Gelesen: „Mordswetter (Hauptkommissar Christian Bär und Reporterin Roberta Hennig)“ von Uli Aechtner

Taschenbuch: 224 Seiten
Verlag: Emons Verlag (24. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3740801603
ISBN-13: 978-3740801601

Nach einem heftigen Gewitter wird auf einem Frankfurter Campingplatz die Leiche einer jungen Frau gefunden – wurde sie vom Blitz getroffen, oder war es Fremdeinwirkung? Bei den Ermittlungen trifft Hauptkommissar Christian Bär seine alte Flamme Roberta Hennig wieder – doch die interessiert sich mehr für den Gewitterfotografen Maik, den Freund der Verstorbenen. Als wenig später eine weitere Leiche gefunden wird, glaubt Bär nicht länger an tödliche Blitzschläge. Er fürchtet um Robertas Leben …
(Quelle: Emons Verlag)

Der Krimi „Mordswetter“ stammt von der Autorin Uli Aechtner. Mir war die Autorin bisher vollkommen unbekannt. Ich bin jetzt nicht der typische Krimileser, hier aber hat mich der Klappentext doch sehr angesprochen. Also habe ich mich neugierig auf dieses Buch gestürzt.

Die Charaktere fand ich richtig gut beschrieben. Man trifft hier als Leser auf einige sehr verschiedene, die Mischung empfand ich als gelungen.
Christian Bär ist der Hauptkommissar. Er ist Single, ein durchaus überzeugter, der den Leser quasi an die Hand nimmt. Christian ist ein herzensguter Mensch, der sich rührend um seine Schwester und dessen Tochter Amelie kümmert.
Roberta spielt ebenso eine größere Rolle. Sie ist eine ehemalige Flamme von Christian. Vom Beruf ist sie Journalistin, nebenher arbeitet sie noch beim Wetterdienst. Wenn es um einen gute Geschichte geht oder aber auch um tolle Fotos, Roberta ist immer dafür zu haben. Auch sie mochte ich ganz gerne.

Die Nebencharaktere gefielen mir ebenso sehr gut. Sie sind gut gewählt und passen richtig gut ins Geschehen hinein. Hier entscheidet man als Leser für wen man Sympathien entwickelt und für wen eher nicht.

Der Schreibstil der Autorin ist gut und sehr angenehm zu lesen. Man findet sich gut im Geschehen ein, kann ohne Probleme folgen und es ist alles gut zu verstehen.
Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven. Ich muss zugeben, gerade am Anfang haben diese mich irgendwie doch verwirrt. Ich habe daher einige Zeit gebraucht um wirklich anzukommen.
Die Handlung beginnt direkt sehr spannend. Diese Spannungskurve wird in meinen Augen aber nicht immer konstant oben gehalten. Klar, ich empfand alles als sehr interessant und wirklich gut beschrieben im Geschehen, dennoch aber flaute mir die Spannung zwischendrin doch das ein oder andere Mal ab. Diese Passagen aber dauern nie lange an, meist schließt sich direkt etwas an, das die Spannung wieder steigen lässt.
Die Umgebungsbeschreibungen sind der Autorin gelungen. Somit wird die Handlung greifbar, man kann sich alles sehr gut vor Augen vorstellen.

Das Ende ist schlüssig und hat mir gefallen. Hier wird alles gut aufgelöst, es wirkte auf mich rund und zufriedenstellend.

Insgesamt gesagt ist „Mordswetter“ von Uli Aechtner ein Krimi, der mir sehr gut gefallen hat.
Gut beschriebene, vorstellbare Charaktere, ein angenehmer gut zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die bis auf ein paar Stellen schon spannend gehalten ist und deren Umgebungsbeschreibungen die Kulisse zum Leben erweckt haben, haben mir hier sehr schöne Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

Diese Website benutzt Google Analytics. Bitte klicke hier wenn Du nicht möchtest dass Analytics Dein Surfverhalten mitverfolgt. Hier klicken um dich auszutragen.