Gelesen: „Angels Fall“ von Susanne Leuders

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2251 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 257 Seiten
Verlag: Verlagshaus el Gato (7. Januar 2016)
Sprache: Deutsch

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Die siebzehnjährige Amelie von Engelsbach hat alles, was man für einen Start in ein vermeintlich erfolgreiches Leben braucht: Ein finanzstarkes Elternhaus, das ihr neben dem traditionsreichen Namen eine exzellente Ausbildung garantiert und die Tür zur Welt der Schönen und Reichen öffnet.
Nach einem Unfall gerät Amelies Welt allerdings vollkommen aus dem Ruder und sie verliert sich in einer selbst gewählten Isolation.
Von Angel:
„Ab und zu starre ich auf diese Buchstaben an der Wand im Mädchenklo und weine ohne Tränen in mich hinein.“
Amelie nennt sich lieber Angel, läuft mit Second-Hand-Klamotten herum und rebelliert, wo sie nur kann. Dementsprechend herrscht zu Hause ständig dicke Luft. Völlig allein gelassen bringt sie sich selbst immer wieder in gefährliche Situationen.
Von Angel:
„Wenn ich da morgens liege und mir vor Angst das Adrenalin durch den Körper jagt, dann spüre ich wenigstens für einen kleinen Augenblick, dass ich noch lebe …“
Im Internet lernt sie Striker kennen, mit dem sie täglich chattet. Er gibt ihr Halt und wird zu ihrem einzigen Freund. Als sie während eines Treffens erfährt, wer wirklich hinter diesem Nickname steckt, droht auch diese Freundschaft zu zerbrechen.
Von Striker:
„Pffff, was soll ich dazu sagen? Angel, jetzt mal ehrlich! Findest du nicht, dass das ein bisschen krank ist?“
Doch dann erschüttert die nächste Katastrophe Amelies Leben und ihr wird klar, dass sie außer Striker niemanden hat, der zu ihr steht.
Der Junge hat allerdings seine eigenen Probleme. Auch er verbringt einen Teil seiner Freizeit im Internet. Dort gerät er an einen ziemlich üblen Typen, der ein Spiel vorschlägt, das nicht nur Striker in höchste Lebensgefahr bringt.
„Du oder ich, Striker? Wir sind die Letzten …“
(Quelle Verlagshaus el Gato)

Von Susanne Leuders kannte ich bisher erst einen Roman. Nun hatte ich die Chance „Angels Fall“ aus ihrer Feder zu lesen. Das Cover hat mich auf Anhieb sehr neugierig gemacht. Und auch der Klappentext sprach mich an, also habe ich mich neugierig ans Lesen gemacht.

Die beiden Protagonisten Amelie, Angel, und Striker haben es mir nicht unbedingt einfach gemacht. Amelie hat viel durchgemacht, ihr Schicksal wird dem Leser sehr deutlich. Allerdings über ihren Hintergrund erfährt man nicht so viel, hier bleibt leider so einiges im Dunkeln. Amelie ist ein toller Mensch, ihre Zerrissenheit war für mich zu jeder Zeit spürbar. Wann immer sie kann versucht sie sich zu verstecken und zudem ist sie auch sehr wankelmütig.
Striker oder auch Lennard ist ein Typ der ziemlich genau weiß was er will. Aber auch er ist zerrissen, hat Stimmungsschwankungen, die mich manches Mal in den Wahnsinn getrieben haben.
Irgendwie fühlen sich die beiden zueinander hingezogen, doch was es wirklich ist, das sie verbindet, ist schwierig zu sagen.

Es gibt neben den beiden noch andere Charaktere. Sie fügen sich gut uns Geschehen ein, bringen jeder eigene Dinge mit ins Geschehen ein.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und hat mich vom Beginn an gefesselt. Ich habe angefangen und konnte mich der Geschichte nicht mehr entziehen.
Die Handlung selbst wird als Thriller angepriesen. Allerdings mir persönlich hat hier der Thrill doch ein wenig gefehlt. Spannung gibt es aber dennoch und zwar genug. Man fragt sich eigentlich permanent was es mit diesem Spiel, auf das nicht so viel eingegangen wird, wirklich auf sich hat. Wer wird der Nächste sein? Immer wenn ein Geheimnis gelüftet wurde gab es Neue.
Neben der Spannung gibt es auch Liebe, bzw. eine Anziehung zwischen den Protagonisten. Was es wirklich ist, was sie verbindet, es bleibt etwas unklar. Hier haben sich bei mir auch immer wieder Fragen gebildet.

Das Ende, hm, hier wusste ich nicht so ganz was ich davon halten sollte. Es waren so viele Fragen offen, es gab aber keine Seiten mehr. Umso mehr ruhte meine Hoffnung daher auf der Fortsetzung „Strikers Fall“.

Insgesamt gesagt ist „Angels Fall“ von Susanne Leuders ein Jugendthriller, der mich gefangen genommen hat.
Charaktere, die es beide nicht unbedingt leicht hatten, ein flüssiger mitreißender Stil der Autorin und eine Handlung, die zwar viel Spannung beinhaltet, in der mir aber doch der Thrill ein wenig gefehlt hatte, haben mir dennoch aber unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

 

Ich danke dem Verlag für das eBook!

 

 

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