Gelesen: „Als das Leben mich aufgab“ von Ney Sceatcher

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3571 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 299 Seiten
Verlag: Zeilengold Verlag (14. Juni 2017)
Sprache: Deutsch

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Als das Leben mich aufgab, war ich 16 Jahre alt und trug keine Schuhe…
Keine Ahnung, wie ich gestorben bin oder wie ich heiße, aber ich nenne mich Mai – ja, richtig, wie der Monat. Im Jenseits wollten sie mich nicht haben. Zu viele unerledigte Dinge, haben sie gesagt. Darum stehe ich jetzt hier mit einer Handvoll Briefe an Menschen, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Doch möchte ich das überhaupt? Möchte ich meine Vergangenheit wiedererwecken? Wissen, wer ich war, wen ich liebte und wie ich starb? Eigentlich nicht und doch wird diese Reise mir im Tod mehr über das Leben lehren, als es das Leben selbst je gekonnt hat.
Mit ihrer sehr intensiven und einfühlsamen Betrachtung des Todes öffnet Autorin Ney Sceatcher ihren Lesern die Augen für die wesentlichen Dinge des Lebens.
(Quelle: Zeilengold Verlag)

Der Roman „Als das Leben mich aufgab“ stammt von der jungen Autorin Ney Sceatcher. Für mich war dies nicht der erste Roman der Autorin und so war ich natürlich sehr neugierig darauf was mich hier wohl erwarten würde. Der Klappentext und auch das Cover haben mich sehr angesprochen und so begann ich gespannt mit dem Lesen.

Die Charaktere sind der Autorin recht gut gelungen. Als Leser konnte ich sie mir gut vorstellen und mich in die Handlungen hineinversetzen.
Mai ist 16 Jahre alt. Sie ist bereits verstorben und nun soll sie Briefe, die sie an ganz bestimmte Personen geschrieben hat, persönlich überbringen. Allerdings hat sie keinerlei Erinnerung an sich selbst vor dem Tod. Mai als Person empfand ich irgendwie als interessant gehalten. Man weiß als Leser meist nur so viel wie sie und entdeckt so quasi ihr Leben vor dem Tod. Auf mich wirkte Mai authentisch und gut beschrieben.
Naoma begleitet Mai auf ihrer Mission. Auch sie wirkte auf mich realistisch und glaubhaft gezeichnet, so dass ich sie mir gut vorstellen konnte.
Raven wirkte auf mich ein wenig blass und undurchsichtig. Bei ihm wusste ich nicht immer wie ich ihn nehmen sollte, er blieb mir zum Teil richtig fremd.

Die Nebenfiguren dieser Geschichte sind der Autorin ebenso gelungen. Auch sie konnte ich mir gut vorstellen, sie passen gut ins Gesamtgeschehen hinein.

Der Schreibstil der Autorin ist richtig toll. Ney Sceatcher schreibt sehr flüssig und wirklich angenehm lesbar. Man kommt so auch flott durch das Geschehen. Immer wieder tauchen hier Briefe auf, die Mai ausliefert. Diese sind sehr schön geschrieben. Als Leser ist man stets interessiert daran zu erfahren was im nächsten Brief steht.
Die Handlung entwickelte sich irgendwie total anders als ich es erwartet hatte. Es dreht sich hier alles um ein doch recht bedrückendes Thema, die Autorin schafft es aber durch humorvolle Szenen diese Stimmung aufzulockern. Hinzu kommen Spannung und auch diverse Geheimnisse, die es aufzudecken gilt.

Das Ende ist passend zur Gesamtgeschichte gestaltet. Es rundet das Geschehen gut ab, obwohl ein paar kleinere Fragen dennoch offen bleiben. Mir hat es aber dennoch gefallen.

Abschließend gesagt ist „Als das Leben mich aufgab“ von Ney Sceatcher ein Roman, der anders ist als ich es erwartet hatte.
Charaktere, die vorstellbar beschrieben sind, ein gut zu lesender angenehmer Stil der Autorin sowie eine Handlung, in der es um ein bedrückendes Thema geht und die spannend gehalten ist, haben mir hier unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

 

Ich danke dem Verlag für das eBook und die Leserunde!

 

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