Gelesen: “Ewig und du” von Emily Bähr

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1983.0 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 335 Seiten
Verlag: Impress (4. Januar 2018)
Sprache: Deutsch

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**L(i)eben bedeutet du und ich**
Nach einem Unfall und sechsmonatigem Koma ist die 18-jährige Lefke an den Rollstuhl gefesselt. Ihre Zeit als Schulprinzessin ist damit vorbei und auch ihre Karriere als Model muss sie an den Nagel hängen. Für Lefke ist das ein Weltuntergang. Sie kann sich nicht vorstellen, jemals wieder glücklich zu werden, und fasst den folgenschweren Entschluss, ihrem Leben ein Ende zu bereiten. Doch dann taucht ausgerechnet ihr unfassbar attraktiver Nachbar Louis auf. Er stellt lauter ungemütliche Fragen und hat irrsinnige Ausflugspläne. Jeden Tag aufs Neue. Bis die Welt langsam nicht mehr ganz so schwarz aussieht…
(Quelle: Impress)

Der Roman „Ewig und du“ stammt von der Autorin Emily Bähr. Angesprochen durch das tolle Cover und den ansprechenden Klappentext war ich sehr neugierig darauf was mich hier wohl wirklich erwarten würde.

Die Charaktere sind gut beschrieben. Ich konnte sie mir sehr gut vorstellen und von den Handlungen her konnte ich alles gut nachvollziehen.
Lefke hat es mir aber zugegeben nicht unbedingt leicht gemacht. Ich habe einige Seiten gebraucht um mit ihr warm zu werden. Mir machte ihre Art dann doch irgendwie zu schaffen. Danach aber ging es und mir wurde Lefke immer sympathischer, ich wurde mit ihrem Sarkasmus dann doch warm.
Louis ist genau das Gegenteil von Lefke. Er ist eher still und zurückhaltend, Lefke eher laut und eigensinnig. Louis ist Autist und das bringt die Autorin hier sehr gut und verständlich rüber.

Der Schreibstil der Autorin ist recht locker und sehr gut zu verstehen. Man kommt als Leser hier sehr gut voran, kann sich in die Geschichte hineinversetzen und gut folgen.
Die Handlung startet dann auch richtig toll. Ich war direkt drin und mir gefiel auch die Geschichte, die Emily Bähr hier erzählt. Sie hat sich einem schwierigen Thema angenommen, doch das Thema Suizid kommt hier ganz anders rüber als erwartet. Als Leser kann man hier durchaus auch lachen oder auch mal über das Geschriebene nachdenken. Es machte, nachdem ich mit der Protagonistin warm war, richtig Spaß beim Lesen. Diese Liebesgeschichte ist wirklich nicht so wie man es eigentlich erwartet.

Das Ende ist ziemlich berührend, zumindest war es das bei mir. Ich empfinde dieses Ende als passend und gut gewählt, mich hat es zufriedengestellt.

Alles in Allem ist „Ewig und du“ von Emily Bähr ein Roman, der mir bis auf ein paar Unstimmigkeiten richtig gut gefallen hat.
Charaktere, die ich als gut beschrieben empfunden habe, ein flüssiger und leicht zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die sich, wenn man einmal drin ist, doch ganz anders entwickelt als man es erwartet, haben mir hier unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!