Gelesen: „Wasteland 1: Tag des Neubeginns“ von Emi­ly Bähr

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3110 KB
Seitenzahl der Printausgabe: 388 Seiten
Verlag: Impress (5. April 2018)
Sprache: Deutsch

**Gegen den Rest der Welt**
Umgeben von Schrott und nuklearem Ödland kämpft die 17-jährige Lys gemeinsam mit ihrem Vater ums tägliche Überleben. Wesen, die nicht mehr menschlich sind, durchstreifen das Land und nur die Mauer der Siedlung schützt die beiden vor ihrem sicheren Tod. Als ihr Vater spurlos verschwindet, ist Lys plötzlich auf sich allein gestellt und die Situation scheint für sie ausweglos. Bis sie einem Kopfgeldjäger begegnet, der sich selbst nur »Z« nennt und ihr anbietet sie in die nächste Stadt zu führen. Damit muss sich Lys allerdings nicht nur dem grausamen Alltag außerhalb ihrer Siedlung stellen, sondern auch den Gefühlen, die der verschwiegene Z in ihr hervorruft…
(Quelle: Impress)

Von Emily Bähr hatte ich bereits ein anderes Buch gelesen. Nun durfte ich auch ihr neuestes Werk „Wasteland 1: Tag des Neubeginns“ lesen und war natürlich sehr gespannt darauf was mich hier wohl erwarten würde.
Das Cover sprach mich auf Anhieb total an und der Klappentext verspricht tolle Lesestunden. Also habe ich mich auch rasch ans Lesen gemacht.

Die Charaktere hat die Autorin wirklich gut gezeichnet. Man kann sie sich als Leser sehr gut vorstellen, jeder von ihnen passt gut in die Geschichte hinein.
Lys war für mich zunächst nur schwer greifbar. Ich wusste nicht so ganz wie ich sie nehmen soll. Einerseits ist sie mutig und auch ziemlich vorlaut, auf der anderen Seite aber steckt auch sehr viel Angst in ihr drin. Mit der Zeit konnte ich sie immer besser einschätzen, ich habe immer mehr den liebenswerten Charakter gesehen, der sie ist. Wenn ihr jemand wichtig ist steht sie für sie ein, da lässt sie nichts auf sie kommen.
Der Kopfgeldjäger „Z“ wirkte sehr mysteriös und ja auch mürrisch auf mich. Am Anfang wusste ich echt nicht wie ich ihn finden soll, mit der Zeit aber wurde auch er mir sympathisch.

Auch die anderen Charaktere, wie beispielsweise Victoria oder auch J.S., sind gut gezeichnet und wirkten auf mich realistisch und glaubhaft. Sie fügen sich wirklich gut ins Geschehen ein.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker und leicht. Ich war direkt mitten im Geschehen drin und konnte ohne Probleme folgen. Auf jeden Fall passt der Stil wirklich sehr gut zur Geschichte hier.
Geschildert wird das Geschehen hier aus Sicht von Lys. Die Autorin hat hierfür die Ich-Perspektive verwendet. Ich empfand sie als passend, da man so Lys noch viel besser kennenlernt und sie immer besser einschätzen kann.
Die Handlung empfand ich als spannend. Wie Emily Bähr hier das eben im Ödland beschrieben hat gefiel mir sehr gut. Man kann sich ein richtig umfassendes Bild machen. Je weiter man hier in der Handlung voranschreitet desto interessanter und actionreicher wird es. Immer wieder gibt es zudem Überraschungen, wie auch eine leicht angedeutete Liebesgeschichte, die sich sehr gut ins Geschehen einfügt.

Das Ende lässt den Leser dann doch unzufrieden zurück. Es ist wirklich gemein. Wie soll man nun bis Juli warten? Ich bin richtig neugierig darauf wie es wohl weitergehen wird.

Zusammengefasst gesagt ist „Wasteland 1: Tag des Neubeginns“ von Emily Bähr ein wirklich guter Trilogieauftakt, der mich aber nicht vollkommen überzeugt hat.
Sehr gut gezeichnete Charaktere, die es mir aber nicht immer wirklich leicht gemacht haben, ein flüssiger, gut zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als spannend und actionreich empfand, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert und machen Lust auf mehr.
Durchaus lesenswert!