Gelesen: „Wie ich dich sehe“ von Eric Lindstrom

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3448 KB
Seitenzahl der
Print-Ausgabe:
351 Seiten
ISBN-Quelle für
Seitenzahl:
3551583471
Verlag: Carlsen
(25. November 2016)
Sprache: Deutsch
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»Ich bin wie du mit geschlossenen Augen, nur schlauer!«

Das ist Parkers Credo, und sie hat strenge Regeln
aufgestellt, wie sie behandelt werden will. Seit der Trennung von ihrem Freund
Scott und dem Tod ihres Vaters verlässt sie sich nur noch auf sich selbst. Für
jeden Tag, an dem sie nicht heult, gibt sie sich einen Goldstern. Sie trainiert
fürs Laufteam – okay, sie ist blind, aber ihre Beine funktionieren ja. Und
sonst hält sie sich die meisten Leute mit Ruppigkeit vom Hals. Bis Scott ihrer
Liebe doch noch eine Chance geben will …
(Quelle: Carlsen)

Der Jugendroman „Wie ich dich sehe“ stammt vom Autor Eric
Lindstrom. Es handelt sich hierbei um das Debüt des Autors, das mich ganz
besonders vom Klappentext und Titel her angesprochen hat. Aber auch das Cover
kann sich sehen lassen und man wird als Leser neugierig auf die Geschichte, die
sich hier verbirgt. Also begann ich gespannt mit dem Lesen.
Parker, die Protagonistin, ist 16 Jahre alt und blind.
Doch sie lässt sich nicht unterkriegen, eher ist sie ein starkes und
selbstbewusstes junges Mädchen. Sie geht auch sehr offen mit ihrer Behinderung
um, hat einen Weg gefunden wie sie möglichst viel vom Leben mitnehmen kann.
Parkers Umfeld ist etwas strenger mit ihr, manchmal wird sie als lebensmüde
oder auch sehr risikobereit eingeschätzt, dabei weiß Parker genau was sie kann
und was nicht. Nach außen präsentiert sich Parker doch immer recht hart, in
ihrem Innersten aber ist sie sehr verletzlich und knabbert noch an Ereignissen
der Vergangenheit.
Neben Parker gibt es noch andere Charaktere in der Geschichte.
Auch sie sind dem Autor gelungen, er hat sie sehr gut ausgearbeitet und als Leser
kann man sie sich gut vorstellen. Der Fokus der Geschichte aber liegt doch ganz
klar auf Parker.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und ich bin locker
und sehr leicht durch das Geschehen gekommen. Ich konnte sehr gut folgen und
alles ist verständlich. Zudem wird alles doch auch bildhaft beschrieben, so
dass man sich die Szenen auch sehr gut vorstellen kann.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von
Parker. Hierfür hat der Autor die Ich-Perspektive verwendet. Ich empfand diese
hier als sehr passend, denn als Leser erlebt man so alles hautnah mit.
Die Handlung wusste mich wirklich zu bewegen. Blinde
Protagonisten sind nicht unbedingt oft in Romanen zu finden, auch ich hatte sie
noch nicht so oft, so dass man als Leser doch immer wieder schlucken muss, wenn
ihr Leben beschrieben wird. Es ist halt noch immer Besonders irgendwie.
Der Autor hat die Lebensweise der blinden Parker sehr gut
beschrieben. Als Sehende war ich immer wieder fasziniert, immer wieder zum Nachdenken
angeregt.
Das Ende ist gut gewählt. Es kommt vielleicht ein wenig
abrupt, ist etwas schnell. Es passt aber sehr gut zur Gesamtgeschichte und
macht diese richtig rund.

Zusammengefasst gesagt ist „Wie ich dich sehe“ von Eric
Lindstrom ein Jugendroman, der mich sehr gefesselt und bewegt hat.
Tolle vorstellbare Charaktere, ein flüssiger leicht zu
lesender Stil des Autors sowie eine Handlung, die sich mit einer Behinderung
befasst und die mir immer wieder die Augen geöffnet und mich zum Nachdenken
angeregt hat, haben mich begeistert und mir wunderbare Lesestunden beschert.
Klare Leseempfehlung!

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