Gelesen: „Fuck you, Love“ von Daniela Hartig

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2407.0 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 358 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 1977831834
Sprache: Deutsch

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Floyd van Berg steht auf der Sonnenseite des Lebens.
Er sieht umwerfend aus und hat genug Geld in der Tasche, um sich keine Sorgen machen zu müssen. Wen interessiert es da schon, dass hinter seiner schönen Fassade Dämonen lauern, die ihm den Schlaf rauben?
Besonders nach dieser einen Nacht, in der etwas geschehen sein muss, das Floyd gefährlich werden kann. Etwas, das ihn zerstören kann, wenn es an die Oberfläche gelangt.
Als er auf Storm trifft, das Mädchen, das der Schlüssel zu dem katastrophalen Ereignis zu sein scheint, gerät sein Leben ins Wanken. Will er zulassen, dass Storm an seiner perfekten Fassade kratzt? Will er wissen, was in jener Nacht wirklich geschehen ist? Und will er erfahren, was Liebe tatsächlich bedeutet?
Wenn aus einer harmlosen Party eine Nacht wird, die in einer Katastrophe endet.
Wenn eine einzige Sekunde dein ganzes Leben verändert und du eine getroffene Entscheidung nie wieder rückgängig machen kannst.
Was tust du dann?
(Quelle: amazon)

Der Roman „Fuck you, Love“ stammt von der Autorin Daniela Hartig. Es ist ihr Debüt und ich war wirklich sehr gespannt wohin die Reise hier wohl gehen würde.
Das Cover empfinde ich als gelungen und der Klappentext macht sehr neugierig.

Die Charaktere hat die Autorin richtig gut ausgearbeitet. Ich konnte sie mir alle vorstellen und die Handlungen waren für mich immer verständlich.
Floyd ist ein 19-jähriger Junge aus gutem Hause. Er sieht zudem sehr gut aus, allerdings wird er von seinen Eltern doch ziemlich vernachlässigt. Floyd ist sehr viel auf sich alleine gestellt, sucht irgendwie immer nach Anerkennung. Geld ist für ihn nur Mittel zum Zweck, richtig zu schätzen weiß er es nicht. Zu Anfang fand ich Floyd schon ziemlich arrogant, mit der Zeit aber, je mehr ich ihn kennengelernt habe, desto mehr mochte ich ihn.
Storm ist ein Mädchen, das es nicht unbedingt einfach hat. Ihr Vater ist Alkoholiker und auch sonst ist Storm das komplette Gegenteil von Floyd. Sie ist sehr wild und unberechenbar, ihre Gefühlsschwankungen haben mich ziemlich auf Trab gehalten. Bei ihr weiß man eigentlich nie wie sie sich in der nächsten Szene gibt, was sie alles so macht. Storm ist jemand mit ganz vielen Gesichtern, sie zeigt so viele Facetten von sich, ich habe sie wirklich richtig lieb gewonnen.

Nicht nur die beiden Protagonisten sind sehr gut gezeichnet, auch die Nebencharaktere gefielen mir gut. Hier tritt besonders Ben, Floyds bester Freund, immer wieder in Erscheinung. Gemocht habe ich ihn, auch wenn ich ihn mir gut vorstellen konnte, nicht sonderlich. Er hat etwas an sich das ihn schrecklich unsympathisch macht. Floyds Eltern bleiben eher Randcharaktere, über sie erfährt man nicht so viel.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und lässt sich leicht und locker lesen. Man merkt gar nicht wie man immer mehr ins Geschehen hineingezogen wird. Es ist zudem alles gut zu verstehen und nachvollziehbar.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sicht von Floyd. Hierfür hat Daniela Hartig die Ich-Perspektive verwendet. Man ist also als Leser sehr nah an Floyd dran und erlebt alles hautnah mit.
Die Handlung selbst hat mir ganz ehrlich am Anfang nicht so sonderlich gefallen. Mir war hier irgendwie alles zu viel, zu viel Alkohol, zu viele derbe Begriffe. Dann aber, nach ein paar Seiten mehr hats ganz plötzlich klick gemacht. Dieses Buch hat mich für sich gewonnen, ich wollte und konnte nicht mehr aufhören mit lesen. Die Schwierigkeiten vom Anfang waren mit einem Mal vergessen und ich musste wissen wie es mit Floyd und Storm weitergeht. Der Spruch „Gegensätze ziehen sich an“ trifft hier den Nagel auf den Kopf, es ist ein Katz und Maus Spiel zwischen Floyd und Storm, das mich gepackt hat, ich habe mit ihnen mitgefiebert. Immer wieder tauchen Wendungen auf, die mich vollkommen überrascht haben. Und es wurde mich jeder Zeile spannender, emotionaler, einzigartiger. Hier ist wirklich alles dabei was das Leserherz begehrt.

Das Ende hat mich dann komplett umgehauen. Ich habe mit allem gerechnet aber nicht damit. Dieses Ende passt einfach, macht rund, schließt ab. Und es regt zum Nachdenken an, ich habe nach dem Beenden noch über Floyd und Storm nachgedacht.

Kurz gesagt ist „Fuck you, Love“ von Daniela Hartig ein Roman, der sich komplett anders entwickelt als ich es erwartet habe.
Sehr gut dargestellte Charaktere, ein flüssiger sehr gut zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich anfangs nicht so mochte, in die ich aber dann immer mehr hineingezogen wurde und deren Wendungen spannend gehalten sind, haben mich letztlich überzeugt und richtig klasse unterhalten.
Absolut zu empfehlen!

 

Ich danke der Autorin und der NAB für das bereitgestellte eBook!

 

 

2 thoughts on “Gelesen: „Fuck you, Love“ von Daniela Hartig

  1. Hallo,
    Du hast mich mit Deiner Rezension wirklich neugierig gemacht. Das Buch habe ich mir mal schnell gemerkt.

    Liebe Grüße
    Corinna

  2. Liebe Manja,

    vielen Dank für deine superschöne Rezension! Ohne Schnörkel und Chichi, auf den Punkt gebracht und einfach nur klasse!
    Das erfreut mein Autorenherz und ich bin richtig glücklich darüber.
    Ganz lieber Gruß
    Daniela Hartig

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