Gelesen: „Streuner: Verflucht liebenswert“ von Stefanie Scheurich

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2169.0 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 399 Seiten
Verlag: Sternensand Verlag (23. Februar 2018)
Sprache: Deutsch


Boru hat die Schnauze gestrichen voll von seiner Ausbildung zum Hexenmeister. Während er lieber Sänger werden würde, besteht seine Mutter darauf, dass er sein Studium an der Zauberschule vollendet. Er beschließt kurzerhand, abzuhauen und seinem Traum zu folgen. Womit er allerdings nicht gerechnet hat, ist der Fluch seiner Mutter, der ihn in eine Katze verwandelt, sobald er die Welt der Normalos betritt. Aber von seinem neuen Körper lässt Boru sich nicht aufhalten. Er begegnet Greta, einer Internatsschülerin, die den streunenden Kater bei sich aufnimmt. Seine Mutter hat allerdings noch einige Tricks auf Lager, um ihren Sohn zur Vernunft zu bringen. Bald schon ist Boru hin- und hergerissen zwischen der Pflicht, Greta nicht in die Probleme seiner Welt hineinzuziehen, und dem Wunsch, bei ihr zu bleiben. Denn auch ein Kater kann sein Herz an ein Mädchen verlieren.
(Quelle: Sternensand Verlag)

Der Roman „Streuner: Verflucht liebenswert“ stammt von der Autorin Stefanie Scheurich. Für mich war dies das erste Buch der Autorin überhaupt und so war ich richtig gespannt darauf was mich hier wohl erwarten würde.
Das Cover ist wirklich gelungen und der Klappentext macht neugierig. Also habe ich mich auch direkt ans Lesen gemacht.

Die hier auftauchenden Charaktere mochte ich sehr gerne. Auf mich wirkten sie vorstellbar und glaubhaft gezeichnet, man kann sich wirklich gut in sie hineinversetzen und die jeweiligen Handlungen nachvollziehen.
Die beiden Protagonisten Boru und Greta sind wirklich toll. Ihre Leben mögen total verschieden sein, dennoch aber haben sie ähnliche Dinge, die ihnen im Kopf rumgehen.
Boru kämpft damit, dass sein Leben bereits durchgeplant und vorbestimmt ist. Was er will spielt hierbei keine wirkliche Rolle. Boru aber rebelliert, er bricht aus und versucht alleine klarzukommen. Dabei hat er die Rechnung aber ohne seine Mutter gemacht. Mir persönlich gefiel Boru richtig gut. Er ist jemand der für sich und seine Träume kämpft, der nicht aufgibt. Wie er die Dinge hier anpackt hat mir richtig gut gefallen.
Greta hatte bisher auch nicht unbedingt ein leichtes Leben. Sie wurde ins Internat gesteckt, ihre Mutter interessiert sich nicht wirklich für sie, Greta fühlt sich alleingelassen und abgeschoben. Das bringt Greta dazu zu rebellieren. Auch sie gefiel mir wirklich richtig gut, man kann sich gut in Greta hineinversetzen und mit ihr identifizieren.

Auch die Nebenfiguren dieser Geschichte empfand ich als gut beschrieben. Sie bleiben aber klar hinter den Protagonisten zurück, da es zumeist Schüler oder Lehrer sind.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und flüssig. Zudem ist er sehr fantasievoll gehalten, man kommt als Leser recht schnell im Geschehen an und kann dann ohne Probleme folgen.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Sichtweisen von Boru und Greta. Somit folgt man beiden sehr nah und lernt sie gut kennen.
Die Handlung selbst beginnt recht spannend. Man wird als Leser auch direkt ins Geschehen geworfen, was mir persönlich wirklich gut gefiel. Doch leider hält diese anfängliche Spannung nicht das komplette Buch über. Immer wieder gibt es Passagen die nicht ganz so fesselnd gehalten sind, wo sich das Geschehen ein wenig zieht.
Von der Idee her fand ich diese Geschichte hier wirklich faszinierend und ich bin Boru und Greta sehr gerne auf ihrem Weg gefolgt.

Das Ende ist dann wiederum gut so wie es ist. Es schließt ab, macht rund und entlässt den Leser dann zufriedengestellt aus der Geschichte.

Zusammengefasst gesagt ist „Streuner: Verflucht liebenswert“ von Stefanie Scheurich ein Fantasyroman, der mich bis auf ein paar Kleinigkeiten wirklich gefangen nehmen konnte.
Gut gezeichnete vorstellbare Charaktere, ein flüssiger gut zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die spannend gehalten ist, allerdings zwischenzeitlich leider auch etwas langwierig wird, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!