Rezension

Gelesen: „Immer diese Herzscheiße“ von Nana Rademacher

25. September 2017

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Ravensburger Buchverlag (23. August 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3473401374
ISBN-13: 978-3473401376
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

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Die 15-jährige Sarah lebt im Stuttgarter Hallschlag. Da wo niemand sein will. Da wo man nie rauskommt, egal wie sehr man sich anstrengt. Ihr Berufswunsch: Hartz IV. Ihre Hobbies: klauen, trinken, Spaß haben. Zukunft: völlig egal. Jemand wie sie hat sowieso keine Chance. Dann wird sie beim Dealen erwischt und ihr Lehrer stellt ihr ein Ultimatum: Entweder sie macht bei einem Theaterprojekt mit oder sie fliegt von der Schule. Widerwillig wagt sich Sarah in eine ihr völlig fremde Welt. Doch als sie Paul kennenlernt, wird ihr klar, dass es vielleicht doch ein paar Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt.
(Quelle: Ravensburger Buchverlag)

Von Nana Rademacher kannte ich vor diesem Buch bereits ein anderes. Nun also durfte ich „Immer diese Herzscheiße“ aus ihrer Feder lesen. Das Cover gefiel mir richtig gut und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Also habe ich mich gespannt ans Lesen gemacht.

Die Charaktere hat die Autorin hier richtig gut gezeichnet.  Auf mich wirkten sie vorstellbar und glaubhaft dargestellt.
Sarah hat bereits einiges durchmachen müssen. Für sie ist es ganz normal auf der Straße zu leben, hier rumzustreunen, mit Drogen in Kontakt zu kommen oder auch zu klauen. Irgendwie ist ihr nichts wichtig, was ich gerade am Anfang doch schade fand. Doch dann verändert sich etwas, Sarah verändert sich. Sie ist gar nicht so oberflächlich wie es den Anschein macht, macht sich doch auch Gedanken um so einige Dinge. Ein wenig rebellisch ist sie vielleicht, sonst aber ein wirklich toller Mensch, die man einfach gerne haben muss.

Die anderen in der Geschichte vorkommenden Charaktere sind auch richtig gut gelungen. Man kann sie sich alle richtig gut vorstellen, jeder bringt so ganz eigene Dinge mit ins Geschehen hinein.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker und flüssig zu lesen. Ich wurde hier rasch ins Geschehen hineingezogen und verfolgte Sarahs Weg gespannt und neugierig.
Die Handlung spricht besonders Jugendliche sehr an. Aber auch als Erwachsener kann man viel aus dem Buch mitnehmen. Mich hat das Thema sehr angesprochen. Es war sehr interessant zu lesen wie Sarah ihren Weg geht, wie sie herausfindet was sie wirklich will, wer sie selbst ist. Nach außen hin wirkt hier alles oberflächlich, man muss hier aber auch zwischen den Zeilen lesen um zu verstehen. Das ist etwas, was die Autorin hier besonders gut versteht. Sie schafft es den Leser zum Nachdenken zu bewegen, sie zeigt auf das es immer irgendwie Hoffnung gibt auch wenn alles noch so aussichtslos scheint. Eben wie bei Sarah hier.  Man muss sich aber auf das Geschehen einlassen, sich öffnen und fallen lassen.

Das Ende ist in meinen Augen gelungen. Es passt wirklich gut zur Gesamtgeschichte hier, schließt diese richtig gut ab und macht sie rund. Und nach dem Beenden bleibt das Buch auch im Gedächtnis zurück.

Abschließend gesagt ist „Immer diese Herzscheiße“ von Nana Rademacher ein Buch, das sicherlich nicht nur Jugendliche bewegt, sondern auch Erwachsene erreichen kann.
Authentisch wirkende Charaktere, ein leicht und flüssig zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als sehr tiefgründig empfand und die mich sehr berührt und bewegt hat, haben mir hier wirklich tolle Lesestunden beschert und mich überzeugt.
Absolut zu empfehlen!

 

Ich bedanke mich beim Verlag und der NAB für das bereitgestellte Rezensionsexemplar und die Leserunde!

 

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