Rezension

Gelesen: „Scherben der Dunkelheit“ von Gesa Schwartz

21. Oktober 2017

Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
Verlag: cbt (25. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570164853
ISBN-13: 978-3570164853
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

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Poetisch, romantisch und betörend schön
Die sechzehnjährige Anouk verbringt die Ferien in einem kleinen Dorf in der Bretagne. Kurz nach ihrer Ankunft gastiert der Dark Circus in der Nähe: ein geheimnisvoller Zirkus, der im Dorf für seine düsteren und besonderen Vorstellungen bekannt ist. Auch Anouk gerät schnell in seinen Bann und damit in einen Kosmos, den sie kaum für möglich hielt: Eine magische Welt öffnet sich vor ihr, in der sie den mysteriösen Zauberer Rhasgar kennenlernt. Doch der Dark Circus birgt mehr, als Anouk ahnt. Bald schon schwebt sie in tödlicher Gefahr und weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Denn es gibt keine Regeln im Dark Circus bis auf eine: Nichts ist, wie es scheint …
(Quelle: cbt)

Nachdem ich bereits zwei andere Romane von Gesa Schwartz gelesen habe war ich nun neugierig auf „Scherben der Dunkelheit“ aus ihrer Feder.
Das Cover hat mich wieder richtig angesprochen und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Also begann ich recht schnell mit dem Lesen.

Von den Charakteren in diesem Buch war ich wirklich mehr als begeistert. Sie alle sind komplex und mit sehr viel Tiefe gezeichnet, es gibt hier einige sehr unterschiedliche von ihnen, das ist richtig klasse.
Anouk ist gerade einmal 16 Jahre alt. Sie habe ich ganz besonders ins Herz geschlossen, von ihrer Art her, einfach wie sie so ist. Zu Beginn wirkte Anouk eher ruhig auf mich, mit der Zeit aber taut sie auf, wird zu einer richtigen Heldin.
Rasghar ist einer der Artisten des Dark Circus. In ihm ist sehr viel Dunkelheit, diese will er vor Anouk fernhalten. Gemeinsam mit ihr versucht er die anstehenden Probleme zu lösen und mit der Zeit merkt man als Leser in seine tiefe Dunkelheit kehrt immer mehr Licht ein. So gerät Rasghar aber durchaus auch in einen inneren Zwiespalt. Und genau diese bringt die Autorin wirklich sehr gut rüber.

Auch die anderen Artisten und Charaktere dieser Geschichte hier sind wirklich gelungen. Jeder von ihnen hat ganz eigene Dinge, die ihn ausmachen, die ihm einen festen Platz im Geschehen bescheren.

Der Schreibstil der Autorin war mir bereits bekannt. Es ist aber immer wieder aufs Neue toll ihn zu lesen. Gesa Schwartz schreibt poetisch und sehr flüssig, man kann als Leser hier sehr gut folgen und alles ist verständlich.
Die Handlung ist einfach wunderbar. Hier trifft man als Leser auf eine Mischung aus Realität und Fantasy. Es passt einfach total gut zusammen, ist rundum stimmig.
Das Setting und die vorgefundene Atmosphäre haben mich begeistert. Klar es gibt hier keine wirklich übermäßige Spannung, sie ist eher immer unterschwellig da, es passt aber. Immer wieder tauchen Überraschungen auf, die man so nicht auf dem Plan hatte.
Man ist zu Gast in einem Zirkus, es ist hier alles sehr anschaulich beschrieben, man fühlt sich als Leser als wäre man quasi vor Ort, würde alles hautnah miterleben. Die Atmosphäre ist zum Teil richtig düster und ja auch geheimnisvoll. Doch genau das passt hier wirklich wie die Faust aufs Auge, sie macht in meinen Augen diese Geschichte hier aus.

Das Ende ist sehr zufriedenstellend und es passt sehr gut zur Gesamtgeschichte Hinzu kommen hier noch einige Erklärungen, die noch so manches Licht ins Dunkel bringen.

Kurz gesagt ist „Scherben der Dunkelheit“ von Gesa Schwartz ein Roman, der mich mit jeder Seite mehr in seinen Bann gezogen hat.
Vorstellbare sehr gut ausgearbeitete Charaktere, ein flüssiger sehr poetischer Stil der Autorin und eine Handlung, die mich von der Atmosphäre und dem Setting aber auch mit einigen unerwarteten Überraschungen richtig begeistert hat, haben mir hier ganz wunderbare Lesestunden beschert.
Unbedingt lesen!

 

Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

 

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