Gelesen: „Liebe ist wie Drachensteigen“ von Ashley Herring Blake

–   Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
–   Verlag: Magellan (18. Januar 2017)
–   Sprache: Deutsch
–   ISBN-10: 373485024X
–   ISBN-13: 978-3734850240
–   Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre

„Es geht nur um dich und mich, weißt du noch? Das hast du
zu mir gesagt, hier auf diesem Hügel. Hadley und Sam. Ohne Nachnamen. Wir
können einfach hier sein. Einfach wir sein.“
Die große Liebe? An so einen Unsinn glaubt Hadley längst
nicht mehr. Nicht, seit ihr Vater eine Affäre hatte. Doch dann trifft sie Sam …
Sam kennt sich aus mit Geheimnissen. Er hat selbst einige
davon. Als er sich in Hadley verliebt, könnte alles so schön sein. Wenn da
nicht die Sache mit der Wahrheit wäre, die manchmal einfach verdammt unschön
ist.
(Quelle: Magellan)

 

Der Jugendroman „Liebe ist wie Drachensteigen“ stammt von
der Autorin Ashley Herring Blake. Mich hat hier ganz besonders der Klappentext
angesprochen. Auch das Cover ist sehr passend gewählt und so habe ich mich
neugierig ans Lesen gemacht.
Die Charaktere dieses Romans haben mir richtig gut
gefallen. Sie wirkten authentisch und sehr glaubhaft auf mich, ich konnte mich
gut in sie hineinversetzen.
Sam und Hadley sind hier die Protagonisten. Beide sind
sie vorstellbar und wirkten realistisch auf mich.
Sam ist jemand der ein Geheimnis mit sich herum trägt.
Das merkt man als Leser ziemlich schnell. Die Frage aber war immer, was ist es?
Was verbirgt Sam? Innerlich ist er sehr zerrissen, er hadert viel mit sich, das
liest sich zwischen den Zeilen heraus. Sams Hintergrund ist nicht unbedingt
heil, sein Vater hat die Familie verlassen. Das Verhältnis zu seiner Mutter ist
nicht gerade das Beste, die beiden streiten sich immer wieder. Ich mochte Sam
sehr gerne, er hat das Herz am richtigen Fleck, für seine Schwester zum
Beispiel würde er alles tun, er will sie schützen.
Hadley ist ein junges Mädchen, das eigentlich viele
Gemeinsamkeiten mit Sam hat, sich andererseits aber auch sehr von ihm
unterscheidet. Ihr Vater versucht die Ehe ihrer Eltern zu retten, dadurch ist
die Stimmung nicht gerade die Beste in der Familie. Hadley zieht sich immer
mehr zurück, sie lässt kaum jemanden an sich heran, frisst alles in sich
hinein. Hadley wirft sich immer wieder Jungs an den Hals, es ist für sie eine
Möglichkeit zu rebellieren, auszubrechen. Kritik nimmt sie kaum an, da motzt
Hadley lieber selbst herum.
Die beiden Protagonisten treffen zufällig aufeinander und
man merkt, dass eine gewisse Anziehungskraft zwischen ihnen herrscht.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und locker
zu lesen. Ich wurde hier, je weiter ich vorankam, immer mehr ins Geschehen
hineingezogen, konnte mich dem Bann nicht entziehen.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den
Sichtweisen der beiden Protagonisten. Hierfür hat die Autorin jeweils die
Ich-Perspektive verwendet. Somit ist man ihnen noch viel näher, erlebt alles
was sie denken und fühlen hautnah mit.
Die Handlung hat mich richtig begeistert. Sie strotzt
jetzt nicht vor atemberaubender Spannung und Action, ist eher sehr ruhig
gehalten. Doch genau das macht sie besonders. Sie geht sehr tief, ist berührend
und abwechslungsreich gehalten. Das Thema Familie ist hier sehr zentral, man
erlebt die Geschichten um die beiden Familien hautnah mit.
Das angesprochene Geheimnis wird recht früh immer wieder
angedeutet und dann auch letztlich zeitnah gelüftet. Ich hätte mir hier
vielleicht gewünscht, dass es etwas länger gedauert hätte, dass man als Leser
länger rätseln muss um dahinter zu kommen. Dennoch fand ich es interessant und
durch Wendungen dann auch überraschend. Der letzte, entscheidende Kick aber
fehlte mir dennoch.
Das Ende ist dann richtig gut, auch wenn es letztlich
anders kam als ich es erwartet hatte. Mir hat dieser Schluss gefallen, er
schließt gut ab und macht alles schön rund.

 

Zusammengefasst gesagt ist „Liebe ist wie Drachensteigen“
von Ashley Herring Blake ein Jugendroman, der
mich bis auf ein paar kleine Mängel sehr in seinen Bann gezogen hat.
Vorstellbare, richtig tolle
Charaktere, ein locker und flüssig zu lesender Stil der Autorin sowie eine
Handlung, die mich mit ihrer ruhigen Art gefangen genommen hat, haben mir hier
sehr unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!
Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!
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