Gelesen: “Tanz, meine Seele” von Kira Minttu

Taschenbuch: 350 Seiten
Verlag: ink rebels (5. Februar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3958693237
ISBN-13: 978-3958693234

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»Aber womöglich existiert dieser Teil in mir einfach nicht. Vielleicht bin ich Harper-ohne-diesen-Teil, einfach nur Harper, ein empfindungsarmes Tiefseewesen.«
Harper liebt das Tanzen, ihre Unabhängigkeit und daneben nur noch Molly, ihre eigensinnige Perserkatze. Reicht völlig aus, findet Harper, und beobachtet kopfschüttelnd, wie ihre beste Freundin Andra von einer Beziehungskatastrophe in die nächste stolpert.
Bis Harper beim Tanzen plötzlich vor einer Herausforderung steht, die sich weder durch Kampfgeist noch mit Sarkasmus lösen lässt: Wie soll sie Gefühle auf der Bühne zeigen, die sie nicht spürt?
Einen gäbe es vielleicht, der ihr helfen könnte. Doch vor ihm hält Harper ihr Herz erst recht unter Verschluss …
(Quelle: ink rebels)

Kira Minttu war mir bereits vor diesem Roman hier bekannt. Nun durfte ich „Tanz, meine Seele“ lesen und war entsprechend richtig gespannt auf das, was mich hier wohl erwarten würde.
Vom Cover war ich sehr angetan und der Klappentext versprach mir wirklich tolle Lesestunden. Also habe ich mich direkt nach Eintreffen des Buches ans Lesen gemacht.

Bei den Charakteren hat die Autorin richtig gute Arbeit geleistet. Ich war richtig begeistert von allen, die hier auftauchen, sie sind nicht Stereotyp, nein jeder hat etwas ganz Eigenes an sich, das ihn besonders macht.
Harper ist eine Wucht, ich hab sie vom ersten Satz an ins Herz geschlossen. Sie ist so herrlich authentisch, verbiegt sich nicht, ist vollkommen sie selbst. Sie redet wie ihr der Mund gewachsen ist, manchmal ist der Mund vielleicht schneller als der Kopf aber so ist sie halt. Zudem ist Harper sehr selbstbewusst, ironisch und sie liebt das Tanzen. Das ist ihre Bestimmung auch wenn sie es sich manches Mal selbst nicht unbedingt leicht macht.
Luke ist ein Kerl zum Dahinschmelzen. Am Anfang hab ich mich gefragt wer ist er wirklich. Er gibt zunächst nicht so viel von sich preis. Je weiter man aber im Geschehen vorankommt desto mehr lernt man Luke kennen. Er ist einfach ein Kerl, der das Herz am richtigen Fleck hat, er ist so bodenständig und normal und er sieht ziemlich gut aus.
Andra ist Harpers beste Freundin. Und ja ich hätte sie gerne ein paar Mal richtig geschüttelt. Andra ist nicht immer einfach aber ganz tief im Herzen ist sie verdammt gut.

Auch die Nebenfiguren, wie Sandro oder auch Bennet, sind der Autorin sehr gut gelungen. Für Manche entwickelt man Sympathien, andere wiederum würde man gerne gen Himmel schicken. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Der Schreibstil der Autorin ist richtig klasse. Ich wusste Kira Minttu kann es, immerhin kenne ich noch zwei andere Romane aus ihrer Feder. Ich kann aber ganz klar sagen, hier merkt man eine Entwicklung, sie schreibt flüssig und locker leicht. Ich habe angefangen und musste einfach immer weiterlesen, ich war gefangen im Buch.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Harper. Die Autorin hat hierfür die Ich-Perspektive verwendet. Sie passt hier sowas von, man fühlt mit Harper mit, ist immer bei ihr, kann ihr vollkommen folgen.
Von der Handlung war ich einfach begeistert. So richtig wusste ich nicht was mich erwartet, klar das Thema Tanzen steht im Mittelpunkt aber was drum herum geschieht ist auch nicht ohne. Ich habe mit Harper und all den anderen mitgefiebert, habe mich zum Teil sogar wiedergefunden. Und ich habe mit ihnen geweint, war am Boden zerstört. Die Emotionen und Gefühle waren für mich immer greifbar, ich habe Kira Minttu hier alles zu 100 Prozent abgenommen.
Die Handlung hier ist so viel mehr als nur eine Geschichte ums Tanzen, es geht um Liebe, um das sich Selbstfinden, um Freundschaft aber auch um die Familie und ja irgendwie auch ums Erwachsenwerden. Und genau diese Mischung macht dieses Buch für mich aus.

Das Ende ist toll. Es ist ein Abschluss in gewisser Weise aber gleichzeitig kann es auch ein Anfang sein. Ich bin so gespannt ob sich die Fortsetzung auch um Harper und Luke drehen wird oder ob andere die Hauptrollen einnehmen. Meinetwegen kann Kira ruhig noch ganz viele Teile schreiben, ich lese sie dann, alle.

Kurz gesagt ist „Tanz, meine Seele“ von Kira Minttu ein Roman, der mich schlicht und einfach umgehauen hat.
Authentische Charaktere, ein locker leichter Stil der Autorin sowie eine Handlung, die für mich einfach perfekt ist mit Themen wie dem Tanzen, der Selbstfindung, mit Liebe und auch mit Freundschaft, haben mich begeistert und vollkommen überzeugt.
Dieses Buch ist ein Highlight für mich, ich kann es jedem wirklich nur empfehlen!
Lesen, sofort!

 

Ich danke der Autorin für ihr Buch und die Leserunde!

 

1 Kommentar zu „Gelesen: “Tanz, meine Seele” von Kira Minttu“

  1. Das hört sich sehr interessant an – die Autorin ist mir schon untergekommen, allerdings habe ich bisher noch nichts von ihr gelesen – danke für die schöne Rezi, das Buch kommt auf meine WuLi 🙂

    LG Sabine aus Ö (Lesen und Träumen)

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