Gelesen: „Das Schicksal der Zukunft“ von Helen B. Kraft

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1227.0 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 217 Seiten
Sprache: Deutsch

Weitere Informationen bei Amazon
Die Autorin bei Facebook
Homepage der Autorin


Wenn du die Zukunft kennst, kann es kein Schicksal geben.
Niemals wurde diese Weisheit von Mirella in Frage gestellt, da sie von klein auf hellsehen kann – nur ihre eigene Zukunft sieht sie nicht.
Doch Mirellas langweiliges Leben ändert sich schlagartig, als sie unerwartet auf den mysteriösen Alexander trifft, dessen Zukunft für sie ebenfalls im Dunkeln liegt. Er will einen Mordanschlag auf seinen Vater verhindern und bittet Mirella um Hilfe. Obwohl sie nicht weiß, was sie erwartet, ist ihre Neugier stärker als die Vernunft und sie lässt sich auf das Abenteuer ein.
Dafür muss sie Alexander allerdings ins Herz der Unterwelt folgen, die ihre eigenen Gesetze hat. Und schon der Weg dorthin entpuppt sich als verrückte Reise, an deren Ende sich zeigen wird, ob Schicksal oder Zukunft gewinnen werden.
(Quelle: amazon)

Der Roman „Das Schicksal der Zukunft“ stammt aus der Feder von Helen B. Kraft. Für mich war dies nicht der erste Roman der Autorin und ich war entsprechend gespannt darauf was mich hier wohl erwarten würde.
Das Cover dieses Buches gefiel mir sehr gut und der Klappentext machte mich sehr neugierig.

Die handelnden Charaktere haben mir gut gefallen. Auf mich wirkten sie glaubhaft und vorstellbar gezeichnet.
Mirella ist ziemlich tough. Sie hat eine Gabe, sie kann die Zukunft anderer Menschen sehen. Ihre eigene Zukunft aber liegt im Dunkeln. Im Zirkus, wo Mirella arbeitet, unterhält sie die Menschen mit ihrer Fähigkeit. Ihre selbstbewusste Art hat mir gut gefallen.
Alexander wirkte von Anfang an sehr mysteriös und geheimnisvoll auf mich. Man tappt bei ihm lange im Dunkeln, erst nach und nach kommt hier mehr über ihn ans Licht.

Neben diesen beiden Charakteren gibt es noch Nebenfiguren, die sich gut ins Geschehen einfügen. Mir gefielen sie gut, sie sind vorstellbar beschrieben.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut zu lesen. Ich bin flüssig und leicht durch die Seiten gekommen und konnte sehr gut folgen. Es war auch alles gut zu verstehen und nachvollziehen.
Geschildert wird das Geschehen aus der personalen Erzählperspektive. Hierbei geht es immer abwechselnd zwischen Mirella und Alexander hin und her. Somit bekommt man als Leser einen guten Einblick in beide Charaktere und lernt sie noch viel besser kennen. Zwischenzeitlich gibt es noch Tagebucheinträge, deren Verfasser nicht bekannt ist.
Die Handlung ist doch recht ungewöhnlich. Der Klappentext verrät nichts von dem was einen hier wirklich erwartet. Es ist eine recht düstere und auch brutale Welt in der sich Mirella und Alexander hier befinden. Nach einem etwas verhaltenen Start findet man als Leser hier Spannung, Abenteuer und auch Romantik. Das Geschehen selbst ist unvorhersehbar und hat Wendungen, die gut in Szene gesetzt werden.

Das Ende ist nicht vorherzusehen. Es spricht vielerlei Emotionen an und ist passend gewählt, macht es den Roman doch letztlich rund.

Insgesamt gesagt ist „Das Schicksal der Zukunft“ von Helen B. Kraft ein Roman, der doch ziemlich ungewöhnlich gehalten ist.
Gut beschriebene vorstellbare Charaktere, ein flüssiger gut zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die mit Spannung, Abenteuer und auch Romantik aufwarten kann, mit der ich aber ein paar kleinere Startschwierigkeiten hatte, haben mir hier unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

 

Ich danke der Autorin und der NAB für das bereitgestellte eBook!