Gelesen: „Als ich Amanda wurde“ von Meredith Russo

Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (8. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423717491
ISBN-13: 978-3423717496
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: If I was your Girl

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Über die erste Liebe und die Angst, nicht akzeptiert zu werden
Amanda Hardy hieß nicht immer Amanda. Früher war sie Andrew. Jetzt hat sie endlich die Operationen hinter sich und ist auch biologisch ein Mädchen. Bei ihrem Vater in Tennessee, wo niemand sie kennt, möchte sie ein neues Leben beginnen. Zunächst scheint das auch zu klappen: Plötzlich gibt es Freundinnen statt Mobbing und bewundernde Blicke von Klassenkameraden. Doch dann verliebt sich Amanda. So richtig. Mit Grant erlebt sie eine wunderschöne Zeit. Er vertraut ihr und eigentlich will Amanda auch ihm vertrauen und ihm von ihrem früheren Leben erzählen. Nur wie? Amanda setzt auf Zeit – ein gefährliches Spiel …
(Quelle: dtv Verlagsgesellschaft)

Der Roman „Als ich Amanda wurde“ stammt von der Autorin Meredith Russo. Es war für mich der erste Roman der Autorin und zugleich auch das erste Buch zu diesem doch speziellen Thema. Das Cover hat mich angesprochen und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte war klar, dieses muss ich lesen. Also habe ich mich neugierig ans Lesen gemacht.

Die Protagonistin hier ist außergewöhnlich. Geboren wurde sie als Andrew, nun aber heißt sie Amanda. Sie hat nach einem Selbstmordversuch eine Geschlechtsumwandlung gemacht. Nun versucht Amanda sich ein neues Leben aufzubauen, was sich aber als nicht unbedingt einfach herausstellt. Also lässt sie alles Vergangene hinter sich, fängt in einer anderen Stadt nochmals neu an. Und hier scheint es zu klappen. Amanda hat sich ganz heimlich, still und leise in mein Leserherz geschlichen. Ich mochte sie richtig gerne, sie ist stark und kämpft, vor ihr ziehe ich meinen Hut.

Die auftauchenden Nebencharaktere empfand ich alle als passend. Klar manch einen hätte ich gerne mal zum Mond geschossen, ihre Reaktionen aber sind zu jeder Zeit nachvollziehbar und verständlich. Die Autorin hat es hier verstanden alles authentisch und glaubhaft zu halten.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und flüssig zu lesen. Ich wurde hier, je weiter ich im Buch vorankam, immer mehr von der Geschichte gefangen genommen.
Die Handlung selbst hat mich ehrlich überrascht. Das Thema hier hatte ich bisher noch nie in einem Buch, auch in der Gesellschaft ist das Thema Transsexualität bzw. Transgender auch noch ein Tabu. Ich empfinde es sehr mutig von der Autorin, die selbst auch ein Transgender ist, dieses Thema in eine Geschichte wie diese hier einzubauen. Der Fokus liegt klar auf Amanda und ihre Entwicklung, es gibt aber auch eine Liebesgeschichte, die sich sehr gut ins Geschehen einfügt.
Neben dem Thema Transsexualität beschäftigt sich Meredith Russo in diesem Buch auch mit dem Erwachsen werden und auch dem zu sich selbst finden. Man begleitet Amanda auf ihrem Weg, der wirklich nicht immer einfach ist.

Das Ende fand ich sehr passend gehalten. In meinen Augen schließt es dieses Buch ab und macht es am Ende dann auch rund.

Kurz gesagt ist „Als ich Amanda wurde“ von Meredith Russo ein Roman, der mich auf ganzer Linie überzeugt hat.
Die sehr gut beschriebenen vorstellbaren Charaktere, ein flüssiger sehr angenehm zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die sich neben einem schwierigen Thema auch mit dem Erwachsen werden und dem zu sich selbst finden beschäftigt, haben mir hier tolle Lesestunden beschert und mich auch zum Nachdenken angeregt.
Wirklich zu empfehlen!

 

Mein Dank geht an den Verlag für das Vorab – Exemplar!

 

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