Gelesen: „One of us is lying“ von Karen M. McManus

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3552 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: cbj (1. Februar 2018)
Sprache: Deutsch

Eine Highschool, ein Toter, vier Verdächtige …
An einem Nachmittag sind fünf Schüler in der Bayview High zum Nachsitzen versammelt. Bronwyn, das Superhirn auf dem Weg nach Yale, bricht niemals die Regeln. Klassenschönheit Addy ist die perfekte Homecoming-Queen. Nate hat seinen Ruf als Drogendealer weg. Cooper glänzt als Baseball-Spieler. Und Simon hat die berüchtigte Gossip-App der Schule unter seiner Kontrolle. Als Simon plötzlich zusammenbricht und kurz darauf im Krankenhaus stirbt, ermittelt die Polizei wegen Mordes. Simon wollte am Folgetag einen Skandalpost absetzen. Im Schlaglicht: Bronwyn, Addy, Nate und Cooper. Jeder der vier hat etwas zu verbergen – und damit ein Motiv…
(Quelle: cbj)


Mit „One of us ist lying“ ist der Debütroman von Karen M. McManus nun auch in Deutschland erschienen. Ich war richtig gespannt auf die Geschichte, die mich hier erwarten würde.
Das Cover empfand ich als passend und der Klappentext sprach mich sehr an. Also habe ich mich auch rasch ans Lesen gemacht.

Die Charaktere hat die Autorin hier sehr gut gezeichnet. Sie sind unterschiedlich und wirklich vielseitig, man kann sie sich gut vorstellen und die Handlungen nachvollziehen.
Als Leser trifft man hier auf 5 unterschiedliche Protagonisten. Man lernt hier Bronwyn, Nate, Addy und Cooper kennen.
Bronwyn mochte ich gerne. Sie lernt hier was es heißt zu Fehlern zu stehen und das man doch nicht immer nur perfekt sein muss. Nate ist jemand der mit Drogen dielt. Auf Tratsch und Klatsch gibt er nicht viel.
Nate ist jemand der sich nicht versteckt, der sich gibt wie er ist und der auch ab und an mal ein paar eher ruhigere Momente hat.
Cooper steht immer unter Druck, als Sportler wird immer Leistung von ihm verlangt. Er macht es dem Leser nicht so leicht ihn zu mögen.
Addy sieht sehr gut aus, ist beliebt und wirkte zu Anfang doch eher oberflächlich auf mich. Mit der Zeit aber lernt man sie besser kennen und merkt, dass sie auch menschlich und sympathisch sein kann.
Und dann gibt es da noch Simon, den fünften im Bunde. Für ihn endet das Nachsitzen tödlich.

Die Nebenfiguren dieses Buches hier bleiben leider doch recht blass. Das Geschehen fokussiert sich vollkommen auf die Protagonisten. Ich fand es ein wenig schade, hätte ich doch gerne ein wenig mehr über die anderen Charaktere erfahren.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut zu lesen. Sie schafft es den Leser mitzureißen, es ist alles verständlich und lässt sich richtig flüssig lesen.
Geschildert wird das Geschehen aus insgesamt 5 Sichtweisen. Am Anfang hatte ich hier richtige Probleme alles zu verfolgen, war nicht selten doch ein wenig verwirrt. Man gewöhnt sich aber dran und kann am Ende doch gut folgen.
Die Handlung hat mich richtig gefesselt. Das Geschehen ist spannend gehalten. Allerdings zwischendrin gibt es immer wieder Passagen, die sich doch in die Länge ziehen. Diese halten Glück nicht zu lange an, werden von interessanteren abgelöst.
Die Autorin hat hie geschickt immer wieder Wendungen in die Handlung eingebaut, die das Geschehen in neue Richtungen lenken.

Je näher das Ende kommt desto mehr war ich in der Handlung gefangen. Gen Schluss kommt hier noch eine Wendung, die ich so nicht erwartet hatte.
Das eigentliche Ende dann hat mir richtig gut gefallen. Es passt sehr gut zur Gesamtgeschichte, schließt sie gut ab und macht alles rund.

Letztlich gesagt ist „One of us is lying“ von Karen M. McManus ein Jugendroman, der mich bis auf ein paar kleinere Dinge wirklich überzeugen konnte.
Charaktere, die ich als sehr gut beschrieben empfand, ein flüssiger, sehr angenehmer Stil der Autorin und eine Handlung, die spannend gehalten ist, zwischenzeitlich aber immer mal wieder ein paar längere Passagen hatte, haben mir sehr unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!