Gelesen: “Der Nebelmann” von Donato Carrisi

Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Atrium Zürich (4. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3855350167
ISBN-13: 978-3855350162

 


Ein abgelegenes Dorf. Sieben verschwundene Kinder. Und ein Ermittler, dem nicht zu trauen ist: Dieser Thriller hat allein in Italien mehr als hunderttausend Leserinnen und Lesern den Atem geraubt.
In einer eisigen Winternacht irrt der Sonderermittler Vogel mit blutbesudeltem Hemd durch die nebelverhangenen Wälder am Rand eines Dorfes. Vogel war vor einigen Wochen in die Alpen gereist, um den Verbleib eines vermissten Mädchens zu klären. Dreißig Jahre zuvor waren mehrere Kinder in den umliegenden Wäldern verschwunden, und es besteht der dringende Verdacht, dass der Mörder von damals – der im Dorf nur »Der Nebelmann« genannt wird – wieder aktiv geworden ist.
Als Vogel aufgegriffen wird, gibt er an, einen Unfall gehabt zu haben, doch das Blut an seinem Hemd stammt nicht von ihm. Ein Psychiater wird gerufen, um ihn zu befragen. Vogel beginnt zu erzählen – und sein Bericht ist ungeheuerlich.
(Quelle: Amazon)

Der Thriller „Der Nebelmann“ stammt vom Autor Donato Carrisi. Für mich war dies das erste Buch des Autors und ich war neugierig was mich hier wohl wirklich erwarten würde. Das Cover sprach mich auf Anhieb an und der Klappentext klang spannend. Also begann ich gespannt mit dem Lesen.

Die Charaktere sind gelungen. Es gibt nicht viele, somit behält man einen guten Überblick und kann jeden gut zuordnen.
Besonders Sonderermittler Vogel bleibt einem hier in Erinnerung. Er macht seinem Namen alle Ehre, will eigentlich immer in Mittelpunkt stehen. Er ist, das kann man wirklich sagen, sensationslustig. Aber wirklich sympathisch ist er dadurch nicht. Er ist immer top gekleidet und mir eigentlich irgendwie zu glatt, zu eitel.
Anna Lou, das junge Mädchen, das hier verschwindet, wird durch Vogel eigentlich total in den Hintergrund gedrängt. Man erfährt ein wenig aus ihrem Leben und auch über ihre Eltern.

Neben den beiden gibt es noch die Staatsanwältin Meyer, die sich ebenfalls in diesen Vermisstenfall einschaltet. Und noch diverse andere Polizisten und Bewohner des Städtchen Avechot. Doch auch ihnen stiehlt Vogel gewissermaßen immer die Show.

Der Schreibstil des Autors hat mich von Beginn an gefangen genommen. Ich bin flüssig und flott durch die Seiten dieses Thrillers gekommen. Allerdings manches Mal war es ein wenig verwirrend, da es immer wieder Zeitsprünge, mal vor das Verschwinden, man zu den Tagen danach, gibt. Man muss schon genau lesen.
Die Handlung wirkte bis etwa zur Hälfte etwas zäh auf mich. Es zog sich ziemlich dahin, man bekommt viele Informationen, besonders zu Vogel aber auch zu Anna Lou und ihrem Verschwinden. Doch wirklich passiert erst einmal nicht viel. Ab etwa der Hälfte ändert sich das und es wurde ganz plötzlich richtig spannend. Das letzte Drittel habe ich dann in einem Rutsch gelesen, ich musste wissen wie es ausgeht.
Von der Idee her fand ich diesen Thriller richtig gut. Der Autor zeigt, dass Menschen ziemlich leicht zu manipulieren sind und wie Medien alles beeinflussen können.

Das Ende ist gut wie es ist. Es passt zum gesamten Buch und schließt es ab. Ein paar Fragen aber bleiben für mich noch offen, man denkt schon auch noch nach dem Beenden darüber nach.

Insgesamt gesagt ist „Der Nebelmann“ von Donato Carrisi ein Thriller, der mit einer wirklich guten Idee daherkommt.
Interessante Charaktere, ein flüssiger Stil des Autors und eine Handlung, die sich zu Anfang ein wenig zog, in der dann ab etwa der Hälfte aber Spannung aufkommt, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

 

 

 

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