Gelesen: “Sterne über dem Meer” von Kimberley Freeman

Broschiert: 512 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (19. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442205476
ISBN-13: 978-3442205479
Originaltitel: Stars Across the Ocean

Als Victoria Camber das Büro ihrer kranken Mutter in Bristol ausräumt, bringt der Fund eines Briefes sie auf die Spur eines Familiengeheimnisses und der dramatischen Lebensgeschichte einer ihr unbekannten Frau. Nordengland 1874: Endlich ist Agnes Resolute volljährig und darf das Findelhaus, in dem sie aufgewachsen ist, verlassen. Vor ihrer Abreise erfährt sie, dass ihr als Baby ein Andenken mitgegeben wurde – ein Knopf mit einem Einhorn. Agnes glaubt zu wissen, wem der Knopf gehörte: Genevieve Breakby, der Tochter einer noblen Familie. Doch diese hat England mittlerweile Richtung Australien verlassen. Und so begibt sich Agnes auf Suche nach ihrer Mutter und eine ungewisse Reise …
(Quelle: Goldmann Verlag)


Der Roman „Sterne über dem Meer“ stammt von der Autorin Kimberly Freeman. Bisher kannte ich noch kein Buch von ihr, umso interessierte war ich an dieser Geschichte.
Der Klappentext hat mich richtig neugierig gemacht und auch das Cover gefiel mir sehr gut. Also habe ich mich auch rasch ans Lesen gemacht.

Die Charaktere hat die Autorin wirklich sehr anschaulich beschrieben. Man kann sie sich als Leser wirklich gut vorstellen, fühlt sich mit ihnen verbunden.
Victoria lebt in der Gegenwart und sie ist die einen alten Brief von ihrer Mutter findet. Man erfährt aber leider nicht unbedingt sehr viel über sie, was ich ein wenig schade empfand.
In der Vergangenheit, einem Parallelstrang, folgt der Leser Agnes. Sie habe ich auf Anhieb richtig gerne gehabt, sie ist so herzlich und liebenswert. Wenn sie sich etwas vornimmt das zieht sie es auch durch, ihr Wille ist wirklich immens. Man lernt sie als Leser sehr gut kennen, erkennt das Agnes‘ Leben nicht so einfach war bisher, sie hat nichts geschenkt bekommen.

Nicht nur die beiden Frauen sind der Autorin gelungen, auch die anderen Charaktere hat sie gut beschrieben. Man kann sie sich als Leser wirklich gut vorstellen und die Handlungen verstehen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und lässt sich gut lesen. Sie passt sich den Protagonistinnen an, daran erkennt man gut wo man sich gerade befindet.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Sichtweisen von Victoria und Agnes. Somit wechselt man auch immer zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her.
Die Handlung selbst empfand ich als stimmig und sehr interessant. Es gibt viele spannende Passagen, hinzu kommt einiges an Dramatik und auch traurige Szenen sind vorzufinden.
Leider folgt hier nach einem wirklich starken Start ein eher mittelmäßiger Mittelteil. Hier fand ich leider ein paar Stellen vor, die sich für mich doch zäh und langwierig angefühlt haben. Erst zum Ende hin wurde es dann wieder richtig interessant und spannend.

Das Ende ist in meinen Augen gelungen. Ich finde es passt sehr gut zur hier geschilderten Gesamtgeschichte, schließt sie sehr gut ab und macht sie rund. Als Leser wird man zufriedengestellt aus dem Buch entlassen.

Alles in Allem ist „Sterne über dem Meer“ von Kimberly Freeman ein Roman, der mich nicht komplett für sich gewonnen hat.
Sehr gut beschriebene Charaktere, ein angenehmer Stil der Autorin und eine Handlung, die zwar interessant, spannend und auch emotional gehalten ist, deren Mittelteil aber leider doch etwas zäh wirkt, haben mir dennoch unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

 

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