Rezension

Gelesen: „Touch of Flames: Vom Feuer berührt“ von Mariella Heyd

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1162 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 285 Seiten
Verlag: Forever (1. Mai 2017)
Sprache: Deutsch

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Als würde es nicht schon reichen, dass ihre Familie aus Boston in eine Geistervilla mitten im Nirgendwo zieht, weiß bald auch jeder, dass Gwens Vater als Dämonologe arbeitet. Ihr Ruf an der neuen Schule ist ruiniert. Ohne ihren einzigen Freund Harry würde sie sicher verzweifeln – und dann ist da auch noch dieser Außenseiter, der von allen „Feuerteufel“ genannt wird und der ihr einfach nicht aus dem Kopf gehen will. Sebastian ist gutaussehend und gibt sich gar nicht erst Mühe, seine dunkle Vergangenheit zu verbergen. Es scheint, als spiele Gwen sprichwörtlich mit dem Feuer…
(Quelle: Forever)


Die Autorin Mariella Heyd war mir bereits von einem anderen Roman gut bekannt. Daher war ich nun sehr neugierig auf ihr Werk „Touch of Flames: Vom Feuer berührt“, der bei Forever by Ullstein erschienen ist. Das Cover finde ich sehr gelungen und der Klappentext lässt auf interessante Lesestunden hoffen.

Die Charaktere sind der Autorin gut gelungen. Ich konnte sie mir alle anhand der Beschreibungen vorstellen, sie wirkten auf mich glaubhaft dargestellt.
Die Protagonistin Gwen gefiel mir an und für sich gut. Sie ist jung, geht noch zur Schule. Allerdings machen es ihr die anderen an der neuen Schule nicht wirklich leicht. Gwen reagiert aber auch selbst etwas distanziert, unternimmt nicht viele Versuche sich zu integrieren. Ich habe sie nicht immer komplett verstanden, manche ihrer Handlungen blieben mir fremd.
Sebastian sieht sehr gut aus, er wirkte aber irgendwie komisch auf mich. Am Anfang hatte ich bei ihm kein gutes Gefühl, das ändert sich aber glücklicherweise sehr rasch. Am Ende mochte ich ihn gerne, er hat das Herz genau am richtigen Fleck. Dass er ein Geheimnis hütet merkt man als Leser recht schnell. Es hat mit seiner Gabe zu tun und wird erst zum Ende hin gelüftet.

Auch die Nebenfiguren passen gut ins Geschehen hinein. Man lernt als Leser Henry, Gwens einzigen wirklichen Freund kennen oder auch ihre Mutter oder auch andere Mitschüler. Die Mischung fand ich soweit gut.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und locker. Ich war auf Anhieb drin im Geschehen und habe das Buch sehr schnell fertig gelesen.
Geschildert wird das Geschehen aus der personalen Erzählperspektive. Man schaut so von oben auf das Geschehen hinab, wahrt immer eine gewisse Distanz, ist aber dennoch immer dabei.
Die Handlung empfand ich als interessant. Die Spannungskurve baut sich gut auf, wird aber leider nicht gänzlich oben gehalten. Es geht hier eher auf und ab, was ich ein wenig schade fand.
Das Setting empfand ich zum Teil richtig gruselig, ich wollte als Leser wissen was dahinter steckt. Und auch von der Idee her hat mir das Geschehen sehr zugesagt. Auf mich wirkte es frisch und alles ist nachvollziehbar.

Das Ende ist sehr spannend und kann nochmals einiges rausreißen. Ich empfand es als passend, es macht das Geschehen letztlich schön rund.


Insgesamt gesagt ist „Touch of Flames: Vom Feuer berührt“ von Mariella Heyd ein Roman, der mich nicht gänzlich von sich überzeugen konnte.
Gut dargestellte Charaktere, ein flüssig lesbarer angenehmer Stil der Autorin und eine Handlung, deren Spannungskurve leider nicht konstant hochgehalten wird, deren Setting und Idee mir aber sehr zugesagt haben, haben mir dennoch tolle Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

 

Ein Gedanke zu „Gelesen: „Touch of Flames: Vom Feuer berührt“ von Mariella Heyd

  1. Hallo Manja,

    ich finde es immer interessant, wenn wir beide das gleiche gelesen haben (was relativ häufig vorkommt und echt Vorteile hat). Meine Einschätzung von „Touch of Flames“ ist ähnlich Deiner. Ich fand die Story auch gut, zwar nicht neu aber immerhin unterhaltsam umgesetzt. Auch beim Stil und der Spannungskurve kann ich Dir nur zustimmen. Irgendwie hätte ich mir teilweise aber etwas umfangreichere Einblicke in die Hintergründe gewünscht. Ich fand es ging manchmal alles etwas zu schnell und war dadurch etwas unrealistisch. Hat mich aber nicht sehr gestört.

    Gruß
    Annett

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