Gelesen: “Brennender Durst: Manchmal musst du verloren gehen, um gefunden zu werden” von Lizzie Wilcock

Taschenbuch: 250 Seiten
Verlag: Beltz & Gelberg (10. Juli 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3407823002
ISBN-13: 978-3407823007
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 – 15 Jahre
Originaltitel: Thirst

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Auf dem Weg zu ihrer sechsten Pflegefamilie überlebt die 14-jährige Karanda einen Autounfall und findet sich mitten in der australischen Wüste wieder. Ein Rucksack, eine Flasche Wasser und ein verblichenes Foto ihrer Mutter sind alles, was ihr bleibt. Karanda wittert ihre Chance. Endlich kann sie ihr Leben selbst bestimmen. Wäre da nicht der acht Jahre alte Solomon, der mit im Auto saß. Karanda kann ihn nicht im Stich lassen. Und so kämpfen die beiden ums Überleben. Sie sind verlorene Seelen, sie wollen ihrer Zukunft entkommen und werden dabei von ihrer gemeinsamen Vergangenheit eingeholt.
(Quelle: Beltz & Gelberg)

Der Jugendroman „Brennender Durst: Manchmal musst du verloren gehen, um gefunden zu werden“ stammt von Lizzie Wilcock. Es ist der erste Roman der Autorin der bei uns in Deutschland erschienen ist.
Das Cover passt sehr gut zur im Klappentext angedeuteten Geschichte und so habe ich mich dann auch neugierig ans Lesen gemacht.

Die Charaktere haben es mir hier nicht alle leicht gemacht. Mit manch einem kam ich gut klar, andere wiederum haben mich stellenweise zur Weißglut getrieben.
So zum Beispiel Karanda. Auf mich wirkte sie irgendwie ziemlich anstrengend und starrköpfig. Ich weiß sie hatte es nicht unbedingt leicht, sie hat einige Pflegefamilien durch, kam nie wirklich an. Trotzdem aber auf mich wirkte sie kalt, auch wenn sie tief im Inneren doch irgendwie weich und liebenswert schien. Das Liebenswerte blitzt ab und an durch, die meiste Zeit aber hätte ich sie doch gerne mal geschüttelt.
Solomon ist erst 8 Jahre alt. Er weiß aber Dinge über das Überleben, der Wahnsinn. Es gibt auch eine Erklärung im Buch warum das so ist, die fand ich schlüssig. Und Karanda wäre ohne ihn wirklich aufgeschmissen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut. Man kommt sehr flott und flüssig durch die Seiten der Geschichte, die 250 Seiten sind wirklich schnell gelesen und es ist auch alles sehr gut zu verstehen.
Geschildert wird das Geschehen zum großen Teil aus der Perspektive von Karanda. So ist man als Leser auch die meiste Zeit an ihr dran und erlebt alles so wie sie es erlebt.
Die Handlung ist durchwachsen. Es ist ein Überlebenskampf, dem man als Leser beiwohnt. Einerseits ist es schon auch spannend aber zwischendrin gibt es immer wieder langwierige zähe Passagen, wo ich mich echt durchkämpfen musste. Gerade zu Anfang ist alles auch ziemlich holprig, da hier die Namen zum Teil sehr schnell aufeinander, dass man sich erst einmal zurecht finden muss. Da stockt der Lesefluss dann, es wird aber zum Glück besser.

Das Ende ist im Vergleich zur Handlung dann nervenaufreibend und ja es stellt auch zufrieden. Als Leser denkt man nach dem Beenden schon auch nach wie es wohl weitergehen könnte.

Insgesamt gesehen ist „Brennender Durst: Manchmal musst du verloren gehen, um gefunden zu werden“ von Lizzie Wilcock ein Jugendroman der mich echt zwiegespalten zurücklässt.
Charaktere, die es mir nicht unbedingt leicht gemacht haben und eine Handlung, die einerseits schon spannend gehalten ist, in der es aber leider auch Längen gibt stehen hier einem wirklich sehr guten Stil der Autorin gegenüber. Leider kann der Roman nicht das halten was der Klappentext verspricht, da wäre mehr drin gewesen.
Schade!

 

Ich danke Beltz & Gelberg und Blogg dein Buch für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

 

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