Rezension

Gelesen: „Romina. Tochter der Liebe“ von Annie Laine

24. Juli 2017

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3222 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 395 Seiten
Verlag: Dark Diamonds (28. Juli 2017)
Sprache: Deutsch

Das Buch kaufen – Kindle / ePub
Das Buch beim Verlag
Dark Diamonds bei Facebook
Die Autorin bei Facebook


**Auch eine Göttin kann der Liebe nicht widerstehen**
Romina hat ihr ganzes Leben der Liebe gewidmet. Als Halbgöttin ist es ihr Auftrag, die Menschen zu verkuppeln und ihre Herzen höherschlagen zu lassen. Aber dann wird sie aus heiterem Himmel vom Olymp verbannt und ihrer Göttlichkeit beraubt. Völlig unvorbereitet findet sie sich plötzlich auf der Erde wieder und muss am eigenen Körper erfahren, was Worte wie Hunger und Kälte bedeuten. Doch es gibt einen Ausweg aus ihrem Unglück: Gelingt es ihr, den süßen Literaturstudenten Devin mit der ihm vom Schicksal vorherbestimmten Partnerin zusammenzubringen, darf sie als Göttin auf den Olymp zurückkehren. Eine Aufgabe, die Romina mehr abverlangen wird, als sie sich vorstellen kann…
(Quelle: Dark Diamonds)


„Romina. Tochter der Liebe“ stammt von der Autorin Annie Laine. Es ist ihr Debüt und es kommt wirklich selten vor das ich einem Buch so sehr entgegenfiebere. Bei diesem hier war es der Fall seit ich wusste, dass es erscheinen wird. Das Cover ist in meinen Augen richtig gelungen und der Klappentext schürte meine Neugier noch viel mehr. Also begann ich mit gewissen Erwartungen diesen Roman zu lesen.

Die hier handelnden Charaktere hat Annie Laine wirklich gut ausgearbeitet. Alle sind sie hier vorstellbar und haben die notwendige Tiefe, so dass man sich richtig gut in sie hineinversetzen kann.
Allen voran lernt man als Leser hier Romina kennen. Sie ist die Tochter von Eros, dem Gott der Liebe. Allerdings Romina ist nur eine Halbgöttin, denn sie hat eine menschliche Mutter. Aufgewachsen ist sie im Olymp, hier hat sie Freunde, hier fühlt sie sich zu Hause. Ich empfand Romina, die im Verlauf Romy genannt wird, als sympathisch und richtig liebenswert. Sie erledigt ihren Job mit Bedacht, dabei kennt sie selbst die Liebe überhaupt nicht. Romy entwickelt sich im Verlauf der Handlung merklich, die Verbannung verändert sie immer mehr. Sie wird erwachsener und reifer, erkennt was wirklich wichtig ist im Leben. Diese Entwicklung ist nachvollziehbar und richtig gut beschrieben.
Devin ist ein toller Kerl. Ich bin ihm verfallen, er ist sympathisch, charmant, ja richtig süß. Er ist es der Romy zu sich nimmt, ganz selbstlos ohne zu wissen wer sie ist. Zwischen den beiden herrscht auf Anhieb eine Verbundenheit, die man als Leser sehr gut greifen kann. Auch Devin entwickelt sich im Handlungsverlauf nachvollziehbar weiter.

Neben Romy und Devin gibt es noch einige andere Charaktere, die sich wunderbar ins Gesamtgeschehen einfügen. So lernt man als Leser beispielsweise Julie, Devins Schwester, richtig gut kennen. Sie ist einfach eine Wucht, genau wie Julie stelle ich mir eine richtig gute Freundin vor. Dann spielen auch diverse Gottheiten, wie Eros, Romys Vater, oder Psyche, Eros‘ Ehefrau, eine wichtige Rolle. Sie alle sind sehr gut beschrieben, als Leser kann man die Handlungen sehr gut nachvollziehen.

Der Schreibstil der Autorin ist klasse. Annie Laine schreibt flüssig und locker, ich war von Beginn an gefesselt, konnte meinen Kindle kaum aus der Hand legen da ich wissen wollte wie es weitergeht.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Romy. Hierfür hat die Autorin die Ich-Perspektive verwendet. Diese passt in meinen Augen ganz wunderbar, denn so verfolgt man das Geschehen immer hautnah mit, lernt Romy zudem auch noch viel besser kennen und einzuschätzen. Immer wieder gibt es zudem kursive Einschübe, in denen man als Leser in Eros‘ Gedankengänge blicken kann.
Die Handlung, ja was soll ich sagen. Ich hatte ziemliche Erwartungen und ich kann sagen sie wurden alle erfüllt. Ich habe hier eine richtig tolle Geschichte bekommen, die mich von Anfang bis Ende ganz wunderbar unterhalten hat. Als Leser erfährt man hier sehr viel über die griechische Mythologie, es gibt vielerlei Einblicke in die „Arbeit“ der Götter. Ich empfand diese als sehr spannend und interessant. Die Liebe spielt hier eine sehr große Rolle. Doch es ist nicht alles so einfach wie man es sich vielleicht vorstellt. Es gibt Steine, die den Charakteren in den Weg gelegt werden. Hinzu kommen Wendungen, die mich überrascht und das Geschehen in eine komplett andere Richtung gelenkt haben.
Als Handlungsorte hat sich die Autorin neben dem Olymp noch eine kleine Stadt namens Toledo ausgesucht. Sie beschreibt alles vorstellbar, ich habe mich gefühlt als wäre ich selbst vor Ort.

Das Ende hat mir so gefallen wie es ist. In meinen Augen ist es perfekt, ich hatte ja ein wenig Angst es würde alles doch ganz anders kommen als ich es erwartet habe. Der Schluss passt und durch den Epilog wird das Geschehen rund gemacht und sehr gut abgeschlossen.


Kurz gesagt ist „Romina. Tochter der Liebe“ von Annie Laine ein Debüt, das meine Erwartungen auf ganzer Linie erfüllt hat.
Sympathische sehr gut vorstellbare Charaktere, ein lockerer und leicht zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, in der die Liebe und die griechische Mythologie eine sehr große Rolle spielen, haben mir sehr viel Lesespaß beschert und mich rundum überzeugt.
Wirklich zu empfehlen!

 

Only registered users can comment.

  1. Hey Manja,

    das klingt echt richtig gut. Ich muss mich mit dem Verlag bzw. Imprint echt mehr befassen – irgendwie rutscht mir da viel durch, obwohl es nach guten Geschichten klingt.

    Danke für die Rezi, die mich richtig neugierig auf das Buch gemacht hat. 🙂

    Alles Liebe,
    Anna

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.