Gelesen: “Am Abgrund des Himmels” von Sue-Ellen Pashley

Gebundene Ausgabe: 376 Seiten
Verlag: Gulliver von Beltz & Gelberg (10. Juli 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3407749236
ISBN-13: 978-3407749239
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre
Originaltitel: Aquila

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Das Letzte, was Grace nach ihrem Umzug von Sydney nach Bruny Island will, ist, sich neu zu verlieben. Der Faszination des Nachbarsjungen Nick kann sie sich jedoch nicht entziehen. Als er Grace vor dem sicheren Tod bewahrt, offenbart sich sein Geheimnis: Nick ist ein Gestaltwandler – er kann sich in einen Adler verwandeln. Aber er darf keine Beziehung mit einem gewöhnlichen Menschen eingehen. Ist ihre Liebe zum Scheitern verurteilt? Weder Nick noch Grace wollen das akzeptieren …
Ein überwältigender Roman voller Tragik und Leidenschaft – von ungeahnten Kräften und darüber, wie wahre Liebe alle Abgründe überwindet.
(Quelle: Beltz & Gelberg)

Der Roman „Am Abgrund des Himmels“ stammt von der Autorin Sue-Ellen Pashley. Es ist der erste Roman der Autorin, den ich auf Deutsch gelesen habe. Sowohl das Cover als auch der Klappentext haben mich hier wirklich sehr angesprochen und so begann ich ziemlich flott mit dem Lesen.

Die Charaktere in diesem Buch sind der Autorin gut gelungen. Sie wirkten auf mich gut beschrieben und von den Handlungen her nachvollziehbar. Man kann sie sich sehr realistisch vorstellen.
Grace und Nick übernehmen hier die Protagonistenrolle m Geschehen. Hier fällt auf, eigentlich dürfte es die beiden so als Paar gar nicht geben. Grace ist nämlich ganz normal, sie ist ein Mädchen wie es tausende gibt. Sie leidet unter einem gebrochenen Herzen, hat sie doch bei ihrem Ex-Freund Ben so einiges durchmachen müssen.
Nick ist jemand der sich hier gegen seinen Vater stellen muss. Denn er hat sich in Grace verliebt, auch wenn es nicht wirklich einfach ist. Er muss einen Schritt gehen der sehr drastisch ist.
Die beiden haben hier wirklich was von Romeo und Julia. Einerseits wollen sie zusammensein, irgendwie aber geht es doch nicht so richtig.

Die Nebenfiguren dieser Geschichte sind ebenso sehr gut ausgearbeitet. Auch sie konnte ich mir so gut vorstellen und die Handlungen waren für mich verständlich gehalten.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und angenehm zu lesen. Ich bin, auch aufgrund der recht kurzen Kapitel, sehr flott durch die Seiten gekommen und konnte problemlos folgen.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Sichtweisen von Nick und Grace. Für beide hat die Autorin die Ich-Perspektive verwendet, die ich als sehr passend empfand. Man lernt die beiden so einfach noch viel besser und intensiver kennen. Zwischendrin gibt es auch noch ein paar Einsichten von Nicks Vater, die sich gut einfügen.
Die Handlung selbst beginnt richtig interessant. Allerdings verliert sich die Spannung dann doch im Mittelteil. Die Lovestory nimmt dann einen doch zu großen Raum ein, drängt so die Idee mit den Gestaltwandlern merklich in den Hintergrund. Die Gemeinschaft der Adler empfand ich als interessant, hier hätte ich gerne noch viel mehr erfahren wollen, diese Idee empfand ich als wirklich spannend.

Erst gen Ende zieht dann die Spannungskurve insgesamt wieder merklich an. Somit klingt das Buch dann doch nicht nur so aus.

Das Ende ist eher durchwachsen, da ich hier das Gefühl hatte ein paar Dinge sind noch offen. Besonders bei einem Handlungsstrang hätte ich mir persönlich einen besseren Abschluss gewünscht.

Zusammengefasst gesagt ist „Am Abgrund des Himmels“ von Sue-Ellen Pashley ein Fantasyroman, von dem ich mir doch um Einiges mehr erhofft hatte.
Gut gezeichnete Charaktere und ein angenehm zu lesender Stil der Autorin stehen hier einer Handlung gegenüber, deren Fokus sich klar gegen Spannung dafür mehr auf Liebe ausrichtet. Hier verschenkt die Autorin in meinen Augen doch Potential.
Schade!

 

Ich bedanke mich beim Verlag und Blogg dein Buch für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!