Rezension

Gelesen: „Die Stadt der verbotenen Träume“ von Emmi Itäranta

11. September 2017

Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Arctis Verlag (8. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3038800074
ISBN-13: 978-3038800071

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Eliana ist eine pflichtbewusste Weberin im prestigeträchtigen Haus der Spinnweben. Sie kann lesen und schreiben und sie kann träumen, eine Fähigkeit, die der »Rat« der Inselstadt strengstens untersagt. Niemand spricht über die Träumer, die in der Gesellschaft geächtet werden. Eines Tages wird ein junges Mädchen bewusstlos aufgefunden. Der einzige Hinweis auf ihre Identität ist ein Wort, das auf ihre Handfläche tätowiert wurde: Eliana. Als Eliana sich dem Geheimnis des Mädchens nähert, beginnt das Lügengebäude der Obrigkeit zu bröckeln.
(Quelle: amazon)

Der Roman „Die Stadt der verbotenen Träume“ stammt von der Autorin Emmi Itäranta. Ich wurde hier bereits sehr vom Cover angesprochen. Dann kam der Klappentext und mir war klar, ich muss dieses Buch unbedingt lesen.

Es gibt hier vielseitige, facettenreich gezeichnete Charaktere, die mir sehr zugesagt haben. Sie wirkten auf mich sehr gut ausgearbeitet und somit vorstellbar.
Eliana gefiel mir auf Anhieb. Sie ist eine tolle Persönlichkeit, man kann sich sehr gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitfiebern. Sie ist stark, muss aber auch mal mit Niederlagen fertig werden. Im Verlauf der Handlung macht Eliana eine enorme Entwicklung durch. Sie hinterfragt die Dinge, nimmt sie nicht mehr einfach so hin.

Neben Eliana gibt es noch zahlreiche andere Charaktere. Auch diese sind sehr gut gezeichnet. Sie sind nicht alle unbedingt sympathisch, jeder von ihnen bringt ganz eigene Dinge mit, die sich wunderbar ins Geschehen einfügen.

Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig und man kommt richtig gut durch die Seiten hindurch. Emmi Itäranta schreibt sehr bildhaft und detailliert, die Stadt ist vor meinem inneren Auge regelrecht zum Leben erwacht. Ich war von Anfang an im Buch gefangen und erst am Ende bin ich wieder aufgetaucht.
Geschildert wird das Geschehen aus der Perspektive von Eliana. Sie führt den Leser durch die Stadt, lässt ihn daran teilhaben an dem was sie alles erlebt.
Die Handlung selbst ist sehr gut durchdacht. Es baut sich zudem rasch Spannung auf, man will als Leser einfach wissen wie alles zusammenhängt. Es gibt einen klaren roten Faden der sich durch das Geschehen zieht, es passiert aber auch immer etwas nebenher. Dadurch wird die Handlung recht komplex.
Die Umgebungsbeschreibungen empfand ich als sehr gut. Man fühlt sich als wäre man selbst vor Ort, man erlebt das Haus der Spinnweben zum Beispiel hautnah, kann sich alles sehr gut vorstellen.

Das Ende mit der Auflösung ist sehr schlüssig und hat mir sehr gut gefallen. Ich empfand es als rund und abschließend, konnte das Buch am Ende sehr zufrieden zur Seite legen.

Letztlich gesagt ist „Die Stadt der verbotenen Träume“ von Emmi Itäranta ein Fantasyroman, der mich vollkommen gefangen genommen hat.
Sehr gut gezeichnete Charaktere, ein flüssiger sehr gut zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die rasch Spannung aufbaut und deren Beschreibungen alles zum Leben erwecken, haben mich einfach begeistert und wunderbar unterhalten.
Absolut zu empfehlen!

 

Ich danke dem Verlag und der NAB für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

 

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