Rezension

Gelesen: „Joanna im freien Fall“ von Kerstin Westerbeck

11. Februar 2018

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1019.0 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 306 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 3741277274
Sprache: Deutsch

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Joanna Hochmuth, Tochter des Stararchitekten August Hochmuth, steht auf der 36. Etage eines Luxus-Rohbaus ihres Vaters. Sie zählt die letzten Schritte ihres überperfekten Lebens – und springt.
Nichts aber ist so schwer wie sterben. Joanna erwacht in einem fremden Bett, in einem fremden Haus, ist plötzlich frisch verheiratet und überhaupt in einem fremden Leben, das sich nur wenige Kilometer östlich von Frankfurt abspielt.
Joannas Todessprung geht durchs Netz. Blogger Leo Berger spürt die Meldung auf und wittert seine Story. Bei der Recherche stellen sich ihm ungeahnt hohe Herausforderungen; Leo muss unterscheiden zwischen Wahrheit und Lüge …
Ein skurriles Spiel mit Identität(en). Ein spannender Entwicklungsroman, der mit den Grenzen des „Ich“ experimentiert.
(Quelle: amazon)

Von Kerstin Westerbeck kannte ich bisher noch kein Buch. Nun durfte ich „Joanna im freien Fall“ aus ihrer Feder lesen und war sehr gespannt darauf was mich hier wohl erwarten würde.
Der Klappentext machte mich hier sehr neugierig und auch das Cover hat mich angesprochen. Also habe ich mich auch rasch ans Lesen gemacht.

Die gezeichneten Charaktere wirkten auf mich lebendig und vorstellbar. Ich konnte die Handlungen gut verstehen und nachvollziehen.
Im Zentrum des Geschehens steht Joanna Hochmuth. Als Tochter eines berühmten Frankfurter Architekten könnte man meinen Joanna hat alles und lebt ein glückliches Leben. Doch sie will nur eines, sterben. Aus Joanna wird dann hier Anna. Ich konnte mich gut in Joanna/Anna hineinversetzen, die Zweifel verstehen, den Irrglauben, es wirkte alles echt und nachvollziehbar. Joanna/Anna hat sehr viele Eigenarten, die interessant und liebenswert auf mich wirkten.
Chris, Annas Ehemann, mochte ich, das geb ich ehrlich zu, zu Anfang gar nicht. Das hat sich aber mit der Zeit gegeben, je näher ich ihn kennengelernt habe.

Das gleiche gilt auch für die anderen auftauchenden Charaktere. Manche, die man anfangs nicht mochte, entwickeln sich in eine Richtung, die man nicht erwarte. Und umgekehrt ist genauso. Sie alle wirkten auf mich jedoch lebendig und glaubhaft ausgearbeitet.

Der Schreibstil der Autorin wirkte flüssig und gut auf mich. Ich konnte dem Geschehen sehr gut folgen, es ist alles gut zu lesen und zu verstehen.
Geschildert wird das Geschehen aus zwei verschiedenen Perspektiven. Zum einen folgt man als Leser Joannas Sichtweise, die ich der Ich-Perspektive geschrieben ist. Und es gibt noch Leos Sichtweise. Hierfür hat die Autorin die personale Erzählperspektive verwendet.
Die Handlung hat mich ehrlich gesagt doch überrascht. Durch den Klappentext hat man eine gewisse Ahnung wohin die Reise gehen könnte, doch irgendwie kommt hier nochmals alles ganz anders. Zu Anfang war ich doch erst ziemlich verwirrt, dann aber als ich drin war, konnte ich nicht mehr aufhören. Ich empfand das Geschehen als spannend empfunden. Joanna erwacht nach ihrem Todessprung im Körper von Anna. Immer wieder gibt es hier dann Wendungen und Enthüllungen, die man so nicht auf dem Schirm hat. Hinzu kommen Blicke in die Vergangenheit, die neue Dinge ans Licht bringen. Die Handlung weist viel Tiefe auf, das gewählte Thema ist top ins Geschehen eingebaut und regt den Leser zum Nachdenken an. Und immer wieder schwebt hier auch die Frage mit wie wird alles aufgelöst am Ende.

Das Ende dann ist richtig gelungen. Ich hatte keine Idee wie es ausgehen könnte und kann sagen so wie dieser Schluss gehalten ist, er passt einfach sehr gut zur Gesamtgeschichte und macht sie rund.

Insgesamt gesagt ist „Joanna im freien Fall“ von Kerstin Westerbeck ein Roman, der mich gefangen genommen und überrascht hat.
Sehr gut gezeichnete glaubhafte Charaktere, ein flüssig zu lesender guter Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als spannend empfand und die den Leser zum Nachdenken anregt, haben mich wirklich begeistert und wunderbar unterhalten.
Sehr zu empfehlen!

 

Ich danke der Autorin und der NAB für das eBook!

 

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