Rezension

Gelesen: „Kieselsommer“ von Anika Beer

8. Oktober 2017

Broschiert: 320 Seiten
Verlag: cbj (24. Juli 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570157733
ISBN-13: 978-3570157732
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren

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Der beste Sommer überhaupt?
Der erste Urlaub ohne Eltern! Tilda und ihre beste Freundin Ella können es kaum erwarten. Zwei Wochen gehört ihnen das Ferienhaus von Tildas Tante im Spreewald ganz allein. Mit Terrasse und eigenem Boot. Das wird der beste Sommer ihres Lebens! Doch dann fängt Ella ein Glühwürmchen und wünscht sich die große Liebe – und am nächsten Tag taucht Mats auf. Mats, der irgendwie ganz besonders ist. Ella glaubt an das Schicksal und dass Mats und sie füreinander bestimmt sind. Doch Tilda traut Mats nicht über den Weg und fühlt sich mehr und mehr wie das fünfte Rad am Wagen. Aber muss man seiner besten Freundin nicht alles Glück der Welt gönnen?
(Quelle: cbj)

Der Roman „Kieselsommer“ stammt von der Autorin Anika Beer. Mir war die Autorin keine Unbekannte, ich kenne bereits Fantasyromane aus ihrer Feder.
Angesprochen von Cover und Klappentext war ich hier nun neugierig was mich wohl erwarten würde.

Die Charaktere gefielen mir wirklich gut. Sie sind vorstellbar und glaubhaft beschrieben, als Leser kann man sie sich richtig gut vorstellen.
Tilda und Ella sind hier die Protagonisten der Geschichte. Man lernt sie gut kennen, kann ihr Aufeinandertreffen sehr gut verfolgen. Was mir aber weniger gefiel, die Mädchen sollen 15 Jahre alt, sie benehmen sich aber als wären sie doch deutlich jünger. Dieser Wandel vollzieht sich aber erst im Verlauf der Handlung, zu Anfang empfand ich noch alles gut wie es war.
Mats scheint ein interessanter Junge zu sein. Leider aber bleibt er doch zu blass, er wird leider nur sehr oberflächlich beschrieben. Man erfährt hier leider auch so nur sehr wenig über ihn.

Den Schreibstil der Autorin mag ich total gerne. Anika Beer schreibt flüssig und genretypisch, man kommt sehr leicht durch die Seiten hindurch. Hinzu kommen wirklich tolle Beschreibungen der Umgebung, die so vor dem inneren Auge zum Leben erweckt wird.
Die Handlung hat mir von der Idee her sehr gut gefallen. Es geht hier um die große Liebe und ums Schicksal. Das passt sehr gut zusammen und dementsprechend wirkte es auch auf mich. Allerdings war das Geschehen dann doch zu leicht, zu seicht umgesetzt. Ich weiß es ist ein Jugendbuch mit einer Altersempfehlung von 12 Jahren, dennoch hier hätte die Autorin doch mehr rausholen können. Es ist alles sehr einfach vorherzusehen, man weiß irgendwie immer was kommt. Überhaupt plätschert es doch immer nur so dahin, auch hier verschenkt die Autorin doch einiges an Potential.
Auch die eingearbeiteten Gefühle waren mir doch zu einseitig. Sie sind sehr gut beschrieben und nachvollziehbar, doch auch hier bleibt es eher zu oberflächlich.

Das Ende konnte hier etwas wieder gutmachen. Ich empfand ihn als sehr passend gehalten, er schließt gut ab, ist dabei aber nicht kitschig oder so und macht das Geschehen so auch rund.

Zusammengefasst gesagt ist „Kieselsommer“ von Anika Beer ein Jugendroman, der mir mehr versprach als er halten konnte.
Soweit gut beschriebene Charaktere und ein leicht und flüssig zu lesender Stil der Autorin stehen hier eine Handlung gegenüber, deren Idee mir richtig gefiel, wo mir aber die Umsetzung zu oberflächlich und seicht war. Die Autorin verschenkt hier einiges an Potential.
Schade!

 

Ich bedanke mich beim Verlag für das zugesandte Taschenbuch!

 

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