Gelesen: „Träume, die ich uns stehle“ von Lily Oliver

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 514 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Knaur eBook (26. Oktober 2017)
Sprache: Deutsch

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„Träume, die ich uns stehle“ von Lily Oliver ist eine berührende Geschichte über zwei junge Menschen zwischen Traum und Wirklichkeit und über die Magie einer Liebe, die selbst die tiefsten Wunden heilen kann.

Lara kann nicht aufhören zu reden. Ein Zwang treibt die an Amnesie leidende junge Frau dazu, ihre Erinnerungslücken mit Worten zu füllen. Längst hört ihr keiner mehr zu, außer in den Therapiestunden, die sie als Patientin der Psychiatrie bekommt. Bis sie Thomas findet. Lara weiß, es ist falsch, ihre Verzweiflung über ihre Amnesie auf ihn abzuladen, denn Thomas liegt im Koma. Dennoch schleicht sie sich immer wieder zu ihm und bemerkt bald, dass er auf ihre Stimme reagiert. Lara beschließt, Thomas eine Geschichte zu erzählen: eine Liebesgeschichte zwischen ihr und ihm, die bald für beide realer wird als ihr Dasein im Krankenhaus. Ein Traum von Liebe, an den sich beide klammern und der die Kraft hätte, nicht nur Thomas aus der Dunkelheit zu holen, sondern auch Lara. Doch beide ahnen nicht, was für eine erschütternde Wahrheit in den Tiefen von Laras Geschichte auf sie wartet …
(Quelle: Knaur)

Lily Oliver ist eine Autorin, die mich bereits in diversen Romanen, auch unter anderem Namen, richtig begeistern konnte. Nun war es endlich soweit, ich durfte „Träume, die ich uns stehle“ lesen. Das Cover gefiel mir wieder richtig gut und der Klappentext machte mich neugierig und versprach mir tolle Lesestunden.

Von den Charakteren war ich sehr begeistert. Sie sind alle ganz wunderbar gezeichnet, sie wirkten auf mich realistisch und glaubhaft.
Lara mochte ich richtig gerne. Zu Anfang schien sie noch eher unsicher, wirkte fast schon wie ein junges Mädchen auf mich. Mit ihrer Krankheit hadert sie am Anfang, mit der Zeit aber lernt sie damit zu leben. Ihre Vergangenheit laste auf ihr, im Verlauf der Geschichte aber lernt sie mit ihr zu leben. Sie entwickelt sich merklich weiter, wir immer sicherer in allem was sie tut.
Thomas ist der männliche Protagonist dieser Geschichte. Wobei eigentlich ist er kein richtiger Protagonist, er ist da aber irgendwie auch nicht. Lara ist für ihn eine Hilfe und er ist es gleichzeitig für sie. Er hört ihr zu, antwortet aber nicht. Für ihn ist Lara jemand, der ihm hilft wieder an die Oberfläche zu gelangen, wieder zu sich selbst zu kommen.
Das Schicksal beider Protagonisten ist sehr berührend, es wühlt den Leser emotional sehr auf, nimmt ihn mit.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach ganz wunderbar. Lily Oliver hat mich von Anfang an gehabt, ich habe mich vollkommen im Geschehen verloren, habe alles um mich herum vergessen, denn ich musste einfach weiterlesen.
Geschildert wird das Geschehen aus zwei Perspektiven. Lara nimmt den größeren Teil ein, man folgt ihr als Leser gebannt. Aber auch Thomas kommt immer wieder zu Wort, seine Parts haben mich ganz besonders berührt.
Die Handlung ist so toll. Ich weiß gar nicht so richtig was ich wirklich erwartet habe, ich habe geahnt, dass es Besonders wird. Dass es mich aber wieder so mitnimmt hätte ich nicht gedacht. Ich war gefesselt, es war sehr spannend, immer mehr Dinge kommen ans Licht, jedes Puzzleteil fügt sich in ein anderes. Es geht aber nicht nur voran, auch Rückschläge gehören dazu, machen betroffen.
Die Themen, die Lily Oliver hier anspricht, sind lebensnah, sie hat alles sehr gut recherchiert, es wirkte alles glaubhaft und authentisch auf mich.

Das Ende ist dann einfach passend. Es berührt und sorgt dafür, dass dieses Buch im Gedächtnis bleibt. Der abschließende Epilog schließt das Buch dann einfach nur perfekt ab.

Abschließend gesagt ist „Träume, die ich uns stehle“ von Lily Oliver ein Roman, der mich nachhaltig beeindruckt hat.
Vorstellbare glaubhafte Charaktere, ein flüssiger sehr emotionaler Stil der Autorin und eine Handlung, die den Leser von Beginn an gefangen nimmt und in der ein Thema angesprochen wird, das mich berührt hat, haben mir hier wunderbare Lesestunden beschert und hallen noch lange nach.
Ein Highlight! Lesen, unbedingt!

 

Ich danke der Autorin und dem Verlag für das eBook!

 

Ein Kommentar

  1. Liebe Manja,
    deine Rezension hat mich so neugierig gemacht, dass ich das Buch gleich gekauft und gelesen habe. Und ich habe den Kauf nicht bereut ; ) Die Geschichte ist ungewöhnlich, eindringlich und spannend. Auch mich haben die Thomas-Sequenzen besonders berührt. Mit dem Ende war ich allerdings nicht so glücklich. Nachdem sich die Geschichte sehr langsam und sehr im Detail entwickelt hat, war mir der Schluss zu abrupt und der Sprung zum Epilog zu groß. Ich habe mit dem Ende etwas in der Luft gehangen – nichtsdestotrotz habe ich das Buch insgesamt sehr gerne gelesen. Also: herzlichen Dank für den Tipp!

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