„Wellenglitzern“ von Marie Merburg – Interview mit der Autorin [Blogtour Tag 4]

Hallo ihr Lieben Blogtour – Leser,
ich begrüße euch zum heutigen 4. und leider auch schon letzten Tag unserer Blogtour zu
„Wellenglitzern“
von Marie Merburg.

Unsere Blogtour war wirklich sehr infomativ, mit tollen Beiträgen rund um das Buch und seine Themen. Ihr habt einen der Beiträge verpasst? Kein Problem, wir schauen kurz zurück, okay?

Los ging es bei Charleen, mit einer richtig tollen Buchvorstellung. Am zweiten Tag stoppte die Tour bei Kati, mit dem Thema „Was gehört zum Neuanfang?“. Und gestern war Jenny an der Reihe. Ihr Thema war „Segeln für Anfänger“.
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Zum heutigen Abschluss habe ich noch ein richtig tolles Interview mit der Autorin Marie Merburg für euch.
Viel Spaß beim Lesen!
Hallo liebe Marie,
vielen lieben Dank, das ich dir für unsere Blogtour ein
paar Fragen stellen darf.
Magst du dich zum
Einstieg vielleicht kurz vorstellen? Wer ist Marie Merburg?
Ich wurde 1977 in Baden-Württemberg geboren.  Dort lebe ich noch heute mit meinem Mann und
meinen beiden Söhnen. Dieses Jahr kommen wir als Familie gar nicht mehr aus dem
Feiern heraus, denn meine Söhne werden volljährig, ich werde 40 Jahre alt und
mein Mann und ich haben unseren 20. Hochzeitstag.
Im März ist dein
Roman „Wellenglitzern“ bei Bastei Lübbe erschienen. Worum geht es in deinem
Roman?
Die fünfundvierzigjährige Sophie hat sich gerade von
ihrem Mann getrennt und fährt nach Rügen, um dort einen Segelkurs zu machen.
Wie sich jedoch herausstellt, besitzt sie nicht so viel Segeltalent, wie sie
gehofft hat und ihrem Ex-Mann muss sie am Telefon ständig erklären, wie er den
Haushalt alleine managen kann. Trotzdem fühlt Sophie sich auf Rügen sofort
wohl, sie trifft nette Menschen und ihr ihr attraktiver Segellehrer gibt seine Katastrophenschülerin
nicht so schnell auf.
Wie kam dir die
Idee zu deiner Geschichte?
Meine Lektorin bei Bastei Lübbe hat mir erzählt, dass sie
Romane rund um Rügen suchen und ich war sofort Feuer und Flamme. Schon zwei
Tage später habe ich ihr fünf verschiedene Romanideen vorgelegt. Eine davon war
die Geschichte von Sophie und ihrem Segelkurs auf Rügen.
„Wellenglitzern“
spielt auf Rügen. Warst du selbst vor Ort um zu recherchieren?
Kurz bevor ich mit dem Schreiben des Romans angefangen
habe, bin ich nach Rügen gefahren. Dort habe ich mir alle Orte, die im Buch
eine Rolle spielen, ganz genau angesehen und viele schöne Eindrücke gesammelt.
Wie hat es sich
angefühlt als „Wellenglitzern“ endlich in die große weiter Buchwelt entlassen
wurde? Warst du nervös?
Ich bin bei jedem Roman aufs Neue nervös. Zwar gebe ich
immer mein Bestes und stecke mein ganzes Herzblut in die Geschichten, doch man
weiß nie, ob das Buch den Geschmack der Leser trifft. Bis die ersten
Rückmeldungen eintrudeln, ist es immer sehr nervenaufreibend.
Einige Leser, mich
eingeschlossen, kennen dich bestimmt unter Janine Wilk. Wie kam es zum Namen
Marie Merburg? War es deine Idee oder die vom Verlag?
Das Pseudonym hat der Verlag für mich ausgesucht. Da ich
unter meinem richtigen Namen hauptsächlich Fantasy-Romane schreibe, fand der
Bastei Lübbe Verlag es sinnvoller, wenn ich die Frauenromane unter Pseudonym
veröffentliche. Mir persönlich ist es offen gestanden relativ gleichgültig, ob
ein Roman unter meinem echten Namen oder Pseudonym veröffentlicht wird. Denn
ich schreibe die Bücher, weil mir die Geschichten am Herzen liegen.
Die Geschichten,
die deine Charaktere in deinen Romanen erleben, würdest du diese auch gerne
selbst durchleben?
Ich erlebe die Abenteuer meiner Protagonisten beim
Schreiben hautnah mit.  In dem Moment
lege ich meine eigene Persönlichkeit ab, verlasse die Realität und tauche in
das Leben meiner Hauptfigur ein. Viele empfinden dieses Gefühl wahrscheinlich
auch beim Lesen, doch beim Schreiben eines Romans ist es noch viel intensiver.
Als Autor lebt man nicht nur ein Leben, sondern viele Leben.

Wie viel von
realen Personen steckt in deinen Charakteren?
In all meinen Figuren – auch in den Bösewichtern – steckt
ein Teil von mir. Um eine Figur glaubhaft zu erschaffen, muss man alle Facetten
des menschlichen Charakters kennen.
Mit welchem
Protagonisten würdest du gerne mal etwas trinken gehen?
Witzig wäre es bestimmt, mit ‚Trudi‘ einen Abend lang zu
plaudern. Sie ist schon über achtzig Jahre alt und sehr verschroben, aber immer
für einen lockeren Spruch gut. Aber ich würde auch nicht ablehnen, wenn Ole
(die männliche Hauptfigur) mich zum Essen ausführen würde. Ich muss gestehen,
dass ich beim Schreiben der Geschichte ein bisschen für ihn geschwärmt habe …
Zum Glück ist mein Mann nicht eifersüchtig auf fiktive Romanfiguren! 
Wie bist du
eigentlich zum Schreiben gekommen? Gab es einen Auslöser dafür?
Ich war schon immer eine Leseratte und Geschichten haben
mich fasziniert. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich als Kind in meiner
Freizeit freiwillig seitenlange Interpretationen zu Michael Endes ‚Momo‘ und
‚Die Unendlichen Geschichte‘ verfasst habe. Als Teenager habe ich auch für die
Schülerzeitung geschrieben und mich an meinen ersten Gedichten versucht.  Mit Anfang Zwanzig habe ich meinen ersten
Roman verfasst.
Hast du neben dem
Schreiben noch einen „Brotjob“ oder bist du Vollzeit-Autorin?
Mittlerweile habe ich meinen Beruf als Klavierlehrerin
aufgegeben und ich arbeite nur noch als Autorin. Auf der einen Seite geht für
mich damit ein Traum in Erfüllung, auf der anderen Seite bedeutet das auch viel
Arbeit.  Im Durchschnitt muss ich zwei
Romane im Jahr schreiben.
Woher nimmst du
deine Inspirationen für deine Geschichten?
Die Inspiration war bisher zum Glück noch nie mein
Problem (toi, toi, toi!). Ich habe in meiner Schublade fertig ausgearbeitete
Buchideen für ungefähr vierzig Romane. Die Frage ist heutzutage jedoch immer:
Was will der Markt? Was möchten die Leser? Was lässt sich verkaufen? Selbst bei
einem Autor, der schon viele Romane veröffentlicht hat, bleiben die Verlage bei
jeder Idee aufs Neue kritisch. Sie lehnen viele Exposés ab, weil sie eine
Veröffentlichung nicht für rentabel halten.
Als Janine Wilk
hast du dich ja eher im Fantasybereich bewegt (bis auf „Märchenprinz 2.0“).
„Wellenglitzern“ ist nun eher ein Roman für Erwachsene. Welches Genre liegt dir
mehr?
Die Frauenromane gehen mir bedeutend leichter von der
Hand. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Geschichten in der Realität
spielen und sich von meinem eigenen Leben nicht großartig unterscheiden. Bei
einem Fantasy-Roman mit einer jugendlichen Protagonistin ist das natürlich
anders. Um in diese fiktiven Welten abzutauchen, brauche ich immer sehr viel
Ruhe, was bei unserem turbulenten Familienleben zu Hause nicht immer leicht
ist.
Wenn du schreibst,
wie geht’s du dabei vor? Plottest du komplett durch oder schreibst du einfach
drauf los?
Ich schreibe zuerst ein ausführliches Exposé und danach
eine Storyoutline. Das ist eine genaue Aufstellung der Szenenabfolge mit einer
groben Beschreibung, was in jeder einzelnen Szene passieren soll. Wenn ich mit
dem Schreiben des Romans anfange, habe ich die Geschichte bis zum Ende schon
komplett im Kopf.
Wie viele deiner
täglichen Erfahrungen fließen mit in deine Geschichten ein?
Alles, was ich erlebe oder denke, fließt unweigerlich in
meine Geschichten ein. Manchmal sind es gerade die Alltagsbeobachtungen, die
einen Roman glaubwürdig machen.
Bist du eher eine
Schnellschreiberin? Wie lange brauchst du ungefähr bis ein Buch fertig ist (von
der Idee bis zum fertigen Script)?
An einem Frauenroman mit knapp fünfhundert Seiten
schreibe ich ungefähr fünf Monate. Danach überarbeite ich das Manuskript noch
einmal komplett, was mindestens vier Wochen dauert. Für einen Fantasyroman mit
vierhundert Seiten benötige ich ungefähr sieben bis acht Monate.
Was liest du
selbst am liebsten? Liest du auch dein eigenes Buch?
Gott bewahre! Nein, ich kann keines meiner gedruckten
Bücher lesen. Als Autor entwickelt man sich ständig weiter, der eigene Stil und
der Wortschatz verändern sich permanent. Wenn ich jetzt einen meiner
Romane  zur Hand nehme, der vor ein paar
Jahren veröffentlicht worden ist, würde ich das Buch am liebsten noch mal neu
schreiben.
Gab es einen
Moment in deinem Leben, der dein Leben nachhaltig beeinflusst hat?
Als Mutter denke ich dabei natürlich sofort an die Geburt
meiner Kinder. Aber natürlich zählt dazu auch die erste Begegnung mit meinem
jetzigen Mann.
Hast du Idole?
Da meine Wurzeln im Fantasygenre liegen, habe ich schon
immer die Werke von Michael Ende bewundert. Im Bereich der unterhaltsamen
Frauenliteratur lese ich gerne Bücher von Sophie Kinsella oder Kerstin Gier.
Welchen Autor
würdest du gerne mal selbst interviewen?
Schwierige Frage. An sich finde ich jede Unterhaltung mit
Kollegen interessant und inspirierend. Egal, ob sie Anfänger oder schon
berühmte Autoren sind. Reizvoll fände ich sicherlich, wenn ich in die
Vergangenheit reisen und Hermann Hesse oder Franz Kafka interviewen könnte.
Kannst du schon
etwas über deine zukünftigen Projekte verraten? Was erwartet deine Leser in
naher Zukunft?
Gerade habe ich den zweiten Rügen-Roman geschrieben, der
im März 2018 erscheinen wird. Die Leser von „Wellenglitzern“ werden dort  wieder auf liebgewonnene Figuren treffen, doch
die Protagonistin ist dieses Mal Sophies Schwester Jule . Es wird aber auch
wieder einen Fantasy-Roman von mir geben, der ebenfalls im Frühjahr 2018
erscheint.
Zum Abschluss hast
du das Wort an deine Leser, was wolltest du ihnen schon immer mal sagen?
Natürlich möchte ich mich bei ihnen von ganzem Herzen für
ihre Treue bedanken. Die Begeisterung der Leser freut mich riesig, z.B. wenn
sie mir Emails schreiben, Bilder zu den Büchern malen, Plakate erstellen oder
Videos drehen. Vor kurzem war ich Zuschauer bei einer Aufführung, bei der
Schüler Szenen aus meiner Reihe „Lilith Parker“ als Theaterstück umgeschrieben
haben. So etwas macht mich vor Freude wirklich sprachlos.
Vielen lieben Dank liebe Marie, dass ich dich mit Fragen
löchern durfte.

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Eckdaten zum Roman:

–    Taschenbuch: 432 Seiten
–    Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch) (16.
März 2017)

–    Sprache: Deutsch
–    ISBN-10: 3404174895 
–    ISBN-13: 978-3404174898
–    Vom Hersteller
empfohlenes Alter:
Ab 16
Jahren

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Das Gewinnspiel
Zu gewinnen gibt es ein signiertes „Wellenglitzern“ in Print plus eine schöne Strandtasche.
Um in den Lostopf zu hüpfen, beantwortet bitte die nachstehende Frage in den Kommentaren hier unter dem Tourbeitrag.
Bewerben könnt ihr euch bis einschließlich 30. April 2017!
Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt dann unter www.netzwerk-agentur-bookmark.de.
Tagesfrage:
Marie Merburg / Janine Wilk schreibt ja sowohl Fantasyromane als auch Frauenromane.
Was liegt euch persönlich mehr?
Mögt ihr eher Fantasy oder sind es die Frauenromane, die euch mehr begeistern?

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.

8 Kommentare

  1. Ganz klar eher Fantasy ist mein Lieblingsgenre doch auch Frauenromane kommt jedoch stark auf die story an lese ich auch und sche auch mal danach!

    VLG..Jenny

  2. Wenn ich zwischen Fantasy und Frauenroman entscheiden muss, dann ganz klar für Frauenroman. Ich mag Bücher lieber, die in unserem realen Leben spielen und die vielleicht an Orten spielen, die man besuchen kann oder schon mal besucht hat. Frauenromane sind meist locker leicht zu lesen und bei Fantasyromanen tu ich mir öfter schwer mit den Protagonisten oder mit der Handlung.
    Ich bevorzuge Frauenromane und zwar genau solche wie Janine Wilk als Marie Merburg schreibt.
    Danke für das tolle Interview. Es ist immer schön Autoren ein wenig genauer kennenzulernen. Liebe Grüße Nicole

  3. Huhu Manja,
    danke für das tolle Interview! 🙂

    Eigentlich gehöre ich eher zu den Fantasy-Lesern, aber ab und an darf es auch mal ein Frauenroman sein! Es kommt halt auf den Klappentext an, kann dieser mich überzeugen oder kenne ich bereits andere Werke eines Autors und konnte mich dieser bisher überzeugen, so greife ich auch gerne zu allen anderen Werken! 😉

    Ein Buch muss mich eben einfach fesseln und da ist es völlig egal ob es in einer fantastischen Welt mit allerlei Wesen und Magie spielt oder ob es um tiefe Emotionen und Herzschmerz geht oder eben total katastrophal wird und ich mich vor Lachen kringel und Kullertränchen beim Lesen verliere!

    Ganz liebe Grüße
    Elchi

  4. Huhu Manja,

    ein sehr schönes Intervier 🙂 Eigentlich mag ich eher Fantasy. Frauenromane habe ich erst vor kurzem für mich entdeckt und habe daher nocht nicht so viele gelesen (ich glaube tatsächlich erst 1). Aber eigenlich ist es so, wenn mich der Klappentext interessiert lese ich alles. Außer Krimis, Thriller und Horror, da lasse ich lieber die Finger von 🙂

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende 🙂

    Liebe Grüße

    Sunny

  5. Hallo Manja,
    ich lese mehr Fantasy, aber ich brauche immer wieder Genre Wechsel. Meist nach jedem Buch. Und dann lese ich auch mal Frauenromane. Danke für das tolle Interview.

    Liebe Grüße, Jutta

  6. Hallo und guten Tag,

    also eher Fantasy, denn ich drifte gerne mal ab in andere Welten….bei Frauenromanen gibt es meistens Probleme, die jeder von uns als Frau so oder so selber kennt oder auch erleben musste.

    Deshalb schaue ich immer auch auf den Klapptext und suche mir Frauenromane aus ohne Déjà-vu Erlebnis für mich…augenzwickern…

    LG..Karin…

  7. Hallöchen. 🙂
    Danke für deinen tollen Beitrag.
    Also ich bin nicht so auf das Gerne festgelegt und wenn es mir gefällt, lese ich beide Gerne. 🙂
    Alles Liebe,
    Katja

Kommentare sind geschlossen.

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