Gelesen: „Was von mir bleibt“ von Lara Avery

Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Carlsen (30. November 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551583730
ISBN-13: 978-3551583734
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: The Memory Book


Sammie ist klug, selbstbewusst und hat nur ein Ziel: den besten Schulabschluss machen und ihrer Heimatstadt so schnell wie möglich den Rücken kehren. Wäre da nicht diese unheilbare Krankheit, die ihr – so sagen die Ärzte – nach und nach alle Erinnerungen rauben wird. Doch Sammie will sie festhalten: die Erinnerung an Stuart und ihren ersten Kuss. An Maddie und den großen Streit. Und an Cooper, der wie kein anderer Sammie zum Lachen bringt. Sammie schreibt, um eins niemals zu vergessen: dass sie ihr Leben gelebt hat, bis zum Schluss.
(Quelle: Carlsen)

Der Jugendroman „Was von mir bleibt“ stammt von der Autorin Lara Avery. Für mich war dies das erste Buch der Autorin, auf das ich ganz besonders durch das Cover aufmerksam geworden bin. Auch der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden und so habe ich mich neugierig ans Lesen gemacht.

Die hier auftauchenden Charaktere sind sehr gut beschrieben. Ich konnte sie mir gut vorstellen und mich in sie hineindenken.
Sammie ist richtig toller Charakter. Sie war mir richtig sympathisch, wie sie hier auftritt. Ihr größtes Geschenk ist ganz klar ihr Gedächtnis. Dann hat Sammie viel Humor, den verliert sie nie, was mir sehr imponiert hat. Außerdem ist sie stark und ihr Glaube an ihre Träume, diese zu verwirklichen, lässt den Leser nicht kalt. Man erkennt hier schnell einen Kontrast zwischen ihrer Lebenslust und dem Ernst der Situation.

Doch nicht nur Sammie hat mir sehr gut gefallen. Auch ihre Familie und alle Menschen in Sammies Umfeld sind realistisch und greifbar. Sie alle haben ihre ganz eigene Art und Weise wie sie mit der Situation umgehen, ich war richtig beeindruckt.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig lesbar. Sie passt sich der Erzählung an, mal ist es ernst, mal eher lustig. Und auch traurig, man sollte also Taschentücher bereithalten. Durch diesen Wechsel wird die bedrückende Stimmung genommen, man kommt so auch viel besser durch die Geschichte hindurch.
Geschildert wird das Geschehen hier in Form von Erinnerungen. Sammie lässt den Leser so an ihrem Alltag teilhaben, sie schreibt alles auf ihrem Notebook, damit sie sich an Dinge, die sie erlebt hat, erinnert.  Es ist faszinierend und zieht den Leser vollkommen in den Bann.
Die Handlung hat mich richtig gepackt. Man erfährt so sehr viel über Sammies Krankheit NPC, erlebt Erfolge aber auch Rückschläge mit. Das nimmt den Leser emotional mit, man ist sich der schweren Lage immer bewusst. Und immer wieder habe ich mich erwischt wie ich darüber nachgedacht habe, was wäre wenn.

Das Ende ist sehr berührend, hier herrscht Taschentuchalarm. Das hier behandelte Thema ist nicht leicht, es nimmt den Leser mit und lässt ihn am Ende nachdenklich zurück.

Abschließend gesagt ist „Was von mir bleibt“ von Lara Avery ein Roman, der ein sehr schwieriges Thema aufgreift.
Sehr gut gezeichnete Charaktere, die man sich wirklich gut vorstellen kann, ein einnehmender flüssig zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die mich gepackt und emotional sehr berührt hat, haben mir hier tolle Lesestunden beschert und mich nachdenklich zurückgelassen.
Sehr empfehlenswert!