Gelesen: „White Zone – Letzte Chance“ von Katja Brandis

–    Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
–    Verlag: Beltz & Gelberg (6. März 2017)
–    Sprache: Deutsch
–    ISBN-10: 3407821948
–    ISBN-13: 978-3407821942
–    Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 – 16 Jahre



 

Sechs straffällige Jugendliche, darunter die 19-jährige
Crash, erhalten eine letzte Chance: In einer alten Forschungsstation in der
Antarktis sollen sie ihr Leben in den Griff bekommen. Doch das Abenteuer wird
zum Höllentrip. Ein Unbekannter bedroht die Gruppe und die unmenschliche
Umgebung fordert ihren Preis. Nicht nur Crashs Nerven liegen blank. Als die
Jugendlichen schließlich ein japanisches Walfangboot bei seiner grausamen
Arbeit beobachten, entsteht ein riskanter Plan, für den sie alles auf eine Karte
setzen.
(Quelle: Beltz & Gelberg)

Der Jugendroman „White Zone – Letzte Chance“ stammt von der Autorin Katja
Brandis. Für mich war dies nicht der erste Roman der Autorin, bisher war ich
auch immer begeistert von ihren Geschichten. Umso neugieriger war ich daher nun
auf dieses Buch, das mich vom Klappentext und Cover her sehr angesprochen hat.
Die Charaktere hier sind alle samt jugendlich. Insgesamt lernt man als
Leser 6 Teenager kennen, 3 Jungen und 3 Mädchen.
Cash ist ein junges Mädchen, das früher viel Blödsinn gemacht hat. So hat
sie beispielsweise Autos zu Schrott gefahren oder sich zu anderen kriminellen
Machenschaften hinreißen lassen. Das soll aber der Vergangenheit angehören.
Auch mich wirkte Cash sympathisch, authentisch und sehr glaubhaft. Im Verlauf
der Handlung bemerkt man wie sie sich verändert.
Auch die anderen Jugendlichen konnte ich mir gut vorstellen. Man erfährt so
einiges über sie, manche mag man, andere wiederum nicht. Mir gefiel die
Vielfalt hier sehr gut.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig. Ich war von Beginn an
drin, konnte der Handlung wirklich gut folgen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Cash. Sie führt den Leser
durch das Geschehen, man lernt sie so richtig kennen und einzuschätzen. Je
weiter man vorankommt desto mehr Dinge erfährt man als Leser über Cashs
Vergangenheit.
Die Handlung an sich braucht etwas Zeit bis sie sich wirklich entfaltet.
Die Spannung baut sich erst nach und nach auf. Es handelt sich hier um eine
Mischung aus Fiktion und doch durchaus brisanten Thema. Und es ist auch eine
kleine aber feine Liebesgeschichte ins Geschehen integriert. Diese fügt sich
gut ein, drängt sich dem Leser nicht auf. Für meinen Geschmack hätte es da schon ein wenig mehr sein dürfen.
Der Handlungsort der Geschichte ist die Antarktis. Allerdings nicht zur
heutigen Zeit, sondern im Jahr 2030. Es geht nichts mehr ohne das Internet oder
technische Raffinessen, ohne sind die Menschen regelrecht aufgeschmissen. Ich
empfand diesen Umstand als interessant und wer weiß wie es wirklich in der
Zukunft aussehen wird.
Das Ende hat mich wiederum überzeugt. Es bleiben hier keinerlei offene Fragen, alles
wird schlüssig und gut abgeschlossen. Der Epilog tut hier sein Übriges und
macht letztlich alles rund.

Alles in Allem ist „White Zone – Letzte Chance“ von Katja Brandis ein
Jugendroman, der in der Zukunft spielt, mich aber nicht komplett mitreißen
konnte.
Authentische sehr gut ausgearbeitete Charaktere, ein flüssig und gut zu
lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die erst nach und nach zu ihrer
vollkommenen Spannung findet und in der es neben einiger Fiktion auch um ein
brisantes Thema geht, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

Ich bedanke mich beim Verlag Beltz & Gelberg und Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar!

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