Gelesen: „Schattenlicht: Goldenes Licht“ von Izzy Maxen

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 751 KB
Seitenzahl der Printausgabe: 324 Seiten
Sprache: Deutsch

Eine Prinzessin. Ein Dieb. Ein König.
Liebe. Verzweiflung. Verrat.
Und eine geheimnisvolle Prophezeiung.

Siennas Welt bestand einst aus Glanz und Ruhm. Doch seit ihr Vater unheilbar krank zu sein scheint, regiert seine zweite Frau als Königin das Lichtland. Gesetze, die immer galten, werden missachtet, die Bevölkerung wird kontrolliert und geblendet, und ein unterdrücktes Volk wird zum Sündenbock gemacht. Hass und Unruhen nehmen zu und treiben das Lichtland an den Rand eines Bürgerkrieges. Mit der Ankunft des mächtigen Dunklen Königs überschlagen sich die Ereignisse.
In all dem Chaos kämpft die Lichtprinzessin darum, zu verstehen, was falsch und was richtig ist, und sie erkennt, dass es an der Zeit ist, Verantwortung zu übernehmen. Aber wem kann sie noch trauen? Ihrem Verlobten, dem Dunklen König, der bis zu seiner Rückkehr ins Lichtland ihre Träume bestimmt hat, oder dem undurchschaubaren, geheimnisvollen Thy, der kommt und geht, wie es ihm beliebt, der sie verhöhnt und provoziert und doch der Einzige ist, der sie mit der schonungslosen Wahrheit konfrontiert?
(Quelle: amazon)

Die Autorin Izzy Maxen war mir bisher gänzlich unbekannt. Daher war ich auch recht gespannt auf „Schattenlicht: Goldenes Licht“ aus ihrer Feder. Es ist der Auftaktband einer Trilogie und angesprochen vom ansprechenden Cover und dem Klappentext war ich neugierig darauf was mich wohl erwarten würde.

Die Charaktere hat die Autorin soweit gut gezeichnet. Ich konnte sie mir alle recht gut vorstellen, wobei ich aber sagen muss, sie waren mir nicht alle unbedingt sympathisch.
Sienna fand ich doch irgendwie ziemlich naiv und ja teilweise auch nervig. Dass sie die Lichtprinzessin ist wird mehr als einmal betont, ich fand es ehrlich gesagt ein wenig zu viel. Irgendwie empfand ich sie auch ein wenig überheblich. Im Verlauf des Geschehens entwickelt sie sich ganz gut.
Ciaran hat es mir auch nicht unbedingt einfach gemacht. Die königliche Seite an ihm ist absolut klasse. Sein Verhältnis zu Sienna allerdings empfand ich als etwas merkwürdig. Mir ging diese Liebe hier zu schnell, ich empfand sie als nicht wirklich nachvollziehbar und glaubhaft.
Der beste Charakter des gesamten Buches ist für mich klar Thy. Er ist grundehrlich und hat mein Herz im Sturm erobert. Er stellt auch klar Sienna in den Schatten, bei ihm stimmte es einfach.

Die anderen Charaktere empfand ich als annehmbar dargestellt. Sie bleiben aber alle recht blass im Hintergrund, man erfährt nicht unbedingt viel über sie. Bei einigen empfand ich dies schade, hier hätte man mehr rausholen können.

Der Schreibstil der Autorin ist gut und angenehm zu lesen. Ich habe ein paar Seiten gebraucht um wirklich im Geschehen anzukommen, dann aber kam ich flüssig voran.
Die Handlung ist an sich interessant. Sie braucht aber um wirklich in Fahrt zu kommen, bis wirklich Spannung da ist.
Die Idee fand ich sehr gut, hier hat sich die Autorin etwas für mich faszinierendes einfallen lassen. Allerdings die Umsetzung traf nicht immer meinen Geschmack. Es gibt hier Szenen, die mir zu lang waren, während andere wiederum zu schnell abgehandelt wurden. Ein Mittelweg wäre vielleicht die Lösung gewesen.
Die geschaffene Welt wiederum ist absolut gelungen. Hier gibt es nichts zu rütteln, ich konnte sie mir sehr gut vorstellen, die Beschreibungen empfand ich als wirklich toll.

Das Ende kommt recht schnell und es passt doch recht gut zu diesem ersten Teil. Es lässt viel Raum für die Fortsetzung, die im Herbst 2018 erscheinen wird. Ob ich den zweiten Teil lese entscheide ich erst wenn es soweit ist.

Abschließend gesagt ist „Schattenlicht: Goldenes Licht“ von Izzy Maxen ein Trilogieauftakt, der mich nicht vollkommen von sich überzeugen konnte.
Charaktere, die soweit gut dargestellt sind, ein nach kurzer Einlesezeit angenehmer Stil der Autorin und eine Handlung, in der man als Leser eine wirklich faszinierende, toll beschrieben Welt vorfindet, die jedoch einige Zeit braucht um wirklich an Fahrt und Spannung zu gewinnen, lassen mich zwiegespalten zurück. Man hätte hier um einiges mehr herausholen können, Potential ist viel da.
Irgendwie schade.