles sehr spannend und interessant auf mich, es gibt hier vielerlei
Hintergrundinfos. Ma fiebert hier mit den Charakteren mit, möchte wissen wie es
ihnen weiterergeht.
Das Ende ist sehr gelungen. Es passt sehr gut zum
Gesamtgeschehen und macht es rund. Ich könnte mir aber durchaus auch vorstellen,
dass es weitergehen könnte. Es gibt das ein Hintertürchen, ich bin gespannt ob
noch etwas folgen wird.
Kurz gesagt ist „Water Love“ von Marion Hübinger ein
dystopischer Roman, der mich für sich gewonnen hat.
Vorstellbare sympathische Charaktere, ein einnehmender
flüssig zu lesender Stil sowie eine Handlung, die spannend und interessant
gehalten ist und in der es ein zentrales Thema gibt, das den Leser zum
Nachdenken anregt, haben mich wirklich begeistert und wunderbar unterhalten.
Sehr empfehlenswert!
Mein Dank geht an den Verlag und die Autorin für das bereitgestellte eBook!

Ein Kommentar

  1. Ich liebe Dystopien! Sehr gelungene Rezension. Liebe Grüße Scarlet (httpss://scarlettheredsite.wordpress.com )

Kommentare sind geschlossen.

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