Gelesen: „Glasseelen“ von Tanja Meurer

Taschenbuch: 424 Seiten
Verlag: Edition Roter Drache (18. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3946425313
ISBN-13: 978-3946425311

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Vor Camilla und Theresa stürzt sich ein Mann vom Dach des Pergamonmuseums zu Tode. Seine Augen lösen sich in Staub auf, und aus seiner Hand rollen blutige Augäpfel sowie ein antikes Fernrohr. War es Selbstmord?
Theresa schwört, dass sie kurz zuvor auf dem Dach einen ungeheuren, missgestalteten Mann wahrgenommen hatte, der den Selbstmörder gestoßen hat. Dabei gibt es eine unheimliche Parallele zwischen dem vermeintlichen Selbstmörder und den Opfern eines Serienkillers, der in Berlin sein Unwesen treibt: herausgeschnittene Augen.
Obwohl sich Camilla und Theresa unter der Betreuung der Polizei in Sicherheit wähnen, nimmt der Serienkiller sie ins Visier, und wenig später verschwindet Theresa spurlos. Ist sie geflohen, weil sie sich von Andreas Grimm, dem ermittelnden Oberkommissar, bedrängt fühlte, oder wurde sie Opfer des Serienmörders? Camilla versucht, ihre Freundin auf eigene Faust zu finden und dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Mit dem Namen „Sandmann“ bekommt sie einen entscheidenden Hinweis, doch der Killer ist nicht leicht zu überlisten. Von Panik getrieben, gerät Camilla in die Unterwelt der Hauptstadt und stößt dort auf rätselhafte Menschen.
Tief unter der Stadt wird währenddessen eine ausgeweidete, augenlose Leiche einer Frau entdeckt – Theresa.
(Quelle: Edition Roter Drache)

Der Mystery-Thriller „Glasseelen“ stammt aus der Feder von Tanja Meurer. Es ist Teil 1 der „Schattengrenzen“ – Reihe.
Das Cover empfinde ich als sehr gelungen und der Klappentext macht sehr neugierig auf das, was den Leser zwischen den Buchdeckeln erwartet.

Die Charaktere hat Tanja Meurer sehr gut gezeichnet. Auf mich wirkten sie alle vorstellbar und die Handlungen konnte ich nachvollziehen.
Camilla empfand ich als sehr interessant. Die meiste Zeit wirkte sie selbstbewusst, sie denkt auch viel nach, grübelt über Dinge, die anderen vielleicht gar nicht auffallen würden. Sie entwickelt sich im Verlauf der Handlung sehr weiter, wächst an ihren Aufgaben, wird immer stärker und findet ihren Weg.
Chris ist an Camillas Seite. Er lebt schon länger in der Unterwelt und war mir richtig sympathisch. In meinen Augen ist Chris genau der Richtige an Camillas Seite, er hilft ihr, auch wenn ihn sein bisheriges Leben doch sehr geprägt hat.

Auch die anderen Charaktere, wie Amadeo, der Camilla bei ihrer Flucht geholfen hat, aber dennoch sehr undurchsichtig für mich war, oder auch Amelie oder Melanie oder Nathanael, sie alle sind sehr gut beschrieben und fügen sich problemlos ins Geschehen hinein. Ich empfand sie alle als facettenreich und vielseitig, jeder hat seine ganz eigenen Dinge, die ihn ausmachen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und es hat mich echt von Anfang an mitgerissen. Tanja Meurer hat es wirklich geschafft, dass ich das Buch wie in einem Rausch gelesen habe. Ich war gefangen und habe alles um mich herum vergessen.
Die Handlung empfand ich als sehr spannend gehalten. Am Anfang mag es ein wenig verwirrend sein, man muss sich erst einmal richtig zurecht finden. Aber ist man einmal drin will man nicht mehr aufhören.
Das Geschehen ist mysteriös, manches Mal vielleicht ein wenig brutal und gruselig aber immer wirklich nachvollziehbar. Die Mischung aus Realität und Fiktion empfand ich als sehr gelungen. Und so ganz nebenher gibt es hier auch eine kleine zarte Liebesgeschichte. Diese fügt sich sehr gut ein, bleibt im Hintergrund.
Von der Idee her hat sich Tanja Meurer der Novelle „Der Sandmann“ bedient, sie hat hier ihre ganz eigene Geschichte draus gemacht, die wirklich total faszinierend ist.

Das Ende ist richtig gelungen. Man kann diesen Band eigentlich auch alleine lesen, zeitgleich aber macht der Schluss neugierig auf die Fortsetzung.

Alles in Allem ist „Glasseelen“ von Tanja Meurer ein mitreißender Auftakt der Mystery – Thriller – Reihe „Schattengrenzen“.
Charaktere, die ich alle als sehr gut beschrieben und vielseitig empfand, ein flüssig zu lesender Stil der Autorin, der den Leser mehr und mehr ins Geschehen zieht sowie eine Handlung, die spannend, mysteriös, gruselig und ja faszinierend gehalten ist, haben mich rundum begeistert und machen Lust auf mehr.
Absolut zu empfehlen!

 

Ich bedanke mich bei der Autorin und der NAB für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

 

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