Gelesen: „Soulsister“ von Jennifer Benkau

Broschiert: 384 Seiten
Verlag: cbj (20. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570174050
ISBN-13: 978-3570174050
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren

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Sag mir erst, wie alt du bist
Obwohl Polly ganz anders war als die stille Romy, gab es zwischen den beiden Schwestern immer eine ganz besondere Verbindung. Seit Polly verunglückt ist, hat Romy sich völlig zurückgezogen. Bis sie eines Tages auf einen Jungen trifft – im wahrsten Sinn des Wortes: Bei dem Versuch, ihren Hund einzufangen, prallt sie mit Killian zusammen. Er ist ein aufstrebender Fußballstar und schon volljährig. Was will er schon mit einer unscheinbaren 15-Jährigen? Romy macht auf Polly und gibt sich als älter aus. Tatsächlich funkt es zwischen den beiden. Doch als ein Foto von ihnen gepostet wird, erfährt er aus dem Netz, dass sie erst 15 ist. Nun steht nicht nur Killians Liebe zu ihr, sondern auch seine Karriere auf dem Spiel …
(Quelle: cbj)

Von Jennifer Benkau habe ich bereits Romane gelesen. Und sie konnte mich bisher auch immer wirklich gut unterhalten. Nun hatte ich die Chance ihren Jugendroman „Soulsister“ zu lesen, die ich natürlich gerne ergriff.
Das Cover finde ich gelungen und der Klappentext versprach mir richtig tolle Lesestunden. Daher habe ich mich neugierig ans Lesen gemacht.
Von den Charakteren konnte mich Jennifer Benkau begeistern. Auf mich wirkten sie alle sehr gut beschrieben, man kann sie sich als Leser vorstellen und folgt ihnen gerne.

Romy mochte ich auf Anhieb. Sie liest sehr gerne und auch ziemlich viel. Zu Beginn wirkte sie sehr in sich gekehrt und traurig, hat sie doch ihre Schwester Polly verloren. Sie kann aber ihre Gedanken hören, ist ihr so noch ein wenig nahe. Im Handlungsverlauf entwickelt sich Romy merklich weiter. Versucht sie zuerst noch ein wenig so zu sein wie ihre Schwester, wird sie mit der Zeit immer reifer und erwachsener. Sie findet zu sich selbst.
Polly wird dem Leser durch Romy auch näher gebracht. Sie war jemand der gerne einen Spruch losgelassen hat, sie war ziemlich stur und gab nicht viel auf die Meinung anderer.
Killian war mir ebenfalls sympathisch. Er ist jemand der unheimlich gerne Fußball spielt. Trotz seines Erfolges aber ist er bodenständig und richtig liebenswert geblieben.

Die Nebenfiguren sind der Autorin ebenfalls wirklich gut beschrieben. Hier ist mir besonders Killians Großmutter in Erinnerung geblieben. Sie bringt Humor ins Geschehen hinein.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr mitreißend und flüssig. Ich in locker und flott durch die Seiten gekommen, konnte ohne Probleme folgen und für die Zeit des Lesens alles um mich herum vergessen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Romy. Jennifer Benkau hat hierfür die Ich-Perspektive verwendet, die ich persönlich als sehr passend empfand. Hinzu kommen noch Textnachrichten, die in anderer Schrift eingefügt sind.
Die Handlung selbst ist interessant und wird mit jeder Seite spannender. Ich habe mit Romy mitgefiebert und mit ihr gelitten. Ich war vollkommen drin, musste wissen wie es weitergeht. Es ist zwar irgendwie ersichtlich wohin es geht, mich hat das aber nicht im Geringsten gestört. Eher im Gegenteil, ich wollte unbedingt erfahren wie Romy damit umgeht. Und auch die Liebe kommt nicht zu kurz, sie fügt sich sehr schön ins Geschehen ein, auch wenn es nicht unbedingt alles so leicht ist wie es scheint.

Das Ende überrascht den Leser dann mit einer ungeahnten Wendung. Ich empfand diese sehr passend und der eigentliche Schluss ist dann klasse. Er passt und macht alles rund, so dass ich letztlich das Buch zufrieden zur Seite gelegt habe.

Kurz gesagt ist „Soulsister“ von Jennifer Benkau ein Jugendroman, der mich mitgerissen hat.
Vorstellbar ausgearbeitete Charaktere, ein flüssiger sehr gut zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als interessant und sehr spannend empfand und in der auch die Liebe nicht zu kurz kommt, haben mich überzeugt und wunderbar unterhalten.
Sehr empfehlenswert!

 

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