Gelesen: “ColourLess – Lilien im Meer” von Beatrice Jacoby

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 802.0 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 571 Seiten
Verlag: Feelings (2. November 2017)
Sprache: Deutsch

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Eine Welt der Isolation ohne Farben – ein dystopisch-romantischer Urban-Fantasy-Roman über den Kampf gegen Konventionen und die Kraft der Liebe
In der isolierten Kleinstadt Mary’s Yard sind die Menschen durch einen Gendefekt farbenblind. So auch Kalla und Sander. Die beiden stammen aus zwei völlig verschiedenen Welten: Er ist der tadellose Mustersohn des Bürgermeisters und sie eine sogenannte »Meerjungfrau«, ein Mädchen aus dem Problemviertel am Hafen, das mit dem Kopf lieber in den Gewitterwolken über ihrer Heimat steckt als in der streng genormten Realität.
Durch ein Missverständnis kreuzen sich die Wege der beiden und allen Konventionen ihrer Herkunft zum Trotz entwickelt sich ein starkes Band zwischen ihnen.
Doch ihre Gefühle werden auf eine harte Probe gestellt, als Kalla und Sander unverhofft das Geheimnis der Farbe entdecken, das alle Wahrheiten in ihrer schwarz-weißen Welt in Frage stellt – selbst die als Volksmärchen verschriene Liebe.
Bald müssen sie sich entscheiden: Wie weit sind sie bereit für die Farbe und für die Liebe zueinander zu gehen?
(Quelle: Feelings)

Der Roman „ColourLess – Lilien im Meer“ stammt von der Autorin Beatrice Jacoby. Es ist ihr erster Roman und ich war sehr neugierig auf die Geschichte, die mich hier erwarten würde.
Das Cover gefiel mir auf Anhieb sehr gut und der Klappentext versprach mir ebenfalls sehr viel. Also begann ich schnell mit dem Lesen.

Die Charaktere sind soweit wirklich gut gelungen. Man kann sie sich als Leser soweit gut vorstellen und die Handlungen ganz gut nachvollziehen.
Kalla und Sander sind die beiden Protagonisten dieser Geschichte. Sie beide wirkten auf mich sehr gut ausgearbeitet. Sie stammen beide ja auch ganz verschiedenen Welten. Während er der Sohn des Bürgermeisters ist, ist sie ein Mädchen aus dem Problemviertel am Hafen. Nur durch einen Zufall kreuzen sich ihre Wege.

Auch die Nebenfiguren dieser Geschichte sind ganz gut gelungen. Sie passen sich gut ins Geschehen ein, entwickeln sich ebenso und haben einen festen Platz.

Vom Schreibstil der Autorin bin ich sehr begeistert. Sie schreibt sehr flüssig und locker, man kommt als Leser wirklich sehr gut durch das Geschehen hindurch.
Die Handlung ist im Dystopiegenre anzusiedeln. Am Anfang mag es ein wenig langwierig und zäh wirken, erst nach und nach gewinnt das Geschehen hier an Fahrt, kommt Spannung auf. Dann aber geht es rasant voran, immer wieder tauchen Wendungen auf, die man so nicht unbedingt erwartet.
Die Idee hinter dieser Geschichte gefiel mir richtig gut. Unsere Welt, so wie wir sie kennen, gibt es hier nicht mehr. Es wird alles nur von Elektronik beherrscht. Bis eben einige versuchen ohne eben diese Elektronik auszukommen. Als Leser macht man sich fast schon ganz automatisch Gedanken darüber, wie es wohl wäre in so einer Welt zu leben. Die Autorin hat dieses Thema sehr gut dargestellt, bringt es in ihrem Buch wirklich gut zum Ausdruck.

Das Ende hier empfand ich persönlich als gut und passend gehalten. Es schließt diese Geschichte hier gut ab und entlässt den Leser doch auch zufriedengestellt.

Insgesamt gesagt ist ColourLess – Lilien im Meer“ von Beatrice Jacoby ein Debüt, das mich jedoch nicht zu 100 Prozent überzeugen konnte.
Charaktere, die man sich als Leser gut vorstellen kann, ein gut zu lesender flüssiger Stil der Autorin sowie eine Handlung, die zu Beginn Zeit braucht um sich zu entwickeln, deren Idee und Spannung es dann aber schaffen den Leser mitzureißen, haben mir hier unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!