Gelesen: „Emma, der Faun und das vergessene Buch“ von Mechthild Gläser

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2905 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Loewe Verlag (13. Februar 2017)
Sprache: Deutsch

Buchspringer-Autorin
Mechthild Gläser greift in diesem humorvollen Fantasy-Roman erneut ein literarisches Thema auf. Zum 200. Todesjahr von Jane Austen adaptiert sie Figuren und Motive aus den Büchern der beliebten Autorin und greift damit die schönsten Liebesromane der Literaturgeschichte auf, nicht ohne daraus eine ganz eigene fantastische Geschichte mit vielen Überraschungen zu zaubern.
Als Emma beim Aufräumen in der Bibliothek ihres Internats ein altes Notizbuch findet, denkt sie zunächst, es wäre eine Art Chronik der Schule. Aber es ist genau umgekehrt: Alles, was man in dieses Buch hineinschreibt, wird tatsächlich wahr.
Natürlich beginnt Emma sofort damit, den Schulalltag auf Schloss Stolzenburg ein wenig zu „korrigieren“. Doch nichts geschieht so, wie sie es sich gedacht hat. Zumal auch schon früher Chronisten das Buch genutzt haben. Zum Beispiel eine junge Engländerin, die Ende des 18.
Jahrhunderts ein Märchen über einen Faun verfasst hat und später eine erfolgreiche Schriftstellerin wurde. Oder Gina, die vor vier Jahren plötzlich verschwand, nachdem sie ihre Geheimnisse der Chronik anvertraut hatte.
Als sich jetzt auch noch Ginas Bruder Darcy einmischt, ist das Chaos perfekt.
Denn Emma und Darcy sind einander in herzlicher Abneigung zugetan – zumindest glauben das die beiden.
(Quelle: Loewe-Verlag)
Der Roman „Emma, der Faun und das vergessene Buch“ stammt von der Autorin Mechthild Gläser. Ich gebe zu, mich hat hier ganz besonders das Cover angesprochen. Gepaart mit dem interessant klingenden Klappentext und dem ungewöhnlichen Titel war ich sehr gespannt darauf was mich hier wohl erwarten würde.
Die Charaktere dieser Geschichte hat die Autorin wirklich gut ausgearbeitet. Ich konnte sie mir gut vorstellen und die Handlungen sind
verständlich.
Emma, die Protagonistin, gefiel mir sehr gut. Sie mischt sich gerne überall ein und will eigentlich immer nur das Beste für jeden. Außerdem ist Emma ziemlich stolz, stur und ziemlich selbstbewusst. Je weiter ich in der Handlung vorankam desto sympathischer wurde sie mir.
Die Nebencharaktere der Geschichte sind der Autorin ebenso gelungen. Manch einer hätte hier ein wenig mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt, hier denke ich vor allem an Emmas Freundinnen.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig zu lesen. Ich bin gut ins Geschehen hineingekommen und konnte ohne Probleme folgen.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Emma. Hierfür hat Mechthild Gläser die Ich-Perspektive verwendet. Ich empfand diese als sehr passend, da man so Emma noch besser kennenlernt und ihre Gedanken und Gefühle besser verfolgen kann.
Die Handlung ist wirklich sehr unterhaltsam und mir hat sie gut gefallen. Es dreht sich hauptsächlich um das Buch, welches Emma findet. Der Spannungsbogen baut sich gut auf, er wird aber nicht immer konstant hoch gehalten. Zwischendrin gibt es immer mal wieder etwas langwierigere Passagen. Sie sind zum Glück nicht von Dauer, es passiert hier im Anschluss dann immer wieder etwas.
Die Umgebung mit dem Internat in der alten Burg, hat es mir sehr angetan. Hier hat sich Mechthild Gläser wirklich etwas Tolles einfallen lassen.
Das Ende mit der Auflösung ist mehr als gelungen. In meinen Augen passt dieser Schluss richtig gut zur Gesamtgeschichte, macht sie rund und schließt sie wirklich gut ab.
Letztlich gesagt ist „Emma, der Faun und das vergessene Buch“ von Mechthild Gläser ein Roman, der mich nicht vollkommen in seinen Bann ziehen konnte.
Sehr gut ausgearbeitete Charaktere, ein leicht und flüssig zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die mich fasziniert hat, deren Spannungsbogen aber leider nicht durchgängig vorhanden ist, haben mich unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!
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