Gelesen: “Elfenfehde: Zweimal im Leben” von Mariella Heyd

Taschenbuch: 248 Seiten
Verlag: Zeilengold Verlag (25. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3946955002
ISBN-13: 978-3946955009
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 – 17 Jahre

Verantwortlich für den Meteoriteneinschlag? Feodora kann die Worte des Fremden nicht glauben, der nach der Katastrophe auftaucht und behauptet, dass sie für das Chaos in zwei Welten verantwortlich sein soll. Angeblich stammt Feodora aus der Anderswelt und ist von dort geflohen, um einem mächtigen Dunkelelf zu entkommen. Ihre einzige Chance, die Welten zu retten, besteht darin, in die Anderswelt zurückzukehren und ihn zu töten.
(Quelle: Zeilengold Verlag)


Von der Autorin Mariella Heyd habe ich schon andere Geschichten lesen dürfen. Nun war „Elfenfehde: Zweimal im Leben“, dem ersten Teil einer Reihe, aus ihrer Feder dran  und ich war richtig gespannt darauf wohin die Reise hier gehen würde.
Das Cover hat mich besonders von seinen Farben her angesprochen und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Also habe ich mich rasch zwischen die Seiten begeben.

Ihre Charaktere hat die Autorin gut gezeichnet. Sie sind in meinen Augen vorstellbar und wirkten glaubhaft dargestellt.
Feodora ist ein absoluter Büchernarr. In der Schule ist sie eher eine Außenseiterin. Feodora ist recht schön  und ziemlich klug. Sie selbst sieht in sich aber nur den Durchschnitt, ihre Selbstwahrnehmung ist nicht unbedingt die Beste. Im Verlauf der Handlung gerät Feodora immer mehr an ihre Grenzen, sie wächst über sich hinaus, lernt sich dadurch aber auch immer besser kennen. Ihre Entwicklung ist wirklich klasse dargestellt.
Zerdon ist ebenfalls gut beschrieben. Ich hätte ihn aber wirklich gerne mal geschüttelt. Er hat ja einen Auftrag der mit Feodora zu tun hat, die beiden sollen gemeinsam die Anderwelt retten. Bei ihm habe ich, auch durch seine ständigen Stimmungsschwankungen, ein wenig gebraucht um ihn wirklich sympathisch zu finden.

Nicht nur die beiden Protagonisten sind gut gelungen, auch die anderen Figuren passen sehr gut ins Geschehen hinein. Sie sind anschaulich beschrieben und ergeben ein stimmiges Ganzes.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr gut zu lesen. Man kommt gut im Geschehen an und kann ohne Probleme folgen.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Feodora. Hierfür hat Marielle Heyd hat hierfür die Ich-Perspektive verwendet. Der Prolog hingegen ist in der personalen Erzählperspektive, hebt sich somit vom Rest vom Geschehen deutlich ab.
Die Handlung hat mich mit dem Prolog zunächst einmal verwirrt. Danach habe ich auch noch ein paar Seiten gebraucht um wirklich im Geschehen anzukommen. Erst danach empfand ich die Handlung dann spannend und toll beschrieben. Die Welt Tir Na Nog gefiel mir gut, hier konnte ich mir alles durch die detaillierten Beschreibungen vorstellen.
Von der Idee her war begeistert, diese beiden Welten, die nebeneinander her existieren und dennoch miteinander verknüpft sind.

Das Ende empfinde ich als passend, auch wenn noch ziemlich viele Fragen offen bleiben. Somit wird die Neugier auf Band 2 geschürt.

Zusammengefasst gesagt ist „Elfenfehde: Zweimal im Leben“ von Mariella Heyd ein wirklich guter Reihenauftakt, der mich aber nicht komplett gefangen nehmen konnte.
Sehr gut gezeichnete Charaktere, ein flüssiger, gut zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, in die ich mich aber erst ein wenig einlesen musste, die ich dann aber spannend und von der Idee her interessant fand, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!