Gelesen: „Der Himmel in deinen Worten“ von Brigid Kemmerer

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1941 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: HarperCollins (13. November 2017)
Sprache: Deutsch

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Immer hat Juliet Briefe an ihre Mutter geschrieben – selbst nach deren Tod vor Monaten hinterlässt sie ihr Nachrichten am Grab. Eines Tages findet sie eine Antwort – von einem Jungen, der genauso verzweifelt ist wie sie. Spontan schreibt sie zurück, und der Gedankenaustausch wird ihr zunehmend wichtiger. Doch dann erfährt Juliet, wem sie ihre tiefsten Gefühle offenbart hat. Sie kann nicht fassen, dass die Worte, die sie so berührt haben, von einem Loser wie Declan stammen. Oder ist seine raue Fassade nur ein Schutz, hinter dem sich eine verletzliche Seele verbirgt?
(Quelle: HarperCollins)

Der Roman „Der Himmel in deinen Worten“ stammt von der Autorin Brigid Kemmerer. Für mich war dies das erste Buch der Autorin und entsprechend gespannt war ich auf das, was mich hier wohl erwarten würde.

Die dargestellten Charaktere sind soweit gut gelungen. Ich konnte sie mir gut vorstellen und die Handlungen waren für mich verständlich.
Juliet wirkte wie das nette Mädchen von nebenan. Gerade erst hat sie ihre Mutter verloren, die Trauer ist noch immer allgegenwärtig. Declan hat sie bisher immer für einen Loser gehalten. Sie stempelt ihn einfach ab ohne ihn genauer zu kennen. Mit der Zeit aber entwickelt sich Juliet richtig weiter, sie erkennt ihre Fehler, auch wenns dauert.
Declan ist bereits vorbestraft und wird von allen gehasst. Dabei ist er eigentlich ein richtig toller Kerl, er ist beispielsweise ein echt guter Freund. Declan ist vielleicht ein wenig aufbrausend und sucht gerne mal den Streit mit anderen, sonst aber wirkte er auf mich glaubhaft und authentisch gezeichnet.

Neben den beiden Protagonisten gibt es noch andere Charaktere, die sich wunderbar ins Geschehen einfügen. Hier ist mir besonders Rev in Erinnerung geblieben. Er ist einfach ein total klasse Typ, der immer für Declan da ist.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und jugendlich gehalten. Man kann sich als Leser schnell einfinden, kann problemlos folgen und alles gut verstehen.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Sichtweisen der Protagonisten. Somit ist man ihnen noch viel näher und kann sich gut in sie hineinversetzen.
Auf die Handlung war ich ja sehr gespannt. Der Einstieg gelingt auch richtig gut, man ist auf Anhieb in der Geschichte drin. Die Autorin widmet sich hier einem recht ernsten Thema, der Trauerbewältigung. Daher geht es emotional und gefühlvoll zu. Die Geschichte selbst ist irgendwie vorhersehbar. Man ahnt schon wohin alles gehen wird. Nur ab und an tauchen Überraschungen auf, die neu Dinge ins Geschehen hineinbringen.

Das Ende hat mich dann wirklich überzeugt. Ich bin echt froh, dass es so gekommen ist, denn in meinen Augen ist dieser Schluss der einzig passende.

Zusammengefasst gesagt ist „Der Himmel in deinen Worten“ von Brigid Kemmerer ein Roman, der mich allerdings nicht komplett überzeugt hat.
Sehr gut gezeichnete Charaktere, ein leicht und flüssig zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die zwar ziemlich vorhersehbar ist, sonst aber vielerlei Emotionen und ein ziemlich ernstes Thema beinhaltet, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!