Gelesen: “We could be heroes” von Laura Kuhn

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2482 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Impress (6. Juli 2017)
Sprache: Deutsch

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**Wenn ein Mädchen ein Mädchen liebt…**
Der Umzug aufs Land kommt für Lou gerade recht. Denn seit sie ihre beste Freundin geküsst hat und von ihr zurückgewiesen wurde, weiß Lou nicht mehr, was los ist. Doch dann trifft sie in ihrer neuen Schule die schöne und geheimnisvolle Elia und es ist, als hätte ein Blitz in ihrem Leben eingeschlagen. Lou fällt es nicht leicht, mit ihren Gefühlen umzugehen, doch sie will zu ihnen stehen – egal, was passiert.
(Quelle: Impress)


Der Roman „We could be heroes“ stammt aus der Feder von Laura Kuhn. Es ist das Debüt der Autorin, mit diesem hat sie den Schreibwettbewerb von tolino media und Impress gewonnen. Ich wurde hier vom tollen Cover und dem interessant klingenden Klappentext angesprochen. Neugierig wie ich bin begann ich mit dann also mit dem Lesen.

Mit ihren Charakteren hat Laura Kuhn einfach alles richtig gemacht. Ich mochte jeden gerne, empfand sie alle als sehr authentisch beschrieben.
Lou ist die Protagonistin und sie war mir sehr sympathisch. Eigentlich heißt sie ja Luna, wird aber immer nur Lou genannt. Zu Beginn war sie eher ein ruhiges schüchternes junges Mädchen, das kaum Kontakt gesucht hat. An ihrer neuen Schule aber ändert sich das, sie wird offener und findet schnell Anschluss. Probleme sind nicht so Lous Fall, sie läuft lieber vor ihnen weg. Zumindest eine Zeit lang, dann aber stellt sie sich ihnen doch.
Elia war mir am Anfang einfach zu glatt, zu perfekt. Zwar wird es im Verlauf etwas weniger aber wirklich es gibt wirklich kaum Negatives das man als Leser erfährt.

Neben den beiden gibt es noch andere Nebenfiguren, wie Tom oder seine Schwester oder auch Lous Vater. Sie alle passen gut ins Geschehen hinein und geben ihm alle verschiedene Dinge.

Der Schreibstil der Autorin hat mir richtig gut gefallen. Sie schreibt in kurzen Sätzen und schafft es den Leser nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ans Buch zu fesseln. Ich bin flüssig und flott durch die Seiten gekommen, dabei habe ich mich schwer getan das Buch auch nur kurz wegzulegen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Lou. Hierfür hat Laura Kuhn die Ich-Perspektive verwendet. Ich habe mich so Lou sehr nahe gefühlt, konnte mich gut in sie hineinversetzen können und ihre Handlungen waren für mich nachvollziehbar. Zwischendrin gibt es immer mal wieder ein paar Einschübe aus Sicht einer anderen Person in der personalen Erzählperspektive. Hier habe ich immer wieder aufs Neue überlegt wer es denn sein könnte.
Die Handlung hatte es mir angetan. Es geht sehr emotional zu, die Gefühle kommen vom Herzen und treffen den Leser auch genau da. Ich habe mit den Protagonisten gelacht und geweint, habe mit ihnen mitgefiebert. Von Beginn an war ich mitten im Geschehen, wurde förmlich mitgerissen und wollte immer nur mehr.
Leider wird das Geschehen mit der Zeit aber doch vorhersehbar, es gibt kaum noch Überraschungen. Ich fand dies etwas schade, ein paar neue Impulse hätten hier sicherlich nicht geschadet.

Das Ende gefiel mir gut. Es macht die Geschichte um Lou in meinen Augen schlüssig, schließt und rundet sie doch gut ab.


Abschließend gesagt ist „We could be heroes“ von Laura Kuhn ein Roman, der mich zwar mitgerissen aber nicht komplett überzeugt hat.
Sehr gut ausgearbeitete Charaktere, ein leichter mitreißender Stil der Autorin und eine Handlung, die zwar sehr emotional und gefühlvoll gehalten ist, die mir leider aber zu vorhersehbar wurde, haben mir dennoch aber unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

 

 

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