Gelesen: “Feuerfrühling” von Peer Martin

Achtung:
Dies ist Teil 3 der Reihe!
Die Rezension kann Spoiler enthalten!

Taschenbuch: 524 Seiten
Verlag: tredition (13. Oktober 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3743959410
ISBN-13: 978-3743959415

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Ein Feuer wütet in Arsal: Die kleine Stadt im Libanon, in der Calvin und Nuri mit den Kindern Zuflucht gefunden haben, wird Ziel des IS. Die Zelte der Flüchtlinge stehen in Flammen. Ein Feuer wütet in Europa: Ein Feuer aus Hass gegen alles Fremde. Europa verbarrikadiert seine Grenzen – mit Gesetzen, Stacheldraht, Waffengewalt. Gemeinsam mit den Kindern machen sich Calvin und Nuri auf den Weg zurück nach Deutschland, ohne gültige Papiere. Ihre Reise wird zu einer Odyssee über das Meer, durch Internierungslager, über Grenzen aus Hass, Mauern und Stacheldraht – eine gefährliche, eine tödliche Reise. Ein Feuer wütet in Calvin: In ihm brennen die Wunden der erlebten Gewalt, er hat sich immer weniger unter Kontrolle und hasst sich für seine Ausbrüche von ohnmächtiger Wut. Ein Feuer wütet in Berlin, ein Feuer der Erinnerung: Endlich kommt es zum Prozess gegen Pascal und seine Clique. Werden Nuri und Calvin Berlin rechtzeitig erreichen, um im Prozess gegen Pascal auszusagen, der damals das Feuer im Flüchtlingsheim gelegt hat? Kann es doch noch Gerechtigkeit geben? Kann ihre Liebe all dies überstehen? Oder bleibt nur das Feuer, das am Ende alles vernichtet? Für Jugendliche und Erwachsene ab 16 Jahren
(Quelle: amazon)

Bereits mit den ersten beiden Teilen der Reihe konnte mich Peer Martin richtig begeistern. Nun durfte ich auch Teil 3 „Feuerfrühling“ lesen und war entsprechend gespannt darauf was mich wohl erwarten würde.
Der Klappentext versprach mir bereits sehr viel und das Cover hat mir auch direkt gefallen. Also habe ich mich auch recht flott ans Lesen gemacht.

Die handelnden Charaktere waren mir bereits gut bekannt. Ich war sehr froh wieder zu ihnen zurückzukehren, um ihren Weg weiterzuverfolgen.
Nuri und Calvin haben sich beide im Verlauf extrem weiterentwickelt. Sie sind beide besondere Menschen, die sich um andere Sorgen.
Doch nicht nur die beiden genannten sind wichtige Charaktere, auch Cindy entwickelt sich wirklich weiter. Ihre Geschichte hat mich richtig berührt und mitgenommen.

Der Schreibstil des Autors ist einfach total mitreißend. Ich habe angefangen mit Lesen und war sofort mittendrin, bin richtig flott durch die Seiten gekommen. Ich habe mich fast schon wie ein Teil der Geschichte gefühlt, konnte alles gut nachvollziehen und verstehen.
Die Handlung setzt nach Band 2 ein, daher sollte man die beiden Vorgänger auch gelesen haben. Dann erst werden alle Zusammenhänge auch vollends klar. Und auch dieses Mal ist es wieder richtig spannend und nicht vorhersehbar. Man erfährt in verschiedenen Handlungssträngen was alles passiert. Zunächst laufen diese parallel, werden dann aber zu einem verknüpft. Das Geschehen ist so sehr komplex und vielsichtig.
Manches Mal scheint diese Geschichte hier aussichtslos, eher bedrückend, dann aber hat Peer Martin wieder Hoffnung eingebaut. Diese Hoffnung hält den Leser im Geschehen, treibt ihn voran, lässt ihn mitfiebern mit den Charakteren. Das hierbei immer wieder aktuelle Geschehnisse mit einfließen schürt in meinen Augen nur noch mehr Spannung.

Das Ende hat mich dann wirklich froh gestimmt. Es schien erst als würde es nicht so kommen wie ich es erhofft hatte, dann aber wurde noch alles gut. Ich empfand den Schluss als passend und abschließend, nicht nur für diesen 3. Teil sondern auch für die komplette Reihe.

Alles in Allem ist „Feuerfrühling“ von Peer Martin ein Abschlussband, der den Vorgängern in nichts nachsteht.
Charaktere, die sich sehr gut entwickelt haben und mir während des Lesens sehr vertraut geworden sind, ein mitreißender flüssig zu lesender Stil des Autors sowie eine Handlung, die ich als spannend, vielsichtig, überraschend und sehr aktuell empfand, haben mir hier auch dieses Mal wieder spannende Lesestunden beschert.
Wirklich zu empfehlen!

 

Ich danke dem Autor für das Rezensionsexemplar und die Leserunde!

 

Rezension Band 1
“Sommer unter schwarzen Flügeln”

Rezension Band 2
“Winter so weit”

 

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