Rezension

Gelesen: „Nummer 365: Die Lichtbringer“ von Sabrina Wolv

29. August 2017

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 957 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 292 Seiten
Verlag: Verlagshaus el Gato (17. Juli 2017)
Sprache: Deutsch

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„Das hier ist die Akademie. Dein neues Zuhause. Du kannst dich geehrt fühlen, Soldat. Von heute an gehörst du zu den Lichtbringern.“
Strudel fühlte sich nicht geehrt, Strudel hatte Angst.
Das Lebenserhaltungssystem Eden, ist die einzige Zuflucht der Menschheit. Als der sechsjährige Strudel seinen tyrannischen Onkel tötet, wird der Junge von der Armee der Lichtbringer in die Akademie verschleppt. Dort soll er in einem tödlichen Training zum Soldaten ausgebildet werden. Gemeinsam mit seinen Freunden muss Strudel fortan ums Überleben kämpfen. Doch welche geheimen Ziele verfolgen die Lichtbringer und was verbirgt sich hinter ‚Projekt Neshamah‘?
Kann Strudel seine Vergangenheit hinter sich lassen?
Kann er seine Freunde retten?
Wird er überleben?
erster Teil einer Dystopie über Kindersoldaten und Genmanipulation
(Quelle: Verlagshaus el Gato)

Der Roman „Nummer 365: Die Lichtbringer“ stammt von der Autorin Sabrina Wolv. Es war das erste Buch der Autorin, das ich auf meiner Leseliste stehen hatte. Angesprochen wurde ich hier ganz besonders vom Klappentext. Aber auch das Cover empfinde ich als gelungen, es passt gut zur Gesamtgeschichte.

Die hier auftauchenden Charaktere haben mich anfangs doch verwirrt. Ich musste mich erst einmal zurecht finden, denn es gibt einige Figuren, die hier aufgeführt werden.
Nummer 365 heißt eigentlich Strudel und ich 6 Jahre alt. Er hat es mir am Anfang nicht unbedingt einfach gemacht warm mit ihm zu werden. Gerade zu Beginn ist er eher zurückhaltend und wirkte nicht unbedingt zugänglich auf mich. Dies ändert sich aber mit der Zeit, je weiter ich vorankam desto mehr haben Strudel und ich zueinander gefunden. Er wird immer mutiger und stärker, was mir sehr gut gefiel.

Neben Strudel gibt es noch zahlreiche andere Kindersoldaten. Jeder von ihnen hat eine Nummer, so trifft man beispielsweise auf Nummer 420, auch Fina genannt, oder Nr. 23, der Simon heißt, oder auch auf Nr. 451, der Name hier ist Carina. Jeder von ihnen hat einen wichtigen Platz im Geschehen und ist dementsprechend auch beschrieben.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr gut zu lesen. Die Autorin beschreibt so auch alles sehr anschaulich und vorstellbar, man kann dem Geschehen ohne Probleme folgen.
Geschildert wird das Geschehen in der personalen Erzählweise. So blickt man quasi von außen auf das Geschehen hinab. Es gibt auch nicht nur einen Sichtweise, ab und an kommt immer eine zweite hinzu, von der man aber bis zum Ende nicht wirklich weiß wer es ist.
Die Handlung selbst ist nicht unbedingt was für schwache Nerven. Es geht um Kindersoldaten, man erfährt einiges über deren Ausbildung, was sehr interessant gehalten ist. Auch gibt es hier einiges an Spannung, die den Leser immer weiterlesen lässt. Hinzu kommen einige Kampfszenen, die sich gut ins Geschehen einfügen und anschaulich beschrieben sind. Wenn man aber immer im Hinterkopf hat wie jung die Soldaten hier sind, es beschert dem Leser schon Gänsehaut und regt zum Nachdenken an.
Die von Sabrina Wolv geschaffene dystopische Welt ist sehr detailliert und somit vollkommen vorstellbar beschrieben. Es wirkt alles doch sehr bedrückend und auch düster, man merkt hier sehr gut die Autorin hat sich nachhaltige Gedanken gemacht.

Das Ende macht direkt neugierig auf Band 2. Es ist ein doch gemeiner Cliffhanger, der ein wenig davon andeutet wie es weitergehen könnte. Ich bin jedenfalls gespannt darauf was weiter passieren wird.

Alles in Allem ist „Nummer 365: Die Lichtbringer“ von Sabrina Wolv ein wirklich sehr guter Auftakt der Reihe rund um die Kindersoldaten.
Sehr gut ausgearbeitete Charaktere, ein flüssiger sehr gut zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die viel Spannung enthält und deren dystopische Welt recht bedrückend und auch düster beschrieben ist, haben mir hier tolle Lesestunden beschert und machen Lust auf Band 2.
Wirklich zu empfehlen!

 

Ich danke dem Verlag und der NAB für das bereitgestellte eBook!

 

 

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