Rezension

Gelesen: „Weißzeit“ von Christoffer Carlsson

Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Dressler (25. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3791500597
ISBN-13: 978-3791500591
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Originaltitel: October is the coldest month

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Rasiermesserscharf und atemberaubend: Vega Gillberg ist 16 Jahre alt, als die Polizei an ihre Tür klopft. Sie ist auf der Suche nach Vegas Bruder Jakob, der des Mordes verdächtigt wird. Doch Jakob ist verschwunden, Vega hat seit Tagen nichts mehr von ihm gehört. Hat er wirklich etwas mit dem Verbrechen zu tun? Vega macht sich in der harten Wildnis Schwedens auf die Suche, taucht immer tiefer in die Geschichten der Menschen um sie herum ein, die alle miteinander verbunden sind, und entdeckt ein dunkles Geheimnis.
(Quelle: Dressler)

Bisher war mir der Autor Christoffer Carlsson komplett unbekannt. Nun durfte ich sein neuestes Werk „Weißzeit“ lesen. Das Cover gefiel mir auf Anhieb und der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Also begann ich gespannt mit dem Lesen.

Die Charaktere sind soweit gut gezeichnet. Man kann sie sich doch gut vorstellen und von den Handlungen her ist es so einigermaßen nachvollziehbar.
Vega ist die Protagonistin hier. Sie ist 16 Jahre alt und auf der Suche nach ihrem Bruder Jakob. Ich empfand Vega mit ihrer Einstellung ein wenig zu kindisch. Zigaretten und auch Alkohol gegenüber ist Vega nicht abgeneigt, was aber irgendwie nicht zum angesprochen kindischen passt. Es wird hier doch das ein oder andere Mal sehr deutlich erwähnt. Ob es jetzt mit 16 wirklich das Wahre ist muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich empfand es als okay, immerhin ist Vega ja auch kein richtig kleines Kind mehr.

Die anderen Charaktere bleiben recht blass. Ich hätte wirklich gerne mehr über den ein oder anderen erfahren wollen, einige Interessante sind hier durchaus dabei.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und gut zu lesen. Ich war recht schnell drin und konnte der Handlung so gut folgen.
Das Geschehen selbst ist nicht ganz so wie man es sich vom Klappentext her erwartet. Es wird hier als spannender Jugendroman betitelt. Das ist er jedoch nicht so ganz. Ein Jugendbuch ist es, das stimmt aber die Spannung schwankt hier doch ein wenig. Es gibt immer wieder Situationen, wo sie nachlässt, um dann wenig später wieder anzuziehen. Zwischendrin zieht es sich daher auch leider etwas.
Als Leser verfolgt man hier die Suche von Vegas Bruder Jakob. Diese geht ein wenig schnell vonstatten, hier hätte ich gerne etwas mehr gehabt. Sonst aber werden hier auch Themen angesprochen, die schon interessant gehalten sind. So gibt es Informationen zum Land und seinen Leuten. Ich konnte mir dieses schon gut vorstellen. Aber auch hier gilt, es hätte gerne etwas mehr sein dürfen.

Das Ende ist gut so wie es ist. Es ist ja ein relativ kurzes Buch, von daher passt es, schließt gut ab und macht alles letztlich rund.

Insgesamt gesagt ist „Weißzeit“ von Christoffer Carlsson ein Jugendroman, der meinen Erwartungen nicht gerecht werden konnte.
Charaktere, die soweit gut ausgearbeitet sind, ein flüssiger Stil des Autors und eine Handlung, deren Spannungskurve sehr schwankt und in dem Themen angesprochen werden, die Jugendliche schon auch interessieren, lassen mich zwiegespalten zurück. Der Autor verschenkt hier doch einiges an Potential.
Schade!

 

Ich danke dem Verlag und der NAB für das zugesandte Rezensionsexemplar!

 

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