Gelesen: “Lass uns Träume sammeln” von Nina Hirschlehner

Format: Kindle Edition
Verlag: Forever (6. November 2017)
Seitenzahl der Printausgabe: 288 Seiten
Sprache: Deutsch

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Weiße Weihnacht und eine zerbrechliche Liebe in New York
Eigentlich liebt Claire weiße Weihnachten. Und eigentlich sollte sie jetzt mit ihrer Familie den Weihnachtsabend genießen. Eigentlich. Doch Claire kann nicht nach Hause, denn sie hat sich mit ihrer Mutter gestritten. Schon wieder. Deshalb sitzt die 22-Jährige zur besinnlichsten Zeit des Jahres alleine in einem New Yorker Hauseingang und friert sich die Zehen ab. Doch dann kommt zufällig Jamie vorbei und bietet ihr ein Zimmer in seiner Wohnung an. Jamie, ihr früherer Mitschüler, der schon in der Schule immer zu den coolen Kids gehört hatte. Widerwillig nimmt Claire sein Angebot an und wird seine neue Mitbewohnerin. Obwohl sie es nicht will, fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Dabei glaubt sie schon lange nicht mehr an die Liebe. Und außerdem ist da noch Jamies Freundin, mit der Claire ein Geheimnis teilt …
(Quelle: Forever)

Nina Hirschlehner ist eine Autorin, die mir bereits gut bekannt war. Jetzt ist also ihr neuestes Werk „Lass un Träume sammeln“ bei Forever erschienen und ich war sehr gespannt darauf welche Geschichte mich hier wohl erwarten würde.
Das Cover gefiel mir auf Anhieb total und der Klappentext machte mich sehr neugierig. Also begann ich auch rasch mit dem Lesen.

Ihre Charaktere hat die Autorin hier wirklich toll in Szene gesetzt. Ich konnte sie mir alle sehr gut vorstellen, sie wirkten auf mich authentisch und ja, wie aus dem Leben gegriffen.

Die Protagonistin Claire war mir sympathisch. Der Streit mit ihrer Mutter ging mir auch richtig nahe, man merkt hier sie liebt ihre Familie sehr. Doch irgendwann ist es halt zu viel des Guten. Claire hat ihre ganz eigenen Prinzipien, ich war hier nicht immer ganz konform mit ihr, sie sind aber gut nachzuvollziehen und zu verstehen. Im Verlauf der Handlung entwickelt sich Claire merklich weiter. Sie erkennt was wirklich wichtig ist, auch wenn sie sich dennoch das Ein oder andere Mal selbst im Weg steht.
Jamie ist das männliche Gegenstück zu Claire. Er hat es sehr gut, muss sich keinerlei Sorgen um das Finanzielle machen. Claire und Jamie kennen sich vom College, allerdings hatten sie damals nicht so viel miteinander zu tun. Das ändert sich nun aber, die beiden lernen sich immer besser kennen und Claire fühlt sich wohl oder übel auch zu Jamie hingezogen. Doch es ist halt nicht alles so einfach wie es aussieht. Auch Jamie entwickelt sich im Verlauf merklich weiter, was mir sehr gut gefiel.

Neben den beiden genannten gibt es noch andere Charaktere, die mir ebenso richtig gut gefallen haben. Sie alle passen in meinen Augen sehr gut ins Geschehen hinein, die Mischung macht es hier. Besonders Claires Schwester Rose, wie Rosalie kurz genannt wird, ist mir hier in Erinnerung geblieben.

Der Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr gut. Ich bin leicht und flüssig durch das Geschehen gekommen, konnte ohne Probleme folgen und es ist alles gut zu verstehen.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Claire. Hierfür hat die Autorin die Ich-Perspektive verwendet, die in meinen Augen sehr gut zum Geschehen passt. Man ist Claire so noch viel näher und kann sie viel besser einschätzen, bekommt einen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle.
Die Handlung hat mich mit dem Prolog auf Anhieb abgeholt. Es ist hier eine sehr emotionale Geschichte, die mich berühren konnte. Für mich waren die Gefühle zu jeder Zeit greifbar und nachzuvollziehen. Es gibt aber auch so einige Stolpersteine, die überwunden werden müssen, Wendungen und Überraschungen warten auf den Leser.
Es geht hier aber nicht nur um Gefühle, Liebe und Romantik, auch die Familie ist hier Thema. Und Nina Hirschlehner greift noch ein anderes sehr präsentes Thema auf, hier können sich sicherlich so einige hineinversetzen.
Und auch der Grundgedanke, das man an seine Träume glauben soll, das man nicht aufgibt, zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.

Das Ende empfand ich als passend und richtig gut gewählt. Es schließt die Geschichte hier stimmig und sehr gut ab, macht sie rund. Es entlässt den Leser am Ende zufrieden aus der Handlung.

Kurz gesagt ist „Lass uns Träume sammeln“ von Nina Hirschlehner ein Roman, der mich richtig berührt hat.
Authentische sehr gut gezeichnete Charaktere, ein flüssiger angenehm zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die mit Liebe und großen Gefühlen daherkommt aber auch ein ernstes Thema aufgreift, haben mich wunderbar unterhalten und begeistert.
Wirklich zu empfehlen!