Gelesen: “Ein Jahr zum Leben (Die Jahr-Reihe 1)” von Emilia Fuchs

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3273 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 300 Seiten
Verlag: Impress (3. August 2017)
Sprache: Deutsch

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**Finde dich selbst auf dem Weg in die Stadt der Liebe**
Das neue Jahr beginnt für Eve mit einer Liste von Vorsätzen. Sie sollen ihr nach einem furchtbaren Verlust wieder ins Leben zurückverhelfen – das war zumindest der Plan. Aber auch sechs Monate später hat sie noch immer keinen Punkt der Liste in die Tat umgesetzt, bis sie dem unverschämten Ben begegnet. Stets einen lockeren Spruch auf den Lippen, gelingt es ihm, Eve aus der Reserve zu locken und zu einem Deal zu überreden: Gemeinsam machen sie sich auf nach Frankreich, vorbei an alten Schlössern und blühenden Lavendelfeldern. Doch Eve weiß nicht, dass Ben mit dieser Reise vor etwas davonläuft…
(Quelle: Impress)

Der Roman „Ein Jahr zum Leben“ stammt von der Autorin Emilia Fuchs. Es ist das Debüt der Autorin und zugleich der Auftakt der “Jahr-Reihe” der Autorin. Ich habe das Buch bereit einmal gelesen als es Emilia Fuchs selbst verlegt hatte, musste nun aber wissen wie bzw. ob es sich verändert hat.
Besonders angesprochen hat mit hier besonders der Klappentext. Aber auch das Cover ist gelungen und so habe ich dieses Buch erneut gelesen.

Die Charaktere der Geschichte empfand ich als wirklich gelungen. Als Leser kann man sich sehr gut in sie hineinversetzen und ihre Handlung ist verständlich.
Eve mochte ich von Beginn an sehr. Ich konnte sehr gut mit ihr mitfühlen, weiß ich doch selbst wie es ist geliebte Menschen zu verlieren. Ich konnte Eves Antriebslosigkeit mehr als nachvollziehen. Wie sie sich langsam aber sicher wieder ins Leben zurückkämpft, wie sie sich aufrafft und es schaffen möchte, das gefiel mir richtig gut. Ihre Entwicklung im Verlauf der Handlung ist absolut nachvollziehbar und glaubhaft gestaltet. Auch, dass sie immer mal wieder in ihre alten Muster zurückfällt. Das Leben ist nun nicht immer leicht und tritt einen auch immer mal wieder mit Füßen.
Ben hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Auch wenn ich zu Beginn nicht unbedingt wusste wie ich ihn nehmen sollte. Er wirkte wie ein Bad Boy und irgendwie unnahbar. Ich bemerkte recht schnell er hat ein Geheimnis. Welches das ist kommt erst mit der Zeit ans Licht. Auch er entwickelt sich nachvollziehbar und authentisch. Die Liebe zu seiner Schwester Nora hat mich beeindruckt und seine Sorge ist immer verständlich und gut dargestellt.
Maria, Eves Freundin, ist auch eine sehr sympathische Person. Mir gefiel es gut wie sie Eve zur Seite steht. Und wie sie nicht müde wird und Eve immer wieder dazu ermutigt sich aufzuraffen.

Auch die anderen Charaktere, wie Bine oder auch Nora, sind Emilia Fuchs gut und vorstellbar gelungen. Sie alle haben ihre ganz eigene Art an sich und gerade bei Nora bin ich ja gespannt wie es mit ihr im zweiten Band weitergeht.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und locker lesbar. Ich bin sehr flüssig und flott durch die Seiten gekommen, konnte ohne Probleme folgen und es hat mir viel Freude bereitet die Charaktere auf ihrem Weg zu begleiten.
Geschildert wird das Geschehen zum großen Teil aus Sicht von Eve. Hierfür hat Emilia Fuchs die Ich-Perspektive verwendet, die, so finde ich, perfekt passt. Zum Ende hin kommen auch ein paar Kapitel aus Sicht von Ben hinzu. So kann man als Leser auch kurzzeitig in seinen Kopf schauen.
Die Handlung beginnt im Prolog traurig. Man merkt richtig wie sinnlos Eve alles erscheint. Dann findet man sich als Leser auf einer Silvesterparty wieder. Ab da wird es interessant, denn wer hat denn nicht schon mal Vorsätze für das neue Jahr gefasst? Nach einem kleinen Zeitsprung ist man dann endgültig im Geschehen angekommen. Ich fand es sehr gut das Emilia Fuchs hier auch ein wichtiges Thema aufgreift. Es geht nicht nur um eine zarte Liebe, sondern auch das Thema Spenden wird hier angesprochen. Aber nicht die Geldspende, sondern eher das Blut spenden oder Plasma spenden oder eben sich als möglicher Spender bei der DKMS registrieren zu lassen. Ich finde dieses Thema sehr wichtig, denn es kann jeden treffen. Und dann wünscht man sich doch auch die bestmögliche Hilfe!
Die angesprochene Liebesgeschichte hat mir sehr gut gefallen. Sie entwickelt sich nachvollziehbar und glaubhaft, hat ihre Höhen und Tiefen.
Und die Kulisse, vor allem dann als es nach Frankreich geht, ist klasse. Alles ist bildhaft und somit vorstellbar beschrieben, man fühlt sich als wäre man selbst vor Ort, könnte alles ganz genau sehen.

Das Ende ist wie erwartet, was mich aber nicht im Geringsten gestört hat. Eher im Gegenteil, wäre es anders gekommen, ich hätte es sicherlich nicht so gemocht wie dieses hier. Ich bin bereits jetzt schon auf Noras Geschichte gespannt, die ich mir bereits vorbestellt habe.

Letztlich gesagt ist „Ein Jahr zum Leben“ von Emilia Fuchs ein wirklich gelungener Auftakt der “Jahr-Reihe”, der mich von Anfang an begeistern konnte.
Glaubhaft gezeichnete Charaktere, ein locker und flüssig lesbarer Stil der Autorin sowie eine Handlung, die zum einen eine richtig süße und authentische Liebesgeschichte beinhaltet aber auch ein wichtiges Thema anspricht, haben mir sehr schöne Lesestunden beschert und mich überzeugt.
Sehr zu empfehlen!