Rezension

Gelesen: „Das Herz des Verräters: Die Chroniken der Verbliebenen (Band 2)“ von Mary E. Pearson

Achtung:
Hierbei handelt es sich um den zweiten Teil der Reihe!
Die Rezension kann Spoiler enthalten!

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 5375 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 529 Seiten
Verlag: Bastei Entertainment (26. Mai 2017)
Sprache: Deutsch

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Lia wird in den Palast von Venda verschleppt und muss um ihr Leben fürchten. Eine Flucht wäre der einzige Ausweg, scheint jedoch unmöglich. Stattdessen setzt sie alles daran, sich im Palastleben zurechtzufinden. Sie hat längst ihr Herz an einen der Männer aus der Taverne verloren, und auch erfahren, wer er wirklich ist. Doch Gut und Böse sind nicht eindeutig verteilt. Denn auch der Mann, der eigentlich ihr Feind sein müsste, stellt sich plötzlich ein ums andere Mal auf ihre Seite. Warum?
Während Lia am Palast nach neuen Verbündeten sucht, wird sie immer häufiger von der Gabe der Vorsehung heimgesucht. Galt sie lange als diejenige Erstgeborene, die ohne dieses wichtige Talent geboren wurde, so zeigt sich ihr die Zukunft nun immer häufiger. Doch dieser Blick offenbar Dinge, die nicht nur ihr Schicksal, sondern auch das Schicksal eines ganzen Volkes beeinflussen könnten…
(Quelle: Bastei Lübbe)


Mit „Das Herz des Verräters“ von Mary E. Pearson ist der zweite Teil der „Chroniken der Verbliebenen“ erschienen. Das Cover passt sehr gut zum ersten Band, der mir bereits sehr gut gefallen hatte. Umso neugieriger war ich daher auf diese Fortsetzung und habe mich gespannt ans Lesen gemacht.

Von den Charakteren war ich auch dieses Mal sehr begeistert. Sie sind bereits gut bekannt aus Band 1 und ich war neugierig auf ihren weiteren Weg.
Lia hat sich merklich entwickelt. Ihre Entwicklung ist nachvollziehbar und verständlich. Sie lässt sich einfach nichts gefallen, redet wie ihr der Mund gewachsen ist. Ihre große Klappe aber macht es ihr auch immer wieder schwer, sie steht ihr immer wieder im Weg. Ein wenig Naivität hat sie noch immer, doch genau das macht sie sympathisch und vor allen realistisch.
Rafe und Kaden sind auch wieder mit dabei. Wobei mir Kaden doch irgendwie besser gefällt als Rafe. Er hat einfach was an sich, was ihn ausmacht. Wirklich trauen tue ich aber beiden nicht so recht. Irgendwie verbergen sie noch etwas, da bin ich gespannt was da noch kommt.

Der Schreibstil der Autorin ist erneut sehr flüssig und hat mich unheimlich gefesselt. Ich war vollkommen drin, habe alles andere vergessen und erst am Ende bin ich wieder in der Realität angekommen.
Geschildert wird das Geschehen hauptsächlich aus der Sichtweise von Lia. Ab und an aber gibt es auch kurze Kapitel aus den Perspektiven der anderen Charaktere. Somit ist es wieder recht komplex, man kann aber immer ohne Probleme folgen, verliert nie den Überblick.
Die Handlung setzt nahtlos ein. Man sollte Band 1 daher unbedingt gelesen haben, nur so versteht man die Zusammenhänge und kann problemlos folgen. Es geht auch ohne große Vorrede wieder direkt los.
Das Geschehen ist spannend, hat ich gepackt, mich emotional sehr mitgenommen. Die gesamte Atmosphäre in diesem Buch, sie ist düster und doch irgendwie total besonders. Alles ist sehr bildhaft dargestellt, so dass mein Kopfkino auf Hochtouren lief.

Das Ende ist erneut ein ziemlicher Cliffhanger. Er lässt den Leser einfach so zurück, dabei will ich doch wissen wie es weitergeht. Ich bin schon sehr gespannt auf Band 3, der im Oktober erscheinen soll.


Abschließend gesagt ist „Das Herz des Verräters“ von Mary E. Pearson eine rundum gelungene Fortsetzung der „Chroniken der Verbliebenen“.
Charaktere, die mir bereits gut bekannt waren und deren Entwicklung ist als richtig klasse empfunden habe, ein fesselnder flüssig zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die spannend, unvorhersehbar und auch sehr emotional gehalten ist, haben mir wunderbar unterhalten und lassen Band 3 herbeisehnen.
Wirklich zu empfehlen!

 

 

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