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Interview mit Sabrina Wolv – Blogtour „Verlagshaus el Gato stellt vor“ [Blogtour Tag 2]

Hallöchen meine lieben Blogtour – Leser,

ich heiße euch Willkommen zum heutigen Tag 2 unserer Blogtour

„Verlagshaus el Gato stellt vor“

Gestern sind wir bei Sandra gestartet, dort konntet ihr das Buch „Nummer 365: Die Lichtbringer“ von Sabrina Wolv genauer kennenlernen.
Morgen zieht die Tour dann weiter zu Eva, die euch „Eine Samtpfote für Paul?“ genauer vorstellen wird.

Den gesamten Tourplan könnt ihr hier nachlesen.

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Bei mir gibt es heute ein Interview mit der Autorin von „Nummer 365: Die Lichtbringer“, Sabrina Wolv.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und Kennenlernen der Autorin.

Hallo liebe Sabrina,

ich freue mich, dass ich dir für unsere Blogtour ein paar Fragen stellen darf.

Wie geht es dir denn gerade?
Hallo Manja, ich bin immer ein bisschen aufgeregt, wenn ich interviewt werde. Schließlich habe ich noch nicht sehr viel Erfahrung darin und befürchte deshalb, ich könnte irgendwas Blödes antworten. Andererseits bin ich auch super gespannt auf deine Fragen und freue
mich darauf sie zu beantworten.

Magst du dich zu Anfang vielleicht mal kurz vorstellen? Wer verbirgt sich hinter Sabrina Wolv?
Klar, gerne. Sabrina Wolv ist nur mein Pseudonym. Tatsächlich heiße ich Sabrina Peschke, bin 25 Jahre alt, wohne in der Nähe von München und schreibe momentan Romane und Krimidinner.
Hinter meinem Pseudonym verberge ich mich eigentlich nicht. Ich finde es nur praktischer, denn ich möchte, dass meine Leser mich wiedererkennen. Auch dann wenn ich meinen Nachnamen Peschke einmal abgelege.

Im Juni ist dein Roman „Nummer 365: Die Lichtbringer“ im Verlagshaus el Gato erschienen. Kannst du ganz kurz zusammenfassen worum es in deinem Buch geht?
In meinem Roman begleitet man den traumatisierten Jungen Strudel durch eine düstere Zukunft. Er wird als Kind von der Armee der Lichtbringer in die Akademie verschleppt und soll dort zum Elitesoldaten ausgebildet werden. Während die Lichtbringer alles daran
setzen, Strudel für ihre Zwecke auszunutzen, muss er sich seinen Ängsten stellen, um sein Leben und das seiner Freunde zu retten. Es geht um Überleben, Krieg und Trauma.  Aber auch ums Erwachsen werden, um das Bewältigen der eigenen Abgründe und um tiefe Freundschaft.

Wie kam dir die Idee zu diesem doch ungewöhnlichen Buch?
Es ist mir ein bisschen peinlich, denn es klingt kitschig und total abgedroschen. Aber es war tatsächlich ein Traum. In diesem Traum kam Strudel vor. Ein verängstigter Junge, der es nicht ertrug, wenn andere ihn berührten. Ausgerechnet dieses traumatisierte Kind sollte zu einem Soldaten ausgebildet werden. Die Idee hat mich nach dem Aufwachen nicht losgelassen. Ich fand den Charakter so interessant und wollte unbedingt seine Geschichte erzählen.

Dein Protagonist Strudel ist ja erst 6 Jahre alt. Hat es einen bestimmten Grund, dass du ihn so jung gestaltet hast oder kam das durch deine Geschichte?
Irgendwie beides. Als ich die ersten Szenen geschrieben habe, war Strudel gleich relativ jung. Über das genaue Alter habe ich dann lange nachgedacht und mich schließlich für sechs entschieden. Das hat mehrere Gründe. Einerseits finde ich das Alter realistisch, da auch heutige Kindersoldaten früh ‚rekrutiert‘ werden. Kleine Kinder sind schlicht noch leichter zu beeinflussen. Andererseits lege ich auch großen Wert auf die Entwicklung meiner Charaktere und wollte Strudels möglichst von Anfang an zeigen. Und schließlich kannte ich ein solches Konzept noch nicht von anderen Dystopien und wollte damit etwas Neues ausprobieren.

Würdest du denn gerne mit Strudel tauschen wollen und sein Leben erleben wollen?
Oh nein. Auf keinen Fall. Der arme Kerl muss so viele furchtbare Dinge erleben und wächst in einer schrecklichen Welt voller Krieg und Zerstörung auf. Darauf verzichte ich gerne. Das einzig wirklich gut an seinem Leben sind seine großartigen Freunde und die habe ich zum Glück auch in meinem eigenen Leben.

Steckt in deinen Charakteren viel von dir selbst oder sind es eher die Einflüsse von außen, die du hier einfließen lässt?
Das kommt beides vor. Ein paar Figuren ähneln Menschen die ich kenne und viele meiner Charaktere haben einen kleinen Teil von mir selbst in sich. Das sind aber nur Kleinigkeiten. Zum Beispiel reibe ich wie Strudel meine Hände, wenn ich nervös bin, oder spiele wie Finan gerne
Brettspiele. Viele dieser Kleinigkeiten entstehen unbewusst und fallen mir erst im Nachhinein auf. Andere baue ich bewusst ein. Denn es fällt mir leichter mich in ‚schwierige‘ Figuren hineinzuversetzen, wenn ich etwas habe, das mich mit ihnen verbindet.

Wie lange hat es gedauert bis die Geschichte um Strudel fertig geschrieben war? Also von der ersten Idee bis zum fertigen Buch.
Etwa drei Jahre. Mit der Geschichte begonnen habe ich im Dezember 2013. Fertig geschrieben war sie im Februar 2015. Bis zum Sommer 2015 habe ich das Manuskript in verschiedenen Durchläufen überarbeitet und bin danach auf Verlagssuche gegangen. Im März 2016 habe
ich beim ‚Meet and Greet‘ auf der Leipziger Buchmesser meinen Verlag, das Verlagshaus el Gato getroffen. Bis zum Vertragsabschluss dauerte es bis Ende Juni. Anschließend habe ich etwa ein Jahr lang, mit dem Verlag zusammen, am Manuskript gearbeitet, bis im Juni 2017 dann der fertige Roman für die Leser bereitlag. Eine lange, aber auch großartige Zeit!

Bist du eigentlich hauptberuflich Autorin oder gehst du noch einem „Brotjob“ nach?
Ich habe Soziale Arbeit studiert und bin nun halbtags als Sozialarbeiterin an einer Grundschule tätig. Mein ‚Brotjob‘ ist großartig, gibt mir die Tagesstruktur, die ich zum Schreiben brauche und lässt mir trotzdem noch genug zeitlichen Freiraum für mein Autorenleben. Das ist ziemlich optimal.

Wie bist du zum Schreiben gekommen? Gab es einen Auslöser oder kam es einfach so?
Ich war wohl das, was man ein ‚fantasiebegabtes‘ Kind nennt. Geschichten habe ich mir schon immer ausgedacht, habe sie meinen Eltern diktiert oder als Theaterstück aufgeführt. Dass ich dann wirklich Autorin werden wollte, kam glaube ich daher, dass ich Legasthenikerin bin. Ich dachte lange, dass ich einfach zu blöd zum Lesen und Schreiben bin und dass Autorin sein so ziemlich das Letzte ist, was ich als Erwachsene machen könnte. Und naja … Man will ja meistens das, was man nicht haben kann. Also wurde „Autorin“ werden‘ mein großer Kindheitstraum. (Neben Tierärztin werden und in einer Pferdekutsche um die Welt reisen, um kostenlos Tiere zu behandeln. Damit hat es komischerweise bisher nicht geklappt .) Dass er nun in Erfüllung gegangen ist, ist der totale Wahnsinn. Für mich der Beweis dafür, dass man sich von so Kleinigkeiten wie einer Legasthenie, nicht von seinen Träumen abhalten lassen darf.

Woher nimmst du deine Ideen fürs Schreiben?
Das ist sehr unterschiedlich. Träume, reale Erlebnisse, Zappen durchs Fernsehprogramm – alles kann eine Inspiration sein.

Wenn du schreibst wie gehst du da vor? Plottest du alles durch oder schreibst du einfach drauf los? Und was steht zuerst, der Anfang oder doch eher das Ende?
Bei mir steht zuerst der Anfang und dann das Ende. Dazwischen plotte ich weitmaschig. Sprich: Die wichtigen Punkte sind am Anfang schon festgelegt, aber ich lasse auch genug Platz für spontane Ideen oder Umwege. Schließlich brauchen meine Charaktere genug Raum, um lebendig zuwerden.

Hast du bestimmte Abläufe beim Schreiben? Brauchst du zum Beispiel Musik oder muss es vollkommen still sein?
Ich schreibe in meinem Arbeitszimmer und brauche unbedingt Ruhe. Außerdem hilft es mir sehr, wenn ich eine relativ feste Schreibzeit habe. Beim Nachdenken brauche ich etwas, an dem ich herumknabbern kann. Meistens sind das Tic Tacs.

Gab es in deinem Leben ein Ereignis das dich in deinem Denken stark beeinflusst hat bzw. das du mit deinem heutigen Wissen anders gemacht hättest?
Hm… Ich denke, es hat meine Persönlichkeit stark beeinflusst, dass ich Pfadfinderin und Legasthenikerin bin. Pfadfinderin würde ich immer wieder werden, denn dadurch habe ich wahnsinnig viel gelernt, richtig coole Sachen erlebt und heute unheimlich tolle Freunde.
An meiner Legasthenie könnte ich ja nichts ändern, aber selbst wenn, würde ich sie behalten. Ich glaube, sie hängt eng mit meiner Kreativität zusammen und außerdem habe ich durch sie gelernt mich durchzubeißen. Beides Fähigkeiten, die man als Autorin wirklich
gut gebrauchen kann. Aber eins würde ich meinem Grundschul-Ich gerne raten: Versuch nicht deine Legasthenie
zu verstecken. Sie gehört einfach zu dir und es gibt wirklich Wichtigeres im Leben als Rechtschreibung!

Was machst du neben dem Schreiben? Wie entspannst du dich?
Einmal bin ich, wie gesagt, seit meiner Jugend Pfadfinderin. Ich leite die Wölflinge, eine unserer Kinderstufen und bin deshalb oft für Aktionen unterwegs. Wir machen gemeinnützige Arbeit, Ausflüge und gehen Zelten. Außerdem trainiere ich schon seit fast 10 Jahren historischen europäischen Schwertkampf im Sportverein. Ansonsten spiele ich unheimlich gerne Brettspiele und lese, wann immer ich Zeit habe – besonders gerne in der Badewanne.

Was liest du eigentlich selbst gerne? Greifst du dann eher zu eBooks oder liest doch noch eher ganz klassisch Printromane?
Ich lese bisher immer Printausgaben. Bei einem E-book, fehlen mir die besonderen Kleinigkeiten. Zum Beispiel das Umblättern, das Lesezeichen reinlegen, das in der Tasche herumschleppen und das am Ende ins Regal stellen.
Ich lese besonders gerne Fantasy und Dystopien. Auch gerne als Jugendbuch. Außerdem bin ich ein großer Fan von historischen Romanen. Besonders denen von Rebecca Gablé.

Hast du Idole? Wenn ja, wen?
Den Pfadfindergründer Robert Stephenson Smyth Baden-Powell of Gilwell (Ja, ein fruchtbar langer Name. Wir Pfadfinder nennen ihn deshalb kurz BP).
Und die Autorinnen J.K. Rowling, Suzanne Collins und Rebecca Gablé.

Stell dir vor du darfst einen Autor / eine Autorin interviewen. Wen würdest du wählen und warum?
Ich denke, ich wähle Suzanne Collins. Sie ist von meinen Lieblingsautorinnen diejenige, die ebenfalls Dystopien schreibt. Vielleicht würde sie mir ja noch ein paar gute Tipps geben.

Lass uns mal in die Zukunft blicken. Darfst du schon etwas über zukünftige Projekte verraten?
Nun das Nächste, was von mir veröffentlicht wird, ist mein Jack the Ripper-Krimidinner ‚Der Herbst des Schreckens‘. Es sollte im September erscheinen. Außerdem schreibe ich zurzeit an meinem Romanprojekt mit dem Arbeitstitel ‚Der Abendstern‘. Viel kann ich davon noch nicht verraten, aber Leser von ‚Nummer 365 – Die Lichtbringer‘ werden vielleicht einen Zusammenhang erkennen 😉 Es handelt sich nämlich um den zweiten Teil, der die Geschichte abschließen soll.
Es bleibt also spannend!

Liebe Sabrina, ich danke dir für deine Zeit und deine Antworten :).
Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, deine interessanten Fragen zu beantworten, liebe Manja. Ich war am Anfang wohl völlig umsonst nervös.
Danke für das spannende Interview!

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Eckdaten zum Buch:

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 957 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 292 Seiten
Verlag: Verlagshaus el Gato (17. Juli 2017)
Sprache: Deutsch

Das Buch könnt ihr als Kindle Version, ePub oder Taschenbuch kaufen.

Hier findet ihr es beim Verlag

 

Kurzbeschreibung
„Das hier ist die Akaemie. Dein neues Zuhause. Du kannst dich geehrt fühlen, Soldat. Von heute an gehörst du zu den Lichtbringern.“
Strudel fühlte sich nicht geehrt, Strudel hatte Angst.
Das Lebenserhaltungssystem Eden, ist die einzige Zuflucht der Menschheit. Als der sechsjährige Strudel seinen tyrannischen Onkel tötet, wird der Junge von der Armee der Lichtbringer in die Akademie verschleppt. Dort soll er in einem tödlichen Training zum Soldaten ausgebildet werden. Gemeinsam mit seinen Freunden muss Strudel fortan ums Überleben kämpfen. Doch welche geheimen Ziele verfolgen die Lichtbringer und was verbirgt sich hinter ‚Projekt Neshamah‘?
Kann Strudel seine Vergangenheit hinter sich lassen?
Kann er seine Freunde retten?
Wird er überleben?

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Das Gewinnspiel

Die Gewinne:

Preis 1:
Originalzeichnung aus „Eine Samtpfote für Paul?“ + Buch in Print

Preis 2:
Überraschung „Eine Samtpfote für Paul?“ + das Buch in Print

Preis 3:
1 x „Nummer 365: Die Lichtbringer“ in Print + Stoffbeutel

Preis 4:
Überraschung „Nummer 365: Die Lichtbringer“ + Das Buch in Print

 

Um die Chance auf einen der Preise zu haben beantwortet bitte die nachstehende Tagesfrage in den Kommentare hier unter dem Tourbeitrag.

Bewerben könnt ihr euch bis einschließlich 03.09.2017!

Die Gewinner werden dann auf www.netzwerk-agentur-bookmark.com bekanntgegeben.

Tagesfrage:

In „Nummer 365: Die Lichtbringer“ ist der Protagonist gerade 6 Jahre alt. Was haltet ihr von so jungen Charakteren? Findet ihr das gut oder mögt ihr lieber Ältere?

 

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden!

 

13 Gedanken zu „Interview mit Sabrina Wolv – Blogtour „Verlagshaus el Gato stellt vor“ [Blogtour Tag 2]

  1. Hallo liebe Manja,

    bin bei der Blogtour dabei, weil mich das Kinderbuch neugierig gemacht hat.

    Das heutige Interview finde ich klasse, ich finde Protagonisten können jedes Alter haben, muss halt immer zur Geschichte passen.

    Wünsche dir einen schönen Abend.
    LG Sonja

  2. Wenn die Geschichte einfach von Anfang an interessant und spannend erzählt ist kann ich mich auch in so einen jungen Protagonisten hineinversetzen oder einfach auch nur mitfühlen! Die Story und das Geschriebene im Umsetzen muss einfach Haargenau passen.

    VLG Jenny

  3. Guten Morgen Manja,

    Ganz junge Protagonisten haben einen sehr grossen Vorteil: sie reduzieren die grundproblematik auf das wesentliche, sodass man klarer sieht. In der Psychologie ist es nicht anders. Noch dazu hat dies einen emotionaleren Faktor. Was zu bedenken wäre, wäre die Authentizität des Jungen, nicht dass er denkt und handelt wie ein erwachsener.

    Ein sehr schönes Interview!
    Liebe Grüsse

    Giulia

    1. Hallo Giulia,
      Glückwunsch zum Gewinn!

      Freut mich sehr, dass dir das Interview gefallen hat und du dir schon so viele Gedanken über meinen Roman gemacht hast.

      Ich denke, er ist bei dir in den allerbesten Händen!

      Fabelhafte Grüße
      Sabrina

  4. Ich mag lieber ältere, schon vom Leben gezeichnete Charaktere. Sie besitzen in meinen Augen eine größere Glaubwürdigkeit. Wobei Kinder sie auch haben. Was ich absolut nicht mag sind Teenager, die innerhalb von Wochen zum Helden mutieren und dann alle Waffen beherrschen und jeden erfahrenen Kämpfer plötzlich besiegen.

  5. Hey!

    Mich stört ein junger Protagonisten prinzipiell nicht, jedoch bin ich es gewöhnt dass die meisten bzw fast alle bücher die ich lese Erwachsene Protagonisten bzw zumindest Jugendliche Protagonisten sind 😊
    Ich kann mich leichter in ältere hineinversetzen.

    Liebe grüße Carina

  6. Hallo ,

    vielen Dank für den interessanten Interview.
    Ich mag auch jungeren Protagonisten aber die müssen
    passen zu Geschichte .

    Liebe Grüße Margareta (Stern44 )

  7. Hallo und vielen Dank für diesen interessanten Beitrag zur Blogtour! Ich finde generell Protagonisten an der Schwelle zum Erwachsenwerden am spannendsten, aber ich kann mir auch vorstellen, dass ein sehr junger Protagonist eine interessante Konstellation für eine Story ist und viel Raum für Charakterentwicklung lässt, vielleicht mehr, als bei älteren Charakteren.

    Viele liebe Grüße
    Katja

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