Gelesen: „Ewig und ein Sommer“ von Kerstin Arbogast

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1049 KB
Seitenzahl der
Print-Ausgabe:
350 Seiten
Verlag: Drachenmond Verlag (13. März 2017)
Sprache: Deutsch

Sophie glaubt an einen Fluch, der ihr die erste Liebe
verwehrt. Obwohl sie kein Wort versteht, sieht sie sich mit ihrer Oma ständig
brasilianische Telenovelas im Fernsehen an. Ihren Rauhaardackel Whiskey liebt
sie über alles, hasst aber Katzen und Ponys, dennoch würde sie am liebsten mit
dem Zirkus durchbrennen. Weihnachten feiert Sophie im Hochsommer, und auch noch
mit achtzehn klettert sie auf Spieltürme hinauf. Sie bringt die Menschen um
sich herum am liebsten auf die Palme, aber am besten: zum Lachen und aus sich
heraus.
Genauso wie Konrad, der sich von ihrer Verrücktheit und
ihrem Nichtangepasstsein beeindrucken und anstecken lässt. Weil sie ihn aus
seinem Schneckenhaus herauslockt. Weil sie ihn in ihre eigene Welt zieht. Weil
er dann seine verkorkste Familie vergessen kann. Weil er sich neben Sophie so
schrecklich normal fühlen kann – und gleichzeitig so herrlich verrückt. Oder
ist es ihm letztendlich doch wichtiger, was die anderen von ihm denken?
(Quelle: Drachenmond Verlag)
Ich kannte bereits einen Roman von Kerstin Arbogast. Nun
durfte ich ihren Roman „Ewig und ein Sommer“ lesen. Vom Cover her war ich sehr
angetan und der Klappentext sprach mich ebenfalls sehr an. Also begann ich
neugierig mit dem Lesen der Geschichte.
Die beiden Protagonisten dieser Geschichte haben mir
richtig gut gefallen. Sowohl Sophie als auch Konrad sind vorstellbar und
glaubhaft ausgearbeitet.
Sophie ist vielleicht ein wenig chaotisch, konnte mich
aber trotzdem von sich überzeugen. Ich mag wie sie sich gibt, wie sie anderen
gegenübertritt. Sie hat zudem einen herzlichen Humor, schafft es aber auch
andere zur Weißglut zu treiben. Sophie ist lebensnah und glaubhaft gezeichnet,
genau das macht sie in meinen Augen aus.
Konrad hat es mir ein wenig schwerer gemacht. Er wirkte
zu Anfang eher komisch auf mich. Er ist sowohl schüchtern und eher
zurückhaltend, kann aber auch offen sein und Dinge sagen oder tun, mit denen
man rein gar nicht rechnet. Mit den Seiten aber wurde mir auch Konrad immer
sympathischer und am Ende hatte auch er einen festen Platz in meinem Herzen.
Der Schreibstil der Autorin ist dem Genre angepasst. Es
liest sich jugendlich leicht und flüssig, man kann gut folgen, es ist alles
verständlich und nachvollziehbar.
Geschildert wird das Geschehen aus den Perspektiven der
beiden Protagonisten. So lernt man beide als Leser sehr gut kennen, kann sich
in sie hineinversetzen und ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen.
Die Handlung selbst ist wirklich toll. Man wird als Leser
direkt mittenrein geworfen. Zunächst mag es vielleicht etwas verwirrend sein,
je weiter man aber vorankommt desto klarer wird alles. Mir hat besonders
gefallen hat, Kerstin Arbogast widmet sich in ihrer Geschichte einem Thema, das
mir so noch nicht oft untergekommen ist. Dabei sind Depressionen heutzutage
durchaus an der Tagesordnung, man wird immer wieder mit ihnen konfrontiert. Die
Autorin schafft es hier dieses Thema sehr gut ins Geschehen zu integrieren,
stellt es wirklich gut dar.
Das Ende dieser Geschichte hat mir persönlich richtig gut
gefallen. Es ist sehr berührend und hat mich einfach mitten im Herz getroffen.
Es schließt die Geschichte sehr schön ab, macht sie einfach rund.
Abschließend gesagt ist „Ewig und ein Sommer“ von Kerstin
Arbogast ein Roman, der mich mitgenommen und berührt hat.
Lebensnahe vorstellbar ausgearbeitete Charaktere, ein
leicht und locker zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die den
Leser von Anfang ab abholt und in der es auch um ein Tabuthema geht, bei dem
man nicht die Augen verschließen sollte, haben mich wunderbar unterhalten und
überzeugt.
Absolut zu empfehlen!
Ich bedanke mich bei der Autorin für das bereitgestellte eBook!

Ein Kommentar

  1. Das Buch hört sich gut an. 🙂 Und das Cover finde ich total schön. Das Buch werde ich mir mal vormerken.
    Liebe Grüße
    Steffi

Kommentare sind geschlossen.

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