Gelesen: „Krieger der Lüfte“ von Marion Hübinger

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1337.0 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Papierverzierer Verlag (8. März 2018)
Sprache: Deutsch


Leylas Freund wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich mit ihr zusammenzuziehen. Doch statt mit ihm gemeinsam Pläne zu schmieden, bucht die junge Verlagsangestellte spontan eine längere Pilgertour von München nach Lindau, um der endgültigen Entscheidung aus dem Weg zu gehen. Ob da das Schicksal seine Finger im Spiel hat, da sie am vierten Tag bei einem harmlosen Spaziergang im Klosterpark in eine völlig fremde Welt katapultiert wird? Eine Welt, in der sie von dem gut aussehenden Akim, einem der letzten Angehörigen seines Volkes, gefunden wird. Für ihn ist gleich klar, dass sie gerufen worden ist, um den Krieger der Lüfte, einen riesigen mörderischen Adler, zu vernichten. Ihre folgenschweren Entscheidungen beeinflussen allerdings nicht nur das Leben von Akims Volk – sie betreffen auch ihr Leben, zumal sie mehr als nur einem Feind gegenübersteht.
(Quelle: amazon)

Von Marion Hübinger habe ich bereits ein paar andere Romane gelesen. Bisher war ich auch immer sehr angetan von ihren Geschichten. Nun durfte ich auch ihr neuestes Werk „Krieger der Lüfte“ lesen und war entsprechend gespannt auf die Geschichte, die mich hier erwarten würde.
Das Cover gefiel mir wirklich sehr gut und der Klappentext machte neugierig. Also habe ich auch ziemlich flott mit dem Lesen begonnen.

Ihre Charaktere hat die Autorin auch richtig gut gezeichnet. Ich als Leser konnte sie mir sehr gut vorstellen und die Handlungen waren für mich gut zu verstehen.
Leyla ist eine junge Frau, die mir gut gefallen hat. Sie wirkte sehr selbstbewusst auf mich. Gerade steckt sie in einer Phase wo sie für sich selbst entscheiden muss wie ihr Leben weitergeht. Das ist nicht gerade einfach, doch Leyla setzt sich damit auseinander und mir gefiel dies wirklich sehr gut. Ich mochte Leyla gerne, man kann sich als Leser gut in sie hineinversetzen und die Handlungen jederzeit nachvollziehen.
Akim kommt aus einer komplett anderen Welt als Leyla. Er ist ein treuer, sehr fürsorglicher junger Mann, dem die Natur sehr wichtig ist. Leyla beschützt er wo er nur kann. Mich hat Akim sehr fasziniert, ich habe ihn wirklich sehr gerne gemocht.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und leicht zu lesen. Ich habe das Buch angefangen und war recht schnell vollkommen gefangen.
Die Handlung ist an sich doch spannend gehalten. Ich hatte ja doch ziemliche Erwartungen an die Geschichte. Diese wurden jedoch nicht komplett erfüllt. Zwischendrin gibt es hier leider immer mal wieder Passagen, die ein wenig zäh sind. Sie halten zum Glück nicht lange an, werden von Szenen abgelöst wo wieder Spannung aufkommt.
Die Umgebungsbeschreibungen sind richtig klasse. Marion Hübinger beschreibt die Kulisse sehr bildhaft, man kann sich hier alles sehr gut vorstellen, es wirkt lebendig.

Zum Ende hin zieht die Spannungskurve nochmals merklich an. Es wird hier temporeich und der eigentliche Schluss ist dann einfach klasse. Mich hat dieses Ende überrascht, in meinen Augen passt es ganz super zur Geschichte und macht alles schön rund.

Abschließend gesagt ist „Krieger der Lüfte“ von Marion Hübinger ein Fantasyroman, der meine Erwartungen nicht ganz erfüllen kann.
Interessante, sehr gut gezeichnete Charaktere, ein flüssig zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die an sich spannend gehalten ist, zwischenzeitlich aber leider ein wenig zäh wird, haben mir dennoch aber unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!