Interview mit Katharina B. Gross – Blogtour “Mehr als Freundschaft”

Hallo meine lieben Leser,

ich begrüße euch zum heutigen Tag 5 unserer Blogtour zum Roman

“Mehr als Freundschaft”

von Katharina B. Gross.

Ich hoffe euch hat unsere Blogtour bisher gut gefallen und ihr habt so einiges an Infos rund um das Buch mitnehmen können.
Erst gestern stoppte der Tourbus bei Benny, der sich mit dem Thema “Ängste” befasst hat.

Unseren gesamten Tourplan könnt ihr hier nachlesen.

**********************

Zum heutigen Abschluss habe ich ein Interview mit der Autorin Katharina B. Gross für euch.

Viel Spaß beim Lesen!

Hallo liebe Katharina,

es freut mich, dass ich dir im Rahmen unserer Blogtour ein paar Fragen stellen darf.

Magst du dich zu Beginn vielleicht einmal ganz kurz vorstellen? Wer verbirgt sich hinter Katharina B. Gross?
Hallo ihr Lieben. Ich bin Katharina B. Gross, Jahrgang 1988, und schreibe seit einiger Zeit Romane im Genre Gay Romance. Wenn ich nicht schreibe, dann arbeite ich Vollzeit in einer Steuerberatungskanzlei. Zusammen mit meinem Mann lebe ich in einem Häuschen auf einem Berg am Waldrand. Meine Freizeit verbringe ich hauptsächlich mit dem Schreiben, Lesen oder mit meiner Familie.

Vor Kurzem ist mit „Mehr als Freundschaft“ dein neuer Roman erschienen. Für alle Leser, die ihn noch nicht kennen, kannst du vielleicht in zwei bis drei Sätzen zusammenfassen worum es geht?
In dem Roman geht es um die besten Freunde Marco und Nils, die heimlich ein Liebespaar sind, es aber ihren Freunden nicht zeigen. Nils hat Angst, sich vor den Leuten in seiner Nähe als homosexuell zu outen, weil er in seiner Vergangenheit schlechte Erfahrungen machen musste. Leider wird durch das Versteckspiel die Liebe der beiden auf eine harte Probe gestellt. Wie es ausgeht, müsst ihr dann schon selbst lesen.

Wie kam dir die Idee zu „Mehr als Freundschaft“? Hat er sich dann beim Schreiben so entwickelt wie du es dir vorgenommen hast oder kam doch alles ganz anders?
Mh, das ist eine gute Frage. Die Idee kam ziemlich spontan und ich habe mich beim Schreiben einfach von den Charakteren treiben lassen, weil ich eigentlich gar keinen richtigen Plan hatte, in welche Richtung sich die Story entwickelt.

Welchen deiner Charaktere magst du am liebsten? Eher Marco? Oder lieber Nils? Und warum?
Eigentlich mag ich beide. Wenn ich jedoch wählen würde, dann ist es eher Marco mit seiner liebenswerten Art, der mir besonders ans Herz gewachsen ist.

Wie viel von dir selbst steckt in deine Charaktere? Oder sind es doch eher äußere Einflüsse, die eine Rolle spielen?
Ein paar Eigenschaften finden sich sicher hier und da, aber hauptsächlich habe ich mir meine Charaktere ausgedacht.

Würdest du denn gerne mal mit deinen Charakteren tauschen und ihre Geschichte selbst erleben wollen?
Nein, ich denke nicht. Da ich schon immer irgendwie ein bisschen Drama mit in meine Storys einbaue, wäre ich wohl nicht so erpicht darauf, dieses Drama selbst durchleben zu müssen.

Wie bist du zum Schreiben gekommen? Gab es da einen Auslöser und kam es einfach so?
Geschrieben habe ich schon in meiner Kindheit ziemlich viel. Angefangen von Aufsätzen in der Schule bis hin zu schlechten Fanfiktion. Nach zehnjähriger Pause habe ich dann endlich wieder mit dem Schreiben angefangen, weil ich gespürt habe, dass mir neben der Arbeit einfach ein „kreativer“ Ausgleich gefehlt hat.

Wenn du schreibst, wie gehst du dann vor? Plottest du alles genau durch oder schreibst du einfach drauf los?
*lach* Ich kann gar nicht plotten. Ich habe es schon mal probiert und es ist mir ziemlich schwergefallen. Vor allem, weil sich die Story dann im Schreibprozess sowieso in eine völlig andere Richtung entwickelt hat, wie ursprünglich geplant. Meistens habe ich einfach eine grobe Idee, einen Namen oder eine Szene, um die ich dann einfach eine Story drum herum baue. Ich setze mich dann einfach ziemlich planlos vor den Laptop und starte. Die Idee kommt dann von ganz alleine.

Wie lange brauchst du in der Regel für einen Roman, also von der ersten Idee bis zum fertigen Buch? Und ist dies dann bei jedem Buch gleich oder unterscheiden sich die Prozesse?
Das hängt sehr viel davon ab, wie viel Zeit mir nach der Arbeit zum Schreiben bleibt. Wenn es gut läuft, dann benötige ich für die Rohfassung ungefähr einen Monat (man bedenke, dass meine Romane nie wirklich lang sind mit ca. 60.000 Wörtern), für die Überarbeitung dann noch ca. zwei Wochen. Meinen Schornsteinfeger (Das Glück gehört mir) habe ich im April 2017 geschrieben (erschienen Oktober 2017 im dead soft Verlag), während ich z.B. für die Kurzgeschichte um Patrick & Oliver (Für immer Liebe, erschienen im Januar 2018) mehr als drei Monate gebraucht habe (und die Story hat bloß 20.000 Wörter LOL). Es liegt also nicht an der Story an sich, sondern einfach, wie sehr mich das Privatleben einnimmt. 

Ein ganz typischer Tag in deinem Leben, wie müssen wir uns diesen vorstellen?
Mein Alltag ist wirklich nicht sehr spektakulär: Zurzeit stehe ich um 7:00 auf, fahre zur Arbeit, komme um 17:30 nach Hause, koche etwas zum Abendessen, unterhalte mich mit meinem Mann oder schaue mit ihm eine Serie auf Netflix. Wenn Zeit bleibt, schreibe ich noch ein wenig, bevor ich gegen 23:00 ins Bett gehe. Wie ihr seht, ziemlich normal eigentlich.

Du schreibst ja hauptsächliche im Gay-Romance Genre. Gibt es ein Genre in dem du gerne mal ein Buch veröffentlichen würdest? Und welches Genre liegt dir gar nicht?
Das weiß ich noch gar nicht, weil ich bis auf Gay Romance noch nichts Anderes ausprobiert habe. Ich würde gerne einen Heteroroman schreiben, doch leider fehlt mir da die zündende Idee. Ziemlich gerne würde ich mal einen Krimi schreiben, aber dafür müsste wohl zu viel recherchieren. Recherche und ich sind leider keine Freunde, also wird es wohl nur bei dem Gedanken bleiben LOL.

Was liest du eigentlich selbst gerne? Sind es dann eher eBooks oder doch noch ganz klassisch Printromane, zu denen du greifst?
Ganz unterschiedlich. Ich lese eBooks nur, wenn ich unterwegs bin (was zurzeit nicht so oft vorkommt). Daheim greife ich immer noch ganz altmodisch zum Taschenbuch. Da ich jedoch neben dem Schreiben fast gar nicht lese, stapelt sich schon einiges auf meinem SuB.

Wenn du auf dein bisheriges Leben zurückblickst, ist alles so verlaufen wie du es dir gewünscht hast? Oder würdest du, wenn du könntest, jetzt irgendwas anders machen?
Eigentlich bin ich ganz zufrieden mit meinem Leben. Wenn ich etwas anders machen könnte, würde ich es vermutlich nicht tun, denn alles passiert genau so und genau dann, wenn es passieren muss. Für alles gibt es im Leben den perfekten Zeitpunkt, auch wenn man es vielleicht nicht immer erkennt.

Lass uns doch mal in die Zukunft schauen … darfst du schon etwas über zukünftige Projekte verraten? Worauf dürfen wir Leser uns als Nächstes freuen?
Oh ja. Im Mai 2018 erscheint bereits mein neuer Coming-of-Age Roman bei foreyer by Ullstein über Julian und Markus, der sich gerade im Lektorat befindet und noch keinen Titel hat. Auf dieses Buch freue ich mich ganz besonders, denn es ist mein allererster Roman, den ich in 2016 geschrieben habe (und der mit über 100.000 Wörtern auch der allerlängste ist). Das Buch unterscheidet sich sehr von den Romanen, die man sonst von mir kennt, denn es ist eher ein Jugendbuch mit jungen Protagonisten. Ich bin gespannt, wie es bei den Lesern ankommt. Außerdem schreibe ich gerade an einer Boyband Romance, die hoffentlich noch Ende 2018 erscheinen wird. Bei welchem Verlag die Story dann landet, steht noch nicht fest, schließlich muss sie erst einmal zu Ende geschrieben werden.

Zum Abschluss hast du das Wort … was wolltest du deinen Lesern schon immer mal sagen?
Ich bin wirklich froh darüber, dass ihr meine Geschichten lest und mit meinen Jungs mitfiebert, denn ich mache es ihnen ja bekanntlich nicht immer ganz so leicht, ein Happy End zu finden. Danke dafür!

Vielen lieben Dank liebe Katharina, für deine Zeit und deine Antworten.

**********************

Eckdaten zum Buch:

Marco und Nils sind beste Freunde, sie gibt es nur im Doppelpack. Das ist etwas, das jeder weiß. Was jedoch nicht jeder weiß: Eigentlich sind die beiden ein Paar. Kein Problem für sie – oder vielleicht doch? Wie lange können sie dieses Geheimnis für sich behalten? Wie lange sind beide mit diesem Versteckspiel glücklich? Und was passiert, wenn der eigene Freundeskreis plötzlich versucht, Marco an die Frau zu bringen?
(Quelle: amazon)

Ich habe das Buch bereits gelesen. Meine Rezension findet ihr hier.

**********************

Das Gewinnspiel

Preis 1
Armband + 1 Print “Mehr als Freundschaft”

Preis 2
1 Print “Mehr als Freundschaft”

Preis 3
1 eBook “Mehr als Freundschaft” im Wunschformat

Um die Chance auf eines der Preise zu haben beantwortet bitte die nachstehende Frage in den Kommentaren.

Bewerben könnt ihr euch bis einschließlich 01.April 2018!

Die Gewinnerbekanntgabe am 03. April erfolgt dann unter www.netzwerk-agentur-bookmark.com.

 

Tagesfrage:

Wie geht ihr mit de Thema Homosexualität um?
Gehört es für euch in der heutigen Zeit dazu?
Beschreibt eure Gedanken doch bitte in zwei bis drei Sätzen!

 

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden!

 

5 Kommentare zu „Interview mit Katharina B. Gross – Blogtour “Mehr als Freundschaft”“

  1. Manuela Schäller

    Huhu,
    Danke für deinen Beitrag.
    Normal? Was ist denn normal? Heute ist die Welt offener und bunter (sollte sie zumindest sein)
    Es sollte heute einfach akzeptiert werden. Jeder hat genau ein Leben und das sollte jeder so gestalten und leben wie er möchte, jeder muss selbst glücklich werden.
    Es gibt so viel Schlimmes und Mist, Krankheiten der Druck der auf einem lastet. Da muss man es den Menschen doch nicht noch schwerer machen. Lasst sie einfach glücklich sein und seit froh das ihr gesund seit und akzeptiert werdet so wie ihr seit.

    LG Manu

  2. Sabrina Wohlert

    Guten Tag,

    ich finde einfach das es normal ist und es gehört zu unser heutigen Zeit. Es ist ein Art Wandel um es ganz vorsichtig zu sagen und normal und ich betrachte es rein biologisch, religiös kann man da so und so nicht argumentieren.

    Danke für das Interview.

    Gruß
    Sabrina Wohlert

  3. Hey 🙂
    Vielen Dank für das schöne Interview.
    Darf man auch eine Frage stellen? Ich finde es immer sehr interessant zu erfahren, mit welchem Protagonisten (natürlich auch eigene Protas) Autoren gerne einen Tag tauschen würden?

    Für mich gehört Homosexualität zum Leben dazu. Nicht nur, weil zwei meiner engsten Freunde schwul sind, auch weil es ganz natürlich ist. Wir haben im Tierreich mehr als genug Beispiele dafür. Auch in der Antike war Homosexualität etwas völlig Normales. Die Menschheit hat nur verlernt, sich darauf zu besinnen, was wirklich wichtig ist. Und dazu gehört ganz sicher nicht, sich über die Sexualität anderer Menschen aufzuregen oder gar richten zu wollen. Für viele ist das wohl aber ein geeigneter Weg, sich nicht mit ihren eigenen Probleme und ihrem eigenen unzufriedenen Leben auseinandersetzen zu müssen.

    Liebe Grüße
    Ramona

  4. Huhu, ich finde halt die liebe fällt dahin wo sie eben hinfällt und da spielt es für mich keine Rolle ob es 2 Männer, 2 Frauen oder eben Frau und Mann sind, auch der Altersunterschied spielt für mich in den meisten Fällen keine Rolle. Ich finde aber gerade in der heutigen Zeit sollte man mit diesem Thema locker umgehen können und nach dem Motto, leben und leben lassen handeln. Tolles Interview:)

  5. Hallo!
    Ehrlich gesagt muss ich damit gar nicht groß “umgehen”, denn mir ist es völlig egal, ob ein Mann eine Frau oder einen Mann bzw. eine Frau einen Mann oder eine Frau liebt. Mich interessiert ehrlich gesagt die Sexualität meiner Mitmenschen nicht und bei Treffen im Freundeskreis ist ja nur wichtig, dass liebe Menschen da sind.
    Viele Grüße
    Yvonne

Kommentarfunktion geschlossen.