Gelesen: „Was kann einer schon tun?“ von Peer Martin

Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
Verlag: Oetinger (21. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3789108677
ISBN-13: 978-3789108679
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre

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Nicht wegschauen! Lesen! Handeln! Vor dem Hintergrund der Terroranschläge in Nizza, Istanbul und Berlin führt Peer Martin vier fiktive Gespräche an vier verschiedenen Orten. Er spricht mit seinem Hund Lola, seinen drei Kindern, einem jungen somalischen Flüchtling und einer deutschen Jugendlichen. Es geht dabei um all die Fragen, die viele von uns derzeit umtreiben, und um diese: Welche Perspektiven haben Jugendliche angesichts dessen, was ihnen die Generation vor ihnen hinterlassen wird?
Ein hochaktueller, ebenso politischer wie poetischer Appell von Peer Martin, Preisträger des Deutschen Jugendliteraturpreises 2016.
(Quelle: Oetinger)

Peer Martin war mir vor diesem Buch bereits ein Begriff, habe ich doch schon andere Bücher aus seiner Feder gelesen. Daher war ich auch neugierig darauf was mich in „Was kann einer schon tun?“ wohl erwarten würde.
Der Klappentext versprach mir auf jeden Fall ein kleines aber feines Buch das sehr nah an der Realität dran ist.

Als ich das Buch in den Händen hielt war ich über das Format doch ein wenig überrascht. Es ist handlich und hat nur ein paar wenige Seiten. Und dennoch, es ist ein Buch das sich mit ganz alltäglichen Dingen beschäftigt.
Peer Martin greift hier das Thema Flüchtlinge auf, genauso wie er sich dem Klima widmet und anderen Dingen, die Jugendliche beschäftigen. Das alles wird in 4 Gesprächen behandelt, 4 Gespräche, die den Leser zum Nachdenken bewegen.

Das erste Gespräch ist zwischen einem Familienvater und dessen Hund Lola. Beide sprechen darüber wie man es schaffen kann, dass die Kinder eine bessere Welt bekommen. Was muss man tun damit dies Wirklichkeit wird? Was muss sich ändern?
Gespräch 2 ist zwischen Flüchtlingen und einem Au Pair Mädchen. Dieses Gespräch macht klar wie es ist in Deutschland Zuflucht zu suchen, wie die Menschen damit umgehen. Politik ist hier ebenfalls ein Thema.
Im dritten Gespräch kommen Flüchtlinge zu Wort. Sie beschrieben hier ihre Wege, ihre Ängste, was ihnen durch den Kopf geht. Ich persönlich fand dieses Gespräch sehr interessant.
Das letzte Gespräch findet zwischen einem Familienvater und seinem Sohn statt. Hier erfährt der Vater was der Sohn gerade an Themen in der Schule durchnimmt. Es ist alles aktuell und der Sohn meint sie wollen gemeinsam die Welt retten.

Peer Martin hat es hier geschafft, dass ich nach dem Beenden dieses Buches sehr nachdenklich gestimmt war. Vom Stil her ist sein Buch flüssig und sehr angenehm zu lesen.
Er zeigt verschiedene Sichtweisen auf, die sehr ungewöhnlich sind, ihre Wirkung aber dennoch nicht verfehlen. Eher im Gegenteil, es tauchen Fragen auf, die zwar unbequem sein mögen, trotzdem aber doch jeden beschäftigen, irgendwie.

Insgesamt gesagt ist „Was kann einer schon tun?“ von Peer Martin ein kleines Buch, das den Leser nachdenklich stimmt.
Mit kleinen Gesprächen stellt er sich hier ganz alltäglichen Dingen, widmet sich Themen, die jeden angehen. Er hinterlässt Fragen, zum Teil vielleicht unbequem, doch sie verfehlen ihre Wirkung nicht. Eher im Gegenteil.
Sehr zu empfehlen!

 

Ich bedanke mich beim Verlag und der NAB für das bereitgestellte Rezensionsexemplar und die Leserunde!

 

1 Kommentar zu „Gelesen: „Was kann einer schon tun?“ von Peer Martin“

  1. Liebe Manja,

    danke für deine schöne Rezension 🙂 Ich kann dir in allen Punkten zustimmen. Ein kleines Büchlein, mit viel Kraft , was sehr zum Nachdenken anregt. Ich habe das Buch schon vor einer Weile gelesen, aber erst heute die Rezi dazu geschrieben. Es sind Themen, die derzeit nicht aktueller sein können, aber umso wichtiger, dass man sie anspricht. Auf jeden Fall ein tolles Büchlein 😉

    Ich habe deine Rezi übrigens in meiner verlinkt, wenn du das nicht möchtest, einfach eine kurze Rückmeldung geben 🙂

    Liebe Grüße und einen schönen Abend.
    Caterina

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