Gelesen: “Was bleibt, sind wir” von Jill Santopolo

Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (12. Februar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453422155
ISBN-13: 978-3453422155
Originaltitel: The Light We Lost


Zwei Menschen. Ein Augenblick. Was wäre wenn?
Lucy und Gabe treffen sich mit Anfang zwanzig in einem Uni-Seminar, und diese Begegnung verändert ihr beider Leben für immer. Gemeinsam lernen sie die erste große Liebe kennen. Nur eines bedenken sie nicht: dass ihre Wünsche sie immer weiter auseinander treiben könnten. Lucy macht Karriere in New York, während Gabe als Fotograf um die Welt reist. Trotzdem können sie einander dreizehn Jahre lang nicht vergessen. Werden sie erneut zueinander finden? Ein einziger Augenblick könnte das entscheiden …
(Quelle: Heyne Verlag)

Der Roman „Was bleibt, sind wir“ stammt von der Autorin Jill Santopolo. Es ist mein erster Roman der Autorin gewesen. Angesprochen wurde ich hier sowohl vom Klappentext als auch vom Cover und so habe ich mich auch recht flott ans Lesen gemacht.

Die die handelnden Charaktere hat die Autorin sehr authentisch und vorstellbar gezeichnet. Man lernt beide Protagonisten wirklich gut kennen und kann die Handlungen nachvollziehen.
Lucy ist eine sympathische Protagonistin. Man kann sich als Leser sehr gut in sie hineinversetzen, kann mit ihr mitleiden und mitlachen.
Aber auch Gabe empfand ich als sehr gut beschrieben. Auch ihn empfand ich als sympathisch und glaubhaft gezeichnet.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und emotional. Man kommt als Leser sehr leicht durch die Seiten und kann ohne Probleme folgen.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Lucy. Die Autorin hat hierbei die Ich-Perspektive verwendet, die wirklich sehr gut zur Geschichte passt.
Die Handlung hat mich berührt. Man kommt schnell ins Geschehen hinein und kann sehr gut folgen. Ich empfand die Emotionen sehr gut beschrieben, sie werden gut zum Leser transportiert. Den Hintergrund mit dem 11. September fand ich gut eingearbeitet. Man kann gut nachvollziehen wie sich alles damals abgespielt hat. Und Lucy und Gabe mittendrin.
Das Geschehen weiß den Leser gut zu unterhalten. Es ist eine doch besondere Liebesgeschichte, die allerdings kaum Überraschungen parat hat. Ich fand es ein wenig schade, hatte ich mir hier doch ein wenig mehr erhofft.

Das Ende kann nochmal einiges rausreißen. Ich fand es klasse, ich hat es überrascht und es ist wirklich gut gewählt. Ich fand es sehr stimmig und passend.

Insgesamt gesagt ist „Was bleibt, sind wir“ von Jill Santopolo ein Roman, der mir nicht ganz das bieten konnte was ich erwartet habe.
Sehr gut gezeichnete Charaktere, deren Emotionen für mich greifbar waren, ein flüssig zu lesender leichter Stil der Autorin und eine Handlung, die zwar eine richtig tolle Liebesgeschichte und auch sonst wirklich toll erzählt ist, in der mich aber nicht viel überraschen konnte, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!